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Aktive Benutzer in diesem Thema

  1. #11
    Registrierter Benutzer Avatar von Migole
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    Zitat Zitat von Eckhart Beitrag anzeigen
    [...]
    Früher, oder später, wirst Du als Notarzt (auch Krankenhausärzte werden dazu verdonnert) oder Hausarzt eine (erste) Leichenschau an einer Person machen müssen, die im Tod oder kurz nach dem Tod nochmal abgesetzt hat. [...]
    Nur kurz auf diesen Beitrag:
    Naja, also das ist nun doch sehr weit her geholt wenn man nicht gerade Not- oder Hausarzt ist wird man eher selten in die Situation kommen dass ein Leichnam extrem verwest oder besudelt ist. Meistens wird nach der Todesfeststellung (sichere Todeszeichen) im KH der Patient noch einmal gesäubert (auch frische Schutzhose etc.). Und bei Verdacht auf nicht natürliche Todesart geht's höchstens in die Rechtsmedizin, nicht in die Pathologie.



  2. #12
    Randale und Hurra
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    Kein Mensch findet Exkremente gut. Die meisten Menschen ekeln sich davor. Ich finde jetzt Sche*ße nicht sooo schlimm (aber trotzdem eklig) dafür muss ich auch noch nach 9 Jahren im Gesundheitswesen absolut jedes Mal würgen, wenn sich jemand übergibt. Bei Erbrochenem ekelts mich wirklich von Kopf bis Fuß und ja, wenn es irgendwie machbar ist, halte ich mich weit von Leute fern, die sich übergeben. Aber wenn es eben nicht anders geht, dann halte ich eben auch den Brechbeutel fest oder wische Erbrochenes auf. Auch wenn ichs einfach nur unfassbar widerlich finde. Und meine Kollegen sich jedes Mal kaputt lachen wie ich da so für mich hin würge während ich das mache.

    Kann mich den anderen nur anschließen. Dieses absolute Vermeidungsverhalten wird dich nicht weiter bringen. Lerne mit deinem Ekel umzugehen und dich dem zu stellen. Du musst jetzt im Pflegepraktikum nicht immer hier schreien wenn eine Windel gewechselt werden muss aber jede Situation, die auch nur theoretisch mit Exkrementen zutun hat, meiden hilft halt auch nicht weiter.

    Und je nach Fachgebiet wird man halt immer wieder mit Sachen zutun haben, die grenzwertig eklig sind. Ich habe auch kein Problem mit Blut und trotzdem hats mir die Fußnägel hochgerollt als ich bei der großflächen Hämatomausräumung assistiert habe. Weil halb geronnenes, altes Blut halt doch irgendwie eklig ist. Oder (infizierte) Nekrosen oder Abszesse oder oder oder.
    Jeder Mensch ekelt sich aber es kommt halt drauf an, wie man damit umgeht und lernt, diesen Ekel auszuhalten.



  3. #13
    Endgegner besiegt Avatar von WackenDoc
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    Vor allem musst du das alles im KPP nicht alleine machen. Taste dich halt langsam ran. Verbandswechsel wirst du auch nicht machten.
    In meinem KPP DURFTE ich keine Patienten waschen, nur ab und an unterstützen. Waschen war eher die Aufgabe der Pflegeschüler.

    Gibt aber deutlich ekligeres. Hängt aber sehr vom Fach ab.

    Merke: Bei einer länger liegenden Leiche tunlichst vorm Drehen den Mundschutz vor und da auch irgendwas wie Pfefferminz (wobei das in Mischung mit manchen anderen Gerüchen fast noch schlimmer ist). Wenn dein NEF- Fahrer los geht "ich hol mal das Raumspray"- dann hast was richtig gemacht.
    Geändert von WackenDoc (07.12.2018 um 18:32 Uhr)
    This above all: to thine own self be true,
    And it must follow, as the night the day,
    Thou canst not then be false to any man.
    Hamlet, Act I, Scene 3



  4. #14
    gamo lefuzi nibe
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    1.850
    Auch außerhalb des Pflegepraktikums hat man im Studium mit Stuhl zu tun. Ich erinnere mich an einen Patienten im PJ, dessen Stoma ständig undicht war... Da ergoss sich dann mitten in der körperlichen Untersuchung der Stuhl aus dem Bauch. Und im Präpkurs hatte eine Kommilitonin die undankbare Aufgabe, den rauspräparierten Darm innerlich zu reinigen...

    Ich meine, toll ist das alles nicht und ich hatte vor dem Studium auch so meine Bedenken wegen Ekel, aber man gewöhnt sich echt an vieles...



  5. #15
    Endgegner besiegt Avatar von WackenDoc
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    Bauschamane
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    Was man auch nicht unterschätzen sollte: Du hast dann ja beruflich zu tun. Also du hast eine Aufgabe und fokussierst ganz anders darauf.
    Das passiert auch bei anderen Sachen. Z.B. im Präpkurs: Wir hatten mit unserer Leiche so viel rumzupräparieren, dass wir uns echt ranhalten mussten. Dazu noch die Lernerei. Da war irgendwie wenig Zeit sich Gedanken um die Leiche als Mensch zu machen. Dazu kommt dann noch die berufliche Neugier.
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