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Aktive Benutzer in diesem Thema

  1. #1
    Registrierter Benutzer
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    Hallo liebe Doktorranden/-innen,,

    ich bräuchte bitte eine Einschätzung folgender Arbeit die ich angeboten bekommen habe:

    Prospektive Klinische Studie:

    Die Lebensqualität soll an ca 80 Patienten erhoben werden.Dazu wird ein Fragebogen (SF-36) und ein Fragebogen mit einer Likert Skala (die ich selber erstellen soll) über die Behandlungszufriedenheit verschickt. Anschließend soll das ganze mittels SPSS ausgewertet werden. Müsste mir also die Patienten aus den Akten suchen und dann anrufen und dann die Fragebögen verschicken

    Der Betreuer ist super nett, lässt aber viele Fragen offen, so dass ich nicht weiß wo das ganze hinsteuern wird. Ich soll jetzt den Ethikantrag erstellen. Er meinte, ich solle den erstellen (innerhalb eines Abends), was mir sehr unrealistisch erscheint. Er meinte, wenn der durch geht, kann man immer noch schauen wie man was genau macht.

    Er möchte zusätzlich schauen, ob der ärztliche Erfolg sich mit der Lebensqulität deckt. Weiß aber nicht, ober das statistisch testen lassen will oder nicht.
    Die Auswertung mittels SPSS, hat er auch keine Ahnung, er meinte ja das machen wir dann wenn der Antrag durch ist....

    Jetzt fällt es mir relativ schwer aufgrund dieser INformationen einen Ethikantrag zu formulieren, wie zum Beispiel da denn die genaue Fragestellung ist. Er meinte das sollte ich einfach runterschreiben. und mit Literatur belegen.
    Als Zeitraum hat er angegeben, dass die Datenerhebung ca 1 Monat braucht. Ist das denn realistisch?

    Je mehr ich darüber nachdenke, desto mehr verwirrt mich diese Arbeit. Ich hoffe, mir kann geholfen werden

    Liebe Grüße



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  2. #2
    The Dark Enemy Avatar von morgoth
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    Klingt wie der letzte Scheiss.



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  3. #3
    Ldr DptoObviousResearch
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    Dem schließe ich mich an. Das ist "Forschung", die kein Mensch braucht.

    Wenn der Aufwand für einen Ethikantrag dem für einen Tierversuchsantrag ähnlich ist, dann kann man für einen Kleintierantrag ein paar Wochen (Großtierantrag mehr) veranschlagen, neben dem ganzen Krams den man sonst zu tun hat.

    Es gibt keine klare Fragestellung, sondern man will ins Blaue ein paar Daten sammeln und dann mal die Daten HARKen, vielleicht findet sich ja eine least publishable unit.
    Dein eigener Fragebogen ist nicht validiert. Du weißt überhaupt nicht, ob er das misst, was Du messen willst.
    Du hast keine Ahnung, ob deine Stichprobe (wie sind überhaupt die Ein-/Ausschlusskriterien?) überhaupt etwas messen kann, wenn es keine Vorstellung zu dem gibt was ein relevanter Unterschied ist und damit unklar ist, ob die Fallzahl überhaupt reicht und ob es entsprechende Confounder gibt - wie zum Beispiel der Abstand zur Behandlung oder andere Faktoren.

    Chirurgische Forschung, oder?
    Wir setzen auf Vernunft und Eigenverantwortung. Das hat uns schon sehr weit gebracht.

    "Die übersteigerte Erwartungshaltung ist bei vielen Menschen leider das Einzige, was sie aufs Kreuz legt."



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  4. #4
    Registrierter Benutzer
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    138
    Nahaja.. so ganz pessimistisch wäre ich nicht, es gibt wirklich viele medizinische Doktorarbeiten, über deren Sinnhaftigkeit man diskutieren kann. Was mich an deiner Situation eher wurmt, ist, dass du den Ethikantrag völlig alleine schreiben sollst, ohne aber richtig Plan zu haben, worauf die Arbeit hinaus will.



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  5. #5
    Registrierter Benutzer Avatar von Rettungshase
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    Diese Doktorarbeit hat nichts mit Forschung zu tun.
    I can't fix stupid but I can sedate it.



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