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Aktive Benutzer in diesem Thema

  1. #31
    Registrierter Benutzer
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    Also in der Abteilung hier scheitern Veränderungen einmal an Kollegen, die mit dem Argument "früher war es noch schlimmer" in den Kampf ziehen und dem nicht kleinem Anteil an aus dem Ausland stammenden Kollegen, die froh um ihren Arbeitsplatz hier sind und schon ein geringes mehr an Bezahlung mit dem Niveau im Heimatland vergleichen.
    So einen Kampf um bessere Arbeitsbedingungen kann man aber, so denke ich, nicht recht alleine kämpfen, wenn die Kollegen, die ähnlich denken (auch) lieber gehen....

    Aber finde es schon spannend, dass die Klinik lieber kontinuierlich steigend mehr Honorarärzte bucht als mal die Zufriedenheit der eigenen Mitarbeiter zu hinterfragen und dann zu verbessern. Mad world.



  2. #32
    Diamanten Mitglied
    Registriert seit
    17.03.2006
    Beiträge
    1.297
    Zitat Zitat von tarumo Beitrag anzeigen
    Mit solchen Aussagen macht man sich in jeglicher Hinsicht erpressbar "geldgierige Ärzte gefährden Patienten durch Übermüdung". Aber vielleicht ist genau das das Ziel. Ich stelle mir jetzt gerade den LKW-Fahrer vor, der 24h mit kleinen Pausen fährt, weil ihm dann der Chef mehr Geld gibt...
    Stimmt, da fällt mir grad wieder ein, dass du ja derjenige warst der geprahlt hat dass du selbst es ja geschafft hast keine Dienste machen zu müssen und Tipps gegeben hast wie man das schaffen kann. Deine Aussagen zeigen halt einfach mal wieder vollständig dass du einfach sowas von null Ahnung hast was ein Dienst ist und wie der abläuft.

    Ein LKW-Fahrer der 24h durch fährt hat 24h lang am Stück gearbeitet.
    Ich, im Dienst, wenn ich Nachtdienst hab, komm selten unter 4h Schlaf raus. Gern auch mal mehr. Und es gibt einen Unterschied zwischen 4h Schlaf und 0h Schlaf. Und auch ansonsten ist es ja nicht so dass man sich ständig Vollgas überarbeitet. In der Chirurgie hat man am Nachmittag noch gut was zu tun und Richtung Mitternacht geht das Ganze meist gegen null. Danach gibt es eigentlich nur noch das "Zwei-Uhr-Ars......" aber medizinisch meist nichts mehr Relevantes...
    Deine Vergleiche sind daher irgendwie Schwachsinn. Aber ich stimme dir in einem Punkt zu hundert Prozent zu: unter der völlig falschen Voraussetzung dass ein 24h-Dienst so ist wie wenn ein LKW-Fahrer 24h fährt, ist der Schluss dass das dann patientengefährdend ist völlig korrekt.

    Eins muss man als Arzt ja auch lernen: Pause zu machen. Wenn ich merke dass ich eine Pause brauche, dann kann die Notaufnahme noch so voll sein, dann mach ich eine Viertelstunde oder 20 Minuten Pause. Und gestört werden will ich nur für Reanimation, Schockraum oder Ähnlichem. Wenn ich dann wieder ein wenig erholter bin kann ich auch wieder schneller arbeiten und es geht insgesamt besser. Aber das hat auch seine Zeit gedauert bis ich das gelernt hab.



  3. #33
    Registrierter Benutzer
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    8
    Wir haben in unserer Versorgungsklinik regelmäßig Nachtdienste ohne Schlafpausen gehabt, da es bei uns neben dem 2-Uhr-A* noch den 3-Uhr-Suizidalen und, ganz besonders fies, 5.30-Uhr-Aggro-Opa aus dem Pflegeheim gibt. Deswegen haben wir jetzt 2 Leute im Bereitschaftsdienst, da keiner wirklich Schichtdienste einführen wollte, weder die Klinikleitung noch die Kollegen. Ist das eigentlich eine offizielle Möglichkeit in unserem Tarifvertrag? Oder nur ein work-around? weil eigentlich sollte ja über 49 % Arbeit im Dienst dann ein Schichtmodell eingeführt werden.



  4. #34
    Dunkelkammerforscher
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    das war mal...
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    @rosa_banana: klar ist das moeglich, die Arbeitszeit ist ja unter 50% so.

    Tarumo hat nicht unrecht, tatsaechlich sind die Schicht- und Nachtzuschlaege in unseren Tarifvertraegen historisch beschi***** und wegen der deutlich schlechten Entlohnung ist Schichtarbeit eben deutlich weniger beliegt. Tatsaechlich waere die Loesung Zuschlaege wie in anderen Branchen zu fordern. Das Problem ist, dass das im Gesundheitsystem im Moment vermutlich gar nicht darstellbar waere und die Politik auch kein Interesse daran hat daran etwas zu aendern.
    Zwei Aerzte die BD machen sind vermutlich fuer die Klinik sogar guenstiger als ein Schichtsystem bei dem man noch mehr Aerzte braeuchte, da eben mehr Sozialabgaben gezahlt werden muessten. Ueberstunden und Dienstverguetung ist fuer den Arbeitgeber guenstiger...



  5. #35
    Platin Mitglied
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    584
    Zitat Zitat von rosa_banana Beitrag anzeigen
    Wir haben in unserer Versorgungsklinik regelmäßig Nachtdienste ohne Schlafpausen gehabt, da es bei uns neben dem 2-Uhr-A* noch den 3-Uhr-Suizidalen und, ganz besonders fies, 5.30-Uhr-Aggro-Opa aus dem Pflegeheim gibt. Deswegen haben wir jetzt 2 Leute im Bereitschaftsdienst, da keiner wirklich Schichtdienste einführen wollte, weder die Klinikleitung noch die Kollegen. Ist das eigentlich eine offizielle Möglichkeit in unserem Tarifvertrag? Oder nur ein work-around? weil eigentlich sollte ja über 49 % Arbeit im Dienst dann ein Schichtmodell eingeführt werden.
    Klar, ist in vielen Fällen auch sinnvoller: Für eine OP brauche ich halt zwei Chirurgen - da bringt mit einer nix. Und in der Anästhesie sollte halt noch jemand für die Notsectio frei sein, falls der andere im OP steht...



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