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Aktive Benutzer in diesem Thema

  1. #6
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    Ich habe ebenfalls vor 1 Woche angefangen (aber in der Chirurgie) und die erste Woche hat mich umgehauen. Ich fühle mich extrem überfordert und habe Angst, dass Patienten dadurch zu Schaden kommen.
    Ich denke, dass es Monate dauern wird..
    schön zu lesen, dass es anderen auch so geht (obwohl es wirklich keine schöne Situation ist ) wollte dich nur wissen lassen, dass du nicht alleine bist



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  2. #7
    Diamanten Mitglied
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    Puuh also so etwas wie Routine kam so nach 6-9 Monaten auf Normalstation, dann nach etwa 5 Monaten Stroke und vielleicht auch so nach einem halben Jahr notaufnahme.
    Unter Routine meine ich jetzt, dass man nicht völlig unter geht und grob weiß, was man zu tun hat und auch weiß, welche Situationen man eben nicht alleine geklärt kriegt.
    Angst, dass durch einen Fehler Patienten zu Schaden kommen, geht ja irgendwie gefühlt nie weg. Aber ich habe das Gefühl, dass Neurologe ist eins der fächer wo es wirklich lange dauert, bis Routine kommt, da die Bandbreite an Krankheitsbildern so enorm ist. (was für mich ein Argument für Neuro war). Im vergleich dazu hatte ich das Gefühl dass in "kleineren" Fächern wie Uro oder Anästhesie dieses Gefühl schneller erreicht wird.



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  3. #8
    Registrierter Benutzer
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    Innere, ohne Oberarztinput und einmal pro Woche wenig Input durch Altassistenten (Ich weiß, Katastrophe): Nach ca 3-6 Monaten das Gefühl, die Station zu schmeißen (ergo: eine halbwegs strukturierte Visite zu machen, irgendwann kapiert zu haben, wie ich den Tag strukturieren muss, nachmittags dann zu verstehen, was ich alles vergessen habe und dann um 18 Uhr Arztbriefe zu schreiben)
    Innerhalb von 2 Jahren hat man diverse Absurditäten gesehen und glaubt, einiges handeln zu können.
    Im dritten Jahr dann die Erfahrung, dass man bei weitem nicht so fit ist, wie man glaubt.
    Im vierten Jahr unsicher, wo man eigtl steht, dabei bemerkt man gar nicht, dass man deutlich strukturierter ist und durchaus auch pünktlich die Klinik verlassen kann
    Im fünften Jahr eigenständig gearbeitet inklusive internistisch geführte Intensivstation phasenweise alleine versorgt
    Nach Facharztprüfung 90% der Akutfälle behandelt, ohne Literatur zu brauchen...
    Es ist halt eine Reise und extrem abhängig von den Stationen, die man durchgeht, dem Einsatz, den man bringt (meine damit weniger sinnlose und nicht registrierte Überstunden, sondern privates Studium), den Situationen, denen man ausgesetzt ist und wann man wieviel Vertrauen von oben bekommt...
    Über Neuro kann ich wenig sagen, glaube aber, dass es im Normalfall ein ähnlicher Ablauf wie bei mir ist.

    Nach 2 Wochen? Gib dir Zeit, schau dir bei Erfahrenen ab, wie die es machen und frag nach, wenn du etwas nicht weißt. Hast du einen Mentor? Der mit dir Visite macht, ggf. auch am Ende des Tages bespricht, was bei deinen 2 Patienten getan werden muss?



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  4. #9
    Registrierter Benutzer Avatar von Medibini
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    Ich bin jetzt ab morgen in Woche 4 und echt auch komplett überfordert.
    Allerdings in der Inneren aber direkt von Anfang an zwischen 8-14 Patienten.
    Ich bin immer länger da. Meist insgesamt so um die12 Stunden ohne jegliche Form der Pause.
    Einfach weil ich sonst überhaupt nix schaffe.
    Trotzdem sind meine Arztbriefe momentan glaub ich auch nur zum schämen 🙈 da gehen mir so banale Dinge wie das Datum ändern schon durch.
    Ich fühle mich einfach maximal dumm. Als hätte ich ihn Studium einfach gar nix gelernt ob wohl ich nie nur für die Klausuren gelernt habe (sprich nur Altklausuren gemacht oder so). Trotzdem bin ich bei den meisten Fragen wie ein Reh im Scheinwerferlicht.
    Mein erster Wochenenddienst steht in zwei Wochen an.
    Keine Ahnung wie ich das überleben soll.



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  5. #10
    Registrierter Benutzer Avatar von Rettungshase
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    Zitat Zitat von Nessiemoo Beitrag anzeigen
    Im vergleich dazu hatte ich das Gefühl dass in "kleineren" Fächern wie Uro oder Anästhesie dieses Gefühl schneller erreicht wird.
    Ich weiß nicht, ob das anästhesiespezifisch ist, aber es heißt doch:

    Die 4 Phasen der Selbsteinschätzung:
    1) Du kannst gar nichts und hast das Gefühl, gar nichts zu können -> ist okay
    2) Du kannst immer noch nicht viel, hast aber das Gefühl, viel zu können -> gefährlich
    3) Du kannst mittlerweile echt viel, hast aber das Gefühl, gar nichts zu können -> ein wenig frustrierend, aber es wird
    4) Du kannst viel und weißt, dass du viel kannst -> schön (aber bitte nicht in Routine verfallen)

    Ich hatte in der Anästhesie (die ich für gar nicht klein halte, wenn man über "Tubus + Nadel" hinausblickt") im 3. WBJ gerade das Gefühl, ganz gut zurecht zu kommen... Zack! Kommen Notfallmedizin, die Intensivmedizin steht vor der Tür und dann hätte bitte gern jedes Fachgebiet noch, dass man deren Spezifika anwenden kann, was für das entsprechende Patientengut natürlich auch sinnvoll ist (Neurochirurgen mit Wacheingriffen oder Trigeminus-Thermokoagulation, HTGler mit schwer kranken Gefäßwracks, HNOler mit syndromalen Kids uswusf.).
    Geändert von Rettungshase (06.10.2019 um 21:53 Uhr)
    I can't fix stupid but I can sedate it.



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