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Aktive Benutzer in diesem Thema

  1. #1
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    Hallo,

    ich lerne zurzeit alle Muskeln/Leitungsbahnen des aktiven Bewegungsapparates für ein anstehendes Testat. Nun habe ich das Problem, dass es mir sehr schwer fällt die ganzen Ursprünge und Ansätze zu lernen. Vor allem bei der Rückenmuskulatur, bei denen die Ursprünge an den Wirbeln in jedem Atlas anders sind, hab ich Schwierigkeiten. Nun frage ich mich, wie wichtig es ist, diese Ursprünge genau zu kennen. Klar kommt es auf den Prüfer an, jedoch sehe ich auch nicht den Sinn darin, genaue Zahlen der entsprechenden Wirbel zu kennen, wenn diese überall anders aufgelistet sind. Wie seht ihr das? Sollte ich mich vielleicht nur auf die Ursprünge/Ansätze wichtiger Muskeln konzentrieren? Oder habt ihr tatsächlich alles gelernt?

    Liebe Grüße



  2. #2
    Diamanten Mitglied
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    1. Alle Muskeln benennen und zeigen können mit Innervation
    2. Die Systematik beschreiben können und Lagebeziehungen zueinander
    3. Welche Funktion haben die Muskeln (ergibt sich vollständig aus dem Verlauf)
    4. Ursprung und Ansatz im Testat sind auch relativ leicht: in die Hand nehmen und sagen wie der Muskel verläuft
    "This sentence contains ten words, eighteen syllables, and sixty-four letters."
    - Wolfram|Alpha



  3. #3
    Registrierter Benutzer
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    Also, ich habe in meinem Leben ungefähr 20mal die Ursprünge und Ansätze aller Muskeln gelernt. Es ist tatsächlich müßig.

    Erstmal zum Thema der unterschiedlichen Infos in unterschiedlichen Büchern: such dir eine Literatur und lern damit. Möglichst was reliables, also eines der großen Verlage bzw. was bei dir an der Uni angesagt ist. Damit bist du auf der sicheren Seite und kannst deine Aussagen im Notfall belegen.

    Zum Thema lernen: leg dir eine Strategie zurecht. Es gibt einfach Muskeln, die muss man wissen, dass sind auch die, die am einfachsten zu lernen sind. Wenn du Ursprung und Ansatz von M. Opponens digiti Minimi nicht weist, wird man darüber eher hinweg sehen können, als beim biceps brachhii.

    Wichtig ist auch hier, ein gewisses Verständnis. Es ist völlig egal, ob psoas major jetzt nur an der LWS ansetzt, oder auch noch an Th12, wenn du den Muskel aber am trochantor major, anstatt am Trochanter minor ansetzen lässt, dann ist das schon ein Patzer.

    Für fast jede Stelle des Körpers gibt es gewisse Systematiken. Zum Beispiel Einteilung in tief und oberflächlich, extensoren und flexoren, medialen und lateralen Trakt, Thenar und hypothenar. Wenn du diese Systematiken kennst und die Muskeln zuordnen kannst, dann hast du schon mehr als die halbe Miete. Du musst nicht alle Einteilungen kennen, aber die gängigsten. Auch hier musst du selbst heraus finden, wo der Fokus liegt.

    Innerhalb dieser Gruppierungen ergeben sich dann auch oft schon ähnliche Ursprünge, Ansätze und innervationen. Funktion ist dann sowieso einfach. Dafür ist es auch wichtig zu visualisieren. Schau dir den muskel immer an. Am besten eine Abbildung mit schematischer Darstellung und eine mit Zeichnung, wie es tatsächlich aussieht. Das fördert das Verständnis und erleichtert dir die Verknüpfung mit der funktionellen Einteilung.

    Auch hier gilt, es wird dir niemand den Kopf abreisen, wenn du vielleicht nicht weist, ob der anteil vom erector spinae jetzt aus Capitis/cervicis/thoracis besteht, oder halt aus cervicis/thoracis/lumbalis. Wenn du aber Muskeln gar nicht zuordnen kannst und nicht weist ob die jetzt zum lokalen oder globalen System gehören, oder halt zum schräg oder geradsystem, oder ob autochton oder nicht, dann sind das echte Defizite.



  4. #4
    Registrierter Benutzer
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    26.04.2019
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    4
    Zitat Zitat von Hockeychaot Beitrag anzeigen
    Also, ich habe in meinem Leben ungefähr 20mal die Ursprünge und Ansätze aller Muskeln gelernt. Es ist tatsächlich müßig.

    Erstmal zum Thema der unterschiedlichen Infos in unterschiedlichen Büchern: such dir eine Literatur und lern damit. Möglichst was reliables, also eines der großen Verlage bzw. was bei dir an der Uni angesagt ist. Damit bist du auf der sicheren Seite und kannst deine Aussagen im Notfall belegen.

    Zum Thema lernen: leg dir eine Strategie zurecht. Es gibt einfach Muskeln, die muss man wissen, dass sind auch die, die am einfachsten zu lernen sind. Wenn du Ursprung und Ansatz von M. Opponens digiti Minimi nicht weist, wird man darüber eher hinweg sehen können, als beim biceps brachhii.

    Wichtig ist auch hier, ein gewisses Verständnis. Es ist völlig egal, ob psoas major jetzt nur an der LWS ansetzt, oder auch noch an Th12, wenn du den Muskel aber am trochantor major, anstatt am Trochanter minor ansetzen lässt, dann ist das schon ein Patzer.

    Für fast jede Stelle des Körpers gibt es gewisse Systematiken. Zum Beispiel Einteilung in tief und oberflächlich, extensoren und flexoren, medialen und lateralen Trakt, Thenar und hypothenar. Wenn du diese Systematiken kennst und die Muskeln zuordnen kannst, dann hast du schon mehr als die halbe Miete. Du musst nicht alle Einteilungen kennen, aber die gängigsten. Auch hier musst du selbst heraus finden, wo der Fokus liegt.

    Innerhalb dieser Gruppierungen ergeben sich dann auch oft schon ähnliche Ursprünge, Ansätze und innervationen. Funktion ist dann sowieso einfach. Dafür ist es auch wichtig zu visualisieren. Schau dir den muskel immer an. Am besten eine Abbildung mit schematischer Darstellung und eine mit Zeichnung, wie es tatsächlich aussieht. Das fördert das Verständnis und erleichtert dir die Verknüpfung mit der funktionellen Einteilung.

    Auch hier gilt, es wird dir niemand den Kopf abreisen, wenn du vielleicht nicht weist, ob der anteil vom erector spinae jetzt aus Capitis/cervicis/thoracis besteht, oder halt aus cervicis/thoracis/lumbalis. Wenn du aber Muskeln gar nicht zuordnen kannst und nicht weist ob die jetzt zum lokalen oder globalen System gehören, oder halt zum schräg oder geradsystem, oder ob autochton oder nicht, dann sind das echte Defizite.
    Vielen vielen Dank für die ausführliche Antwort, das beruhigt ungemein. Das sind echt super Tipps, ich darf mich wohl nicht zu sehr auf die "unwichtigen" kleinen Ursprünge an der Wirbelsäule versteifen.



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