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Aktive Benutzer in diesem Thema

  1. #1
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    Hallo ihr Lieben! Da Dresden absolut zu meinen Favoriten bei der Wahl des Studienortes liegt, wollte ich euch mal fragen, wie das Medizin-Studium dort so ist. Erzählt mir ruhig alles, was euch dazu einfällt.

    Lieben Dank im Voraus



  2. #2
    OP-Sperrer Avatar von Echinococcus
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    Ich bin dann mal die Chirurgen ärgern...
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    Ich habe in Dresden studiert, das ist aber auch auch schon wieder eine ganze Weile her, deshalb alles unter Vorbehalt.

    Das Auswahlverfahren war fair, wir waren eine sehr gut gemischte Truppe zwischen Frischlingen von der Schule und alten Hasen. Die Vorklinik hatte zwar auch ihre ätzenden Seiten, aber das ist wohl überall der Fall. Die Klinik war dann tatsächlich ziemlich gut strukturiert, es gab für fast alle Disziplinen klinische Fallseminare und die meisten Praktika waren gut organisiert. Wenn ich mich recht entsinne hieß das System DIPOL, irgendwas mit "Dresdener integriertem praxisorientiertem Lernen", oder irgendwie so. Ob das ganze dann so praxisnah war wie die Uni es gerne hätte ist eine andere Frage, aber die Fallseminare in kleinen Gruppen haben tatsächlich Spaß gemacht.

    Die Prüfungen waren auch fair, es gab aber in einem Jahr eine JAP (Jahresabschlussprüfung), die dann gebündelt alle Fächer des Jahres in 2 Tagen in einer Art Staatsexamen light abgefragt hat. Das hat einen für die Ä2 schon ganz gut trainiert, Spaß hat es aber nicht unbedingt gemacht ;)

    Ich habe mich eigentlich immer ganz gut betreut gefühlt, hatte aber auch das Glück wirklich sehr sehr gute Freunde im Studium kennengelernt zu haben mit denen man sich immer gemeinsam durchgezogen hat und über die man auch alle Infos bekam, die sonst vielleicht untergegangen sind, und das ist ein Faktor der sicher Studienort-unabhängig ist.

    Dinge die man aber definitiv Wissen sollte über das Studium:
    - In der Vorklinik wird tatsächlich sehr viel Wert auf Physik gelegt, das hat hier einen sehr hohen Stellenwert und ist NICHT einfach mit einer MC Klausur abgetan. Für Leute wie mich, die drauf stehen, war das schön, Mathe- und Physikmuffel haben zu kämpfen gehabt.
    - Die Uniklinik ist nicht am Campus der Universität und auch mindestens 20 Minuten mit den Öffis entfernt. Wer sich gerne unter andere Studenten mischen will, muss dass leider in seiner Freizeit oder während des Chemiepraktikums tun (das einzige Fach, was bei uns am Hauptcampus stattfand).
    - Es gibt eine eigene Bibliothek für die Medizinstudenten in der Uniklinik, also muss man dafür nicht erst zum Campus reisen.

    Dresden selbst ist, was Städte angeht, wohl meine Große Liebe und das Weggehen hat mir wirklich weh getan. Ich habe mich in der Stadt selbst immer wohlgefühlt, man hat immer etwas zu erleben und irgendwie schafft die Stadt es noch etwas heimischer und zugänglicher zu wirken als ein Moloch wie Berlin während gleichzeitig eigentlich alles geboten wird, was man von einer Großstadt erwartet, ein Spagat zwischen Gemütlichkeit und Action.

    Würde im Nachhinein Dresden gegen keinen anderen Studienort tauschen, ich war glücklich dort und bin erfolgreich Arzt geworden ;)
    Monkey see and monkey do...evolution was never true. All the lies they feed to you, monkey me and monkey YOU!



  3. #3
    Registrierter Benutzer
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    Danke für die Einschätzung!
    Auf welches Gebiet in der Medizin hast du dich eigentlich spezialisiert?
    Bist du damals direkt nach dem Abi genommen wurden oder hast du erst etwas anderes gemacht?



  4. #4
    Kinder-Fraktion Avatar von THawk
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    Ich kann mich der Kokke anschließen. Hab ebenfalls in Dresden studiert, direkt nach dem Zivildienst aus einer weiter entfernten Stadt hingezogen. Mir war es damals zu viel DIPOL, das hat sich aber wohl gebessert. Das Studium war gut, im Semester hat man gute Freunde gefunden, mit denen man die Jahre verbracht hat. In der Vorklinik hat man mit der Seminargruppe eine recht feste "peer group", in der Klinik wird das Semester dann mehr durchgemischt.

    Die Stadt hat mich ebenfalls begeistert. Vernünftige Größe, vielfältige Angebote, rasch in der Natur, insgesamt sehr lebenswert. Machmal etwas kleinbürgerlich-spießig und die Pegida-Deppen gibt es auch immer noch, aber für mich ist Dresden zur Heimat geworden. Ich wollte nach dem Studium eigentlich noch eine andere Stadt kennenlernen, bin aber aufgrund des Stellenangebots in Dresden geblieben, war dann später für zwei Jahre im Ausland und bin nun seit einiger Zeit wieder glücklich zurück. Wir werden als Familie wohl auch noch länger hier bleiben.
    "Wir hatten Zeit. Er, weil er alt, ich, weil ich jung war."
    Eric-Emmanuel Schmitt: Monsieur Ibrahim und die Blumen des Koran



  5. #5
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    @THawk, ist sicherlich schon etwas länger her, als du in Dresden studiert hast aber mit welcher Note bist du eigentlich damals reingekommen?



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