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Aktive Benutzer in diesem Thema

  1. #6
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    Meine Anwältin hat sich da klar positioniert. Natürlich kannst du Hochschulstart bzw. das Vergabeverfahren anfechten. Die Wahrscheinlichkeit auf einen Studienplatz in absehbarer Zeit wird dadurch allerdings nicht erhöht. Bei so einem Verfahren kommt am Ende (auch dieses Verfahren kann sich jahrelang hinziehen) vielleicht ein neues Vergabeverfahren heraus, aber wer sagt denn, dass dies besser als das neue ist? Nach dem Verfahren hast du zumindest keinen Studienplatz, anders als bei einer Kapazitätsklage gegen eine Uni (wenn sie denn erfolgreich ist).



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  2. #7
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    Ich habe auch mit dem Gedanken gespielt. Allerdings aufgrund des vermutlich jahrelangen Rechtsstreits verworfen.

    Nach altem Zulassungsverfahren hätte ich dieses WiSe oder nächstes SoSe einen Platz erhalten.

    Unabhängig von der Verfassungswidrigkeit des alten Verfahrens gilt im deutschen Recht ja der Grundsatz, dass eine geltende Regelung nicht zum Nachteil derer geändert werden darf die sich darauf verlassen haben.
    Lt. juristischen Gutachten das die Kultusministerkonferenz angefordert hatte war wohl keine großzügigere Übergangslösung notwendig.
    Die Signatur lässt grüßen



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  3. #8
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    Was m.M. in der Diskussion zu kurz kam, war der kulturelle Bruch den die Neuordnung darstellt. Die Wartezeitquote war im Grunde nichts anderes als die Berücksichtigung des alten Prinzips freier Studienwahl für JEDEN Inhaber einer allgemeinen Hochschulreife. Aus den praktischen Gegebenheiten heraus war das zuletzt eine sehr aufwändige Sache (viele Jahre Lebenszeit, die aber die meisten ja auch sinnvoll genutzt haben), aber das Prinzip blieb gewahrt. Wer es wirklich wollte, konnte irgendwann. Zumal die extremen Wartezeiten ja etwas relative neues waren, bis kurz nach der Jahrtausendwende sind wirklich etliche Leute mit relativ wenigen WS reingekommen, ich kenne selbst mehrere Handvoll die sich im Bereich 2-4 WS mit Bonus für FSJ o.ä. bewegt haben.

    Dies hat man ersetzt durch ein Verfahren das für viele ein eindgültiges Nein bedeuten wird, und die Bandbreite auch schmälert, so gab es früher mal Boni für jede Vollzeittätigkeit, heute wird wohl nur noch eine Pflege oder Rettungsausbildung zählen usw. Hinzu kommt für ältere Bewerber die Notenfrage, ich will hier niemandem seine 1,0 und die Arbeit dafür schlechtreden, aber es gibt heute wirklich viele nicht ernsthaft gebildete 1er Abiturienten. So mancher Altwarter mit einem 2er Schnitt hat vertieftere Kenntnisse weil das ganze früher anders aufgezogen war, wird aber an den Leuten neuen Typs nicht vorbeikommen.

    Ehrlich gesagt denke ich aber nicht, dass dies Themen sind die gerichtlich aufgearbeitet werden können. Man hat halt im Sinne einer enger gefassten Leistungsauswahl entschieden, die auf heutige und möglichst junge Menschen und ihre Lernumfelder zugeschnitten ist. Ich würde eigentlich jedem Altwarter empfehlen, sich die üblichen Alternativen von Österreich bis Osteuropa anzuschauen. Wenn man schon lange wartet und gar keine Entscheidungen getroffen hat die einem das etwas erleichtern (vor allem Qualifikationen, Arbeit und Ersparnisse), ist das vielleicht auch etwas dumm gewesen. Das kann man dann ehrlich rekapitulieren und ggf. nachsteuern. Das was wir mal hatten (und was ich persönlich für sehr wertvoll hielt/halte) ist weg - unter anderem auch deswegen, weil in Deutschland eigentlich keiner so richtig die dahinter stehende Tradition begriffen und als schützenswert verteidigt hat.

    Sieh es so: Du musst es jetzt noch mehr wollen und die nötigen Schritte unternehmen.



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  4. #9
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    Dass man seinen Beruf frei wählen kann heisst nicht, dass alle Leute zu jedem Studiengang zugelassen werden müssen. Sonst wären auch aufnahmetests rechtswidrig. Diese Diskussion gab es schon zu genüge. Und zu glaube, dass ein Abi von 2013 deutlich schwerer war als jetzt ist auch eine seltsame Vorstellung. Das kann man vielleicht behaupten, wenn man in den 90ern Abi gemacht hat (vom Inhalt glaube ich auch das nicht, allerdings sind die Noten wohl wirklich besser geworden).



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  5. #10
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    Freie STUDIENwahl (nicht Beruf). Und doch, genau das hieß das mal auch wenn Du Dir das nicht mehr vorstellen kannst oder es sonstwie gerne geleugnet wird. Es war so. Die Verknappung infolge der Bildungsexpansion (60er/70er) hat dann Regelungen erfordert wie u.a. die Wartezeit, die aber immer noch eben jenes Ziel hatten. Daß die Warterei irgendwann absurd lange wurde hat Handlungsbedarf erzeugt, ohne Frage. Ob man sich komplett von dieser Möglichkeit verabschieden mußte oder es im Sinne einer ganz anderen Philosophie eher wollte, das ist jetzt müßig, es ist jetzt wie es ist.

    (Den Notenvergleich würde ich jetzt auch eher auf die 90er bis höchstens frühe Nuller-Jahre beziehen - ich kenne beides aus eigener Familie, hervorragende Einserschnitte der letzten Jahre und Zweierschnitte aus süddeutschen Traditionsgymnasien der 80er/90er und ich weiß wer mehr Bildung im klassischen Sinne hat... ist kein Vorwurf an die Schüler von heute, es heißt lediglich dass sie heute für das gleiche mit weniger Vertiefung dann halt 1,2 kriegen aber trotzdem keinen Medizinplatz, früher hätten sie mehr klassische Bildung pauken müssen und hätten mit 2,2 nur noch wenige Überflieger vor sich gehabt - und problemlos einen Studienplatz bekommen. Es ist alles verschoben.)



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