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  1. #5726
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    @Choranaptyxis: Es geht wohl darum, dass an/mit Covid-19 überwiegend Ältere sterben. Bei einer gestiegenen Anzahl an Älteren in der Bevölkerung müsste man auch eine höhere Anzahl an nicht durch Sars-CoV-2 bewirkten Todesfällen in dieser Altersgruppe erwarten.

    So etwa könnten die Poster bei Twitter, auf die sich hebdos Beitrag bezieht, argumentiert haben.



  2. #5727
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    Zitat Zitat von Choranaptyxis Beitrag anzeigen
    Wenn in Dtld aber immer mehr älter werden, müssten ja auch im Umkehrschluss weniger Jüngere sterben, was das ja ausgleichen sollte, oder?
    Die Sterbewahrscheinlichkeit in einem Kalenderjahr für ein Individuum steht natürlich in Relation zum Alter.
    Würde man z.B. eine Kohorte eines weltweiten gemeinsamen Geburtstages erfassen, dann könnte man hier einen Kaplan-Meier Plot zeichnen.
    Man würde nun unabhängig von Pandemien sehen, dass nach z.B. 150 Jahren 0 % noch am Leben sind. Nach 100 Jahren z.B. 1 % (rein spekulative Zahlen).
    Nun ist es so, dass wenn du 99 Jahre alt bist und bei 100 Jahren 1% noch Leben, aber bei 99 Jahren noch 2 % Leben, dann musst du davon ausgehen, dass dein relatives Risiko zu versterben 50 % beträgt.

    Wir gehen aus der allgemeinen Lebenserfahrung davon aus, dass Alter das individuelle Sterberisiko zu jedem Zeitpunkt des Lebens erhöht. (Man könnte morgens Tod im Bett liegen z.B.)
    Dem wird auch jeder zustimmen.

    Daher bringt ein Wegfall von "Jungen" statistisch keinen Ausgleich bzgl. der Sterbefälle in einem Kalenderjahr.

    Spannender als die Altersadjustierung ist die Mittelung der Vorwerte. Bis zu welchem Jahr vergleicht man die Sterbezahlen?
    Es würde z.B. keinen Sinn machen sie mit 1945 zu vergleichen.
    Ich stelle mir die Schlagzeile vor:
    "Keine Übersterblichkeit, Sterberate 2021 wie 1945"
    Im Artikel würde man dann biometrisch korrekt rechnerisch Nachweisen, dass die Raten gleich hoch wären.
    Die Rechnung wäre dann sicher richtig, der Vergleich nur grob falsch.

    Und das ist das Spannende:
    Welcher Vergleich ist logisch sinnvoll?
    Wann empfinden wir einen statistisch signifikanten Effekt klinisch relevant?



  3. #5728
    gamo lefuzi nibe
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    "Eine Lähmung, wie es Hildmann behauptet, war es jedenfalls nicht, sagt Sievert. Es handle sich um eine Parese, eine Empfindungsstörung."

    https://m.tagesspiegel.de/berlin/tau.../26946942.html

    Oh man, wie viel Schwachsinn kann man eigentlich in einem Zeitungsartikel verbraten? Und wie schließt man zuhause einen Schlaganfall aus?



  4. #5729
    Diamanten Mitglied Avatar von Shizr
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    Zitat Zitat von h3nni Beitrag anzeigen
    Ja aber aber Altersadjustierung. Weil ja in Deutschland immer alle älter werden und es deswegen mehr 80-89 gibt, sollten da ja auch mehr Leute sterben, einfach weil es mehr in dieser Altersgruppe gibt. Ist das Argument.
    Nehmen wir mal die Auswertung vom Statistischen Bundesamt.
    https://www.destatis.de/DE/Themen/Qu...rbefaelle.html

    Wie erklärt "mangelhafte Altersadjustierung" den Sprung ab KW 43?

    Wenn das tatsächlich das Problem wäre, würde man ja eher erwarten, dass die Zahlen altersbedingt das gesamte Jahr leicht über den Vorjahresdurchschnitten liegen.

    Tun sie aber nicht. Es liegt immer mal wieder bei plusminus Null um den Vorjahresdurchschnitt, um verhältnismäßig plötzlich durch die Decke zu fliegen.


    Die Gesellschaft wird ja nicht plötzlich älter.

    Sondern bereits seit Jahrzehnten. Und ein allmählicher Prozess spiegelt sich natürlich eher langfristig in den Zahlen wieder.



  5. #5730
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    Zitat Zitat von Elite RDH Beitrag anzeigen
    Junge Erwachsene heißt? Nochmal: welche Evidenz besteht hier?

    Wie hoch ist die Mortalität in diesen Kohorten?
    Welchen Nutzen haben die Kinder?
    Die betreffende Person hat eine schwere restriktive Lungenfunktionsstörung mit einer VC von 0,47l. Das Risiko einen schweren Verlauf zu entwickeln ist vielleicht niedrig. Aber aus dem selben Grund, aus dem ich seit einem Jahr die Notaufnahme nicht mehr von innen gesehen habe, ist sie seit einem Jahr daheim. WENN man sich infiziert und WENN man einer derjenigen ist, der auch in jungen Jahren einen schweren Verlauf entwickelt, dann ists mit der Lungenfunktion vielleicht eher ungünstig. Und selbst ohne schweren Verlauf: Es gibt doch genug jüngere Leute, die zwar mit Covid nicht ins Krankenhaus mussten, aber noch Wochen bis Monate später über eine Leistungseinschränkung klagen. Die Jugendliche kann aktuell relativ normal die Schule besuchen, ich kann Vollzeit arbeiten. Was wenn eine Covid-Infektion uns die paar Prozentpünktchen an Lungenfunktion klaut, die dafür notwendig sind? Was hilft mir dann die Statistik? Dann doch lieber die Impfung zumal ja z.B. in Israel aktuell auch schon viele Jugendliche geimpft wurden.



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