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Aktive Benutzer in diesem Thema

  1. #831
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    Zitat Zitat von daCapo Beitrag anzeigen
    Als Facharzt hat man dann wieder normale Arbeitsbedingungen und erfährt mehr Respekt für seine Arbeit.
    Das gilt nicht für Anästhesiologie...



  2. #832
    Diamanten Mitglied
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    Das gilt in vielen Kliniken für viele FÄ nicht, da zwischenzeitlich die Weiterbildung so unterirdisch ist, dass man mit Erreichen des FA quasi erst in die relevanten Funktionen nach und nach eingeführt wird. Hauptsache möglichst lang in Abhängigkeit halten. Und so lange ist man natürlich auch der DvD.



  3. #833
    Randale und Hurra!
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    Lass es. Du wirst nur bitter enttäuscht sein und sehr schnell maximal frustriert.

    In den meistens Fächern ist die Medizin tatsächlich ein Bürojob. Ich muss auch immer wieder über mein früheres Ich lachen, das Ärztin werden wollte um nicht den ganzen Tag am Schreibtisch zu sitzen und jetzt ca. 85 % seines Arbeitstages am Schreibtisch verbringt.... Kostendruck ist auch in der Medizin kein Fremdwort und die schon mehrfach angesprochene „weiche“ Indikation häufiger als man es sich vorstellen kann. Und ich saß mehr als einmal in einer Besprechung in der der Chefarzt darauf hingegebenen hat, dass zuviel Medikament X verabreicht wurde und dass das zu viel Geld gekostet hat.

    Klar, man hilft auch Menschen und rettet man sogar mal ein Leben. Aber man geht sicher nicht jeden Tag mit dem befriedigenden Gefühl nach Hause, dass man die Welt ein bisschen besser gemacht hat. Die meiste Zeit arbeitet man auch als Arzt nur Routinen ab und selbst Menschen helfen wird irgendwann mal zur Routine.Und zu guter letzt sind Patienten oft gar nicht so dankbar wie man denkt. Selbst wenn man ihnen hilft und ihr Leben besser macht oder gar rettet, wird sich noch über das eklige Essen und die unbequeme Matratze beschwert.

    Der Arztberuf hat auch gut Seiten und ich bereue meine Berufswahl definitiv nicht aber mit deinen Gründen und Vorstellungen wirst du nur enttäuscht und frustriert sein. Diesen Weg würde ich an deiner Stelle nicht gehen.



  4. #834
    Registrierter Benutzer Avatar von Cor_magna
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    Ich sehe das so: Wenn du nach den genannten Ansichten hier immer noch Bock auf Arztsein hast, bzw. überzeugt bist, dass du dahin willst, dann gönn dir Aber stell dich drauf ein, dass es ne harte Mühle wird.

    Muss aber ein wenig relativieren: Ich kenne durchaus genug Ärzte, die ihre Tätigkeit als sehr sinnvoll empfinden, trotz der genannten Nachteile, und für einen gewissen Schlag Mensch ist das sehr wichtig. Die könnten NIEMALS auf Dauer einen Job im Konzern machen, wo im Endeffekt nix dabei raus kommt (muss grad irgendwie an den einen oder anderen Chirurgen denken, dem es extrem wichtig ist, die "Früchte" seiner Arbeit auch sehen zu können bzw das Gefühl zu haben die eigene Arbeit produziert irgendetwas greifbares).

    Oder die Jobs wo man die Kunden wirklich über den Tisch ziehen muss. Provisionsbasierter Vertrieb sag ich nur. Vor allem in der Banken und Versicherunsbranche wird mir von Bekannten gerne so einiges erzählt. Da wird der Kunde regelrecht verarscht. Wer da Moral hat dem wird sie ausgetrieben oder man endet am Strick. In dem Ausmaß hab ich das in der Klinik noch nicht mitbekommen, auch wenn hier nicht immer im besten Patientensinn gehandelt wird.

    Denke viele Ärzte können gar nicht nachvollziehen, wie wirklich sinnlos viele Tätigkeiten in der BWL und Finanzwelt sind, gibt ja den schönen Namen Bullshit Jobs hierfür... Ich würde da gerne so einige Zeitgenossen aus der Klinik da drüben sehen Die würden untergehen. Ganz anderes Setting. Die können froh sein, dass man in der Klinik auch mit miserablen Selbstvermarktungs und Netzwerkskills (die "weichen" Skills) einigermassen hoch kommt, das kannst du in der BWL Welt vergessen.

    Ich denke es kommt hier drauf an mit welchen Erwartungen man an das Ganze Thema Beruf, also auch den Arztberuf, rangeht.

    Allgemein denke ich, jede Berufssparte hat sein Päckchen zu tragen, die Ärzte haben sicherlich nicht das leichteste, aber bei weitem nicht so ein schweres wie das allgemeine Mimimi gerne suggeriert.

    Just my 2 cents.

    Edit: Ich Konnte im Laufe meines Lebens ein wenig Konzern bzw Unternehmensluft schnuppern, aber vll sagt ja noch jemand wie davo , als ehemaliger BWLER, was dazu.
    Geändert von Cor_magna (08.04.2021 um 20:03 Uhr)
    Ruhig und gelassen.



  5. #835
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    Naja echte Chirurgen könnten auch nie 2h Visite machen, über den grenzwertig normalen Calciumwert und irgendwelche Medikamente diskutieren mit bescheidenen Behandlungszielen... die würden auch vor Langeweile durchdrehen.

    Es ist eine lange Mühle,durch die man geht. 6 Jahre Studium, wo man praktisch nix verdient, viel lernen muss und mindestens 5 Jahre die arbiträre Facharztausbildung. Der Großteil meiner Kollegen hat länger gebraucht. Oftmals muss man erstmal Sein Fach finden. Das kostet alles viel sehr viel Zeit und die muss man haben.
    Ja es stimmt, die Chefärzte wollen die Ärzte in Weiterbildung möglichst lange abhängig halten durch lange Weiterbildung, Promotion oder befristete Verträge. Und ja auch in der Medizin Ist viel Routine. Es gibt auch einige Fächer und Ausbilder mit ganz humanen Arbeitszeiten, ohne Dienste und respektvollen Umgang miteinander. Die muss man aber suchen. Schlechte Stellen gibt es wie Sand am Meer.

    Als unglücklicher Anästhesist kann man in 2 Jahre Quereinsteigen in die Allgemeinmedizin.

    Chirurgie Ist ein tolles Handwerksfach, das aber auch rund um die Uhr betrieben wird in den meisten Fällen. Schau es dir einfach an.

    Fazit: Wenn es wirklich dein Ding ist, schau es dir an und entscheide dann.



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