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Aktive Benutzer in diesem Thema

  1. #821
    Diffeldoffel Avatar von tarumo
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    Zitat Zitat von Medizininteressentin87 Beitrag anzeigen
    Danke für den Link zum Video! Das gibt einen wirklich einen guten Einblick und hilft einen weiter. Die Kommentare überhaupt. Sonst kommt man nicht an solche ehrlichen Kommentare.
    Entsprechende Kommentare gibt es zuhauf in Foren von ZEIT, SPON usw.. Einfach dort einen Artikel zum Thema Ärztemangel/streiks/Krankenkassenfinanzen usw.. heraussuchen und man bekommt mit, wie ein erheblicher Teil der "lieben" Patienten so tickt.
    "An allem Unfug, der geschieht, sind nicht nur diejenigen schuld, die ihn begehen, sondern auch die, die ihn nicht verhindern"
    Erich Kästner, "Das fliegende Klassenzimmer"



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  2. #822
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    Ich habe 7 Jahre u.a. als (Investment) Banker gearbeitet. Nun will ich nochmal Medizin studieren.

    Ein Job gibt einem doch 2 Arten vom Kompensation: Geld & Sinn der Arbeit. Warum wird Medizin als Fach überlaufen? Bestimmt nicht weil man hier super reich werden kann, gewiss aber ganz gut verdient. Die Leute wollen keinen Bürojob, der zunehmend digitalisiert wird. Arzt ist ein freier Beruf mit einer großen sozialen Komponente. Zusätzlich sieht man in der Tätigkeit einen Sinn. In Konzernen geht es letztlich nur darum sich zu verkaufen und in Meetings am gescheitesten herumzulabern. Wir diskutieren bspw. über abstrakte rechtliche Strukturen. So etwas ist nicht lebensnotwendig für die Menschen. Wir haben uns unsere Welt zu kompliziert gemacht. Deshalb möchte ich noch umschwenken und einen wichtigen Beruf ausüben - Geld ist im Leben nicht wichtig, solange es für ein gutes Leben reicht.



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  3. #823
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    Die Zeit der "Selbstverwirklichung" und "Sinnhaftigkeit" ist im Zuge der DRG-Codierung und -Abrechnung längst begraben worden.
    Es werden immer mehr ärztliche Tätigkeiten auf anderes Personal übertragen, dafür kommt immer mehr Papierkram und Bürokratie auf einen zu. Gerade in der Inneren hat man je nach Abteilung das Gefühl, als Sekretariatsmitarbeiter tätig zu sein.

    Spoiler: Die deutsche Krankenhauslandschaft ist mindestens genauso gewinngeil wie die Privatwirtschaft. Mit der Gesundheit der Patienten wird Geld für die Klinikbetreiber und ihre Hauptaktionäre generiert. Was denkst du, warum es so viele Spondylodesen gibt? Oder Herzkatheter? Weil man es gut abrechnen kann...und nicht, weil wir international überproportional viele derartige Eingriffe wirklich benötigen.

    Wenn du wirklich was mit "Sinn" suchst und damit auf Medizin hoffst wirst du maximal enttäuscht werden. Such dir lieber was wirklich Sinnhaftes in deinem Privatleben (ehrenamtlich im Tierheim, in die Obdachlosenversorgung...).

    Wenn du dir mal 30 Minuten Zeit nehmen willst, die Reportage ist wirklich gut: https://www.zdf.de/dokumentation/zdfzoom/zdfzoom-aerzte-am-limit---kostendruck-statt-patientenwohl-100.html



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  4. #824
    Diamanten Mitglied
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    Zitat Zitat von asdff123 Beitrag anzeigen
    Warum wird Medizin als Fach überlaufen? Bestimmt nicht weil man hier super reich werden kann, gewiss aber ganz gut verdient. Die Leute wollen keinen Bürojob, der zunehmend digitalisiert wird. Arzt ist ein freier Beruf mit einer großen sozialen Komponente. Zusätzlich sieht man in der Tätigkeit einen Sinn.
    Nein ... einfach nur NEIN.
    Medizin wird überlaufen weil geschätzt 90% der Studienanfänger 18 Jahre alt sind und kein Schimmer von der Lebenswirklichkeit haben. Da stehen andere Motive im Vordergrund als purer Altruismus. Medien und Gesellschaft suggerieren ja erfolgreich Arzt sein wäre finanziell lohnenswert und genießt eine hohe gesellschaftliche Anerkennung. Letzteres stimmt sogar. Gegenüber deinem Arbeitgeber kannst du die Anerkennung aber suchen. Du wirst ausgequetscht wie eine Zitrone. Nachdem der Pflegenotstand über alle KH hereingebrochen ist, darfst du als AA jetzt auch zunehmend nicht originär ärztliche Aufgaben übernehmen. Weil auch nach oben hin die Luft dünn wird, haben OÄ kaum noch Interesse ihre AÄ in die wirklich wichtigen und interessanten Bereiche des Berufs einzuarbeiten. Mal abgesehen davon, dass man als AA im Prinzip gar keine Zeit mehr dafür hat, da man ja für die ganze andere Sch**** die tagsüber anfällt selbstverständlich zuständig ist.

    Naja, alles schon endlos diskutiert hier. Man kann uns allen nicht mehr helfen, wir machen es ja trotzdem weiter mit. Vielleicht studier ich auch nochmal und werde Investment-Bänker.



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  5. #825
    Registrierter Benutzer
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    Danke für Deine Antwort. Im privaten hab ich es auch schon versucht, aber als Vollzeitjob ist es nochmal was anderes. Man könnte auch da viel Bewegen und pro Bono arbeiten.

    Auch wenn ich mir hier viele Feinde mache: ich denke, dass die Vorteile privater Kliniken die Nachteile überwiegen. Wenn der Eigentümer im Risiko steht (Eigenkapital) wird er viel genauer auf die Versorgung der Patienten schauen (Reputation) und - passend zum Thema - die Arbeitsbedingungen und Attraktivität als Arbeitgeber im Auge behalten.

    Wir haben in Deutschland schon gesehen wohin es führt wenn der Staat alles regeln möchte. Das Ergebnis ist Willkür und Mismanagement.

    Was du beschreibst geht natürlich gar nicht, unnötige OPs sind Körperverletzung am Patienten und Betrug und müssen mit scharfen Gesetzen und Sanktionsmoglichkeiten bestraft werden. In anderen Sektoren kann man auch illegale Aktivitäten eindämmen, warum nicht in der Medizin.



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