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Aktive Benutzer in diesem Thema

  1. #51
    derzeit nicht wankelmütig Avatar von Relaxometrie
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    Zitat Zitat von pineapple Beitrag anzeigen
    Schließlich ist das medi learn Forum mit den 10 Personen, die sich an dieser Diskussion beteiligt und darauf gewartet haben, ein weiteres Mal ihre Verachtung gegenüber der Kirche und Gläubigen zu äußern, ja auch sehr sehr repräsentativ.
    Danke, dass Du mich von meinen Scheuklappen befreist. Ich hätte es ja nicht für möglich gehalten, dass es noch andere Quellen, außer dem MediLearn-Forum gibt



  2. #52
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    Zitat Zitat von Trüffel Beitrag anzeigen
    Man kann das drehen und wenden wie man will. Offene Diskriminierung auf Grund des Glaubens ist ein direkter Verstoß gegen das GG. Dem zu begegnen mit Argumenten der Marke "die Kirche darf das, weil isso" oder "Wenn es dir nicht passt, geh doch" bringt einen ziemlich langen Rattenschwanz an weiterführenden Implikationen mit sich.
    Eigentlich habe ich das nur gefragt, weil mich wirklich interessiert, ob man mehr Geld verdient oder ob die Arbeitsbedingungen anders sind. Überlege nämlich evtl. an einem evangelischen Haus anzufangen, mein Tertial war dort sehr angenehm. Mitglied in einem Verein= Kirche heißt ja nicht unbedingt, dass man gläubig sein muss, oder?



  3. #53
    Summsummsumm Avatar von Feuerblick
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    Dass du nicht in der Kirche bist, muss ja auch nicht heißen, dass du nicht glaubst...
    Erinnerung für alle "echten" Ärzte: Schamanen benötigen einen zweiwöchigen Kurs mit abschließender Prüfung - nicht nur einen Wochenendkurs! Bitte endlich mal merken!

    „Sage nicht alles, was du weißt, aber wisse immer, was du sagst.“ (Matthias Claudius)



  4. #54
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    Zitat Zitat von Mukopolysaccharid Beitrag anzeigen
    Eigentlich habe ich das nur gefragt, weil mich wirklich interessiert, ob man mehr Geld verdient oder ob die Arbeitsbedingungen anders sind. Überlege nämlich evtl. an einem evangelischen Haus anzufangen, mein Tertial war dort sehr angenehm. Mitglied in einem Verein= Kirche heißt ja nicht unbedingt, dass man gläubig sein muss, oder?
    Naja, "müssen" ist halt relativ: natürlich ist es nicht so, dass dein Arbeitgeber vor der chir. Visite von Dir verlangt, erstmal zwei AveMaria zu beten oder in der Kantine dich gefälligst an alle in der Bibel verankerten Essensvorschriften zu halten.

    Es ist manchmal subtil, manchmal evident, manche Dinge sind Kleinigkeiten, andere gehen gar nicht:

    1. Kruzifixe halt überall
    2. In vielen Häusern arbeitest du mit Ordensschwestern. Die sind oft wahnsinnig nett und fleissig, bringen hier und da aber schon ihre Weltsicht mit, die man bei "normalen" weltlichen Pflegekräften eher selten trifft:
    Beispiel aus meiner Erfahrung bei kirchlichen Häusern: Fluchen ist nicht, auf Intensiv wird halt immer gebetet für den Sterbenden, es werden die typischen religiösen Schwurbelsätze zu den Angehörigen gesagt ("Gottes Wille, besserer Ort, unvermeidbar etc."), auch wenn man als Arzt da ne andere Meinung hätte, aber gut. Die sehen es auch nicht so gern, wenn man als Atheist dem Patienten was anderes erzählt (oder eben NICHT erzählt).
    Kommen schwule Patienten in die Behandlung, wird auch gerne mal von "Sünde" gesprochen. Ich habe es einmal erlebt, dass eine Schwester bei der Narkoseeinleitung - sobald der Patient eingeschlafen war - über ihn hergezogen ist, weil ja in der Bibel Sünde blablabla...
    3. Sobald du dich scheiden lässt, austrittst etc., bist du unten durch...
    4. Du riskierst, dass dein Privatleben viel mehr Gewichtung kriegt im Job. In nicht-kirchlichen Häusern interessiert es keine alte Sau, was du nach Feierabend machst. Es spricht sich vielleicht rum, dass du am WE Nachts ein Partyhengst bist, aber feuern wird dich erstmal keiner. In kirchlichen Häusern ist dein "Lebenswandel" viel relevanter.
    5. Ich habe es jetzt nicht selbst erlebt, aber wir kennen die Geschichten, in denen Patienten abgelehnt wurden, weil sie mit dem Weltbild der Kirche unvereinbare Krankheitsbilder haben oder Behandlungen wünschten.

    6. Die Bezahlung ist schlechter, soweit ich weiß.

    Aber natürlich: wenn du auf einer schönen Station bist, ist das medizinische Arbeiten nicht unbedingt schlechter. Ich persönlich würde nur ungern bei einem Arbeitgeber und anderen Mitarbeitern arbeiten, deren Weltbild diametral zu meinem steht und wo ich ständig das Gefühl hätte, ich bin privat nicht "christlich" genug.



  5. #55
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    Goro's Lair
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    Der Link ist übrigens dahingehend sehr interessant, dass die Kirchen zwar immer weniger Mitglieder haben - und schon sehr bald in der MINDERHEIT sein werden, aber Rekord-Einnahmen verzeichnen! Wie kann das sein? Na, solange die Kirchensteuer durch den Staat eingetrieben wird und an das Bruttoeinkommen gekoppelt ist - und kein Festbetrag - freut sich die Kirche über jeden Konjunkturanstieg. Die Gehälter steigen ja defacto, Kaufkraft/Inflation hin oder her. Nominell kriegt die Kirche also immer mehr Geld von immer weniger Mitgliedern. Noch.



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