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Aktive Benutzer in diesem Thema

  1. #11
    Toastbrot im Regen
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    Bei Arterien kann ich mir das ja eher mal noch vorstellen, der Draht ist ja super kurz und die ganze Angelegenheit ziemlich fummelig... Aber bei ZVKs?

    Ich hab mal versehentlich einen shaldon-Draht in einem ziemlich dicken, gestauten Hals subcutan getunnelt und er ließ sich dann nicht mehr ohne weiteres wieder rausziehen.. Musste schnell gehen, weil der Patient so dyspnoeisch war, bei uns in der Inneren schlafen die Patienten ja in der Regel nicht. Seitdem "rüttel" ich immer am Draht wenn der Dilatator drüber kommt. Rö Thorax ist bei hausintern uns übrigens Pflicht. Im Notfall kann man die wichtigsten Sachen aber dennoch schon laufen lassen.
    Geändert von ninakatharina (27.12.2020 um 14:06 Uhr)



  2. #12
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    Ich halte Möglichkeit 4 aus dem Eingangspost auch für mit Abstand am wahrscheinlichsten und würde sie deshalb mit Aufnehmen. Die Schuld kann man dabei aber unter Umständen nicht nur dem Ausführer der ZKV-Anlage geben, sondern muss auch den Umgang der Vorgesetzten mit Fehlern der jüngeren Kollegen hinterfragen. Oft wird eine offene Fehlerkultur leider quasi aktiv unterbunden.

    Die skurrilen Konsequenzen, die so ein Drahtverlust haben kann, sieht man z.B. hier:

    https://www.ijccm.org/doi/IJCCM/pdf/...ls-10071-23462



  3. #13
    Es gibt Studien, ... Avatar von Bille11
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    Zitat Zitat von GelbeKlamotten Beitrag anzeigen
    Ich halte Möglichkeit 4 aus dem Eingangspost auch für mit Abstand am wahrscheinlichsten und würde sie deshalb mit Aufnehmen. Die Schuld kann man dabei aber unter Umständen nicht nur dem Ausführer der ZKV-Anlage geben, sondern muss auch den Umgang der Vorgesetzten mit Fehlern der jüngeren Kollegen hinterfragen. Oft wird eine offene Fehlerkultur leider quasi aktiv unterbunden.

    Die skurrilen Konsequenzen, die so ein Drahtverlust haben kann, sieht man z.B. hier:

    https://www.ijccm.org/doi/IJCCM/pdf/...ls-10071-23462
    Da muss ich Dir voll und ganz zustimmen. Es ist kein individueller Fehler, der ggf sogar ahndbar ist, sondern sollte jederzeit als mögliches Risiko im Rahmen einer Katheteranlage gewertet werden und im Rahmen einer offenen Fehlerkultur kommuniziert und behandelt (Entfernung durch zB Gefässchirurgie) werden.
    harmlos, naiv & unschuldig.
    Gut bekannt mit lauter ehemaligen Chorknaben.

    "Leben ist nicht genug", sagte der Schmetterling.
    "Ich brauche Sonne, Freiheit
    und eine kleine Blume."



  4. #14
    Göttingen Registrierter Benutzer
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    Es ist interessant, dass es keine Pflicht-Dokumentation nach ZVK Anlage gibt um derartige Komplikationen zu verhindern.
    Im OP werden Tücher und Besteck am Ende abgezählt bevor ein Patient von Tisch kommt, das ist mittlerweile überall standard.
    Ein Abzählen des Bestecks am Ende der ZVK Anlage sowie ein Dokumentaionsbogen würde auch wenn noch mehr Papierkram lästig ist, einen evtl. dazu drängen das Material am Ende auf Fehlen oder etwaige Materialbrüche zu prüfen. Auch eine Pflicht zu einem Röntgen oder Alpha cardkontrolle wäre super weil hier evtl auch das Fehlen eines Drahtes bemerkt würde. Wobei es ja auch die ZVK-Katheter geben soll wo man das Alphacard so ableiten kann und gar nicht über den Draht, d.h. da fehlt dieser feedback leider weg.



  5. #15
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    Zitat Zitat von harrypotter9 Beitrag anzeigen
    Es ist interessant, dass es keine Pflicht-Dokumentation nach ZVK Anlage gibt um derartige Komplikationen zu verhindern.
    Im OP werden Tücher und Besteck am Ende abgezählt bevor ein Patient von Tisch kommt, das ist mittlerweile überall standard.
    Ein Abzählen des Bestecks am Ende der ZVK Anlage sowie ein Dokumentaionsbogen würde auch wenn noch mehr Papierkram lästig ist, einen evtl. dazu drängen das Material am Ende auf Fehlen oder etwaige Materialbrüche zu prüfen.
    Unangemessener Aufwand, der in keiner Relation zum Nutzen steht meiner Meinung nach. Wie viele verlorene ZVK Drähte hast du denn schon in der Realität gesehen? Mir ist in 4 Jahren Radiologie noch kein einziger untergekommen. Weder in den tausenden selbst befundeten Röntgenbildern, noch in irgendeiner Besprechung. Und in einem Jahr angiographischer Tätigkeit war ich mir nach jeder Intervention absolut sicher, dass kein Draht im Patient verblieben ist, ganz ohne zählen und dokumentieren des Materials nach dem Eingriff. So sicher, dass ich meine Approbation darauf verwettet hätte. Und das obwohl da auch mal 3 oder 4 verschiedene Drähte auf dem Tisch liegen.

    Ein Draht ist kein Bauchtuch, das du eventuell irgendwo reinstopfst und dich dann erstmal komplett anderen Sachen zuwendest. Wenn du einen Draht in einem Gefäß hast, dann brauchst du den in der Regel wenige Handgriffe später wieder. Wenn er dann nicht mehr da ist, dann merkst du das.

    Wie gesagt, hier muss eher an der Fehlerkultur gearbeitet werden, damit Assistenzärzte sowas nicht aus Angst vor dem Oberarzt versuchen zu vertuschen.

    Es gäbe unzählige andere Stellen, an denem man Kontrolle und Dokumentation verbessern könnte mit wesentlich mehr Nutzen.
    Geändert von GelbeKlamotten (27.12.2020 um 21:49 Uhr)



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