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  1. #1
    Registrierter Benutzer
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    Habt ihr eine Idee wie man den Grad der Gewebstraumatisierung durch Trauma oder Operationen quantifizieren könnte?
    Oder wie man die darauf folgende Immunreaktion charakterisieren kann?

    Für maligne Erkrankungen gibt es ja verschiedene Panels an Biomarkern und molekulare Signaturen. Macht so was auch für die Charakterisierung einer Immunantwort Sinn? Und wenn ja was würde man analysieren? Zellen aus peripherem Blut?

    Würde man da überhaupt schon nach wenigen Stunden bis Tagen einen Unterschied messen können? Beziehungsweise was müsste man messen das so dynamisch reagiert dass das der Fall wäre?

    Hab in der Literatur Marker wie IL-6, IL-1ß, HSPQ1A und anti-HSP70 gefunden. Weiß aber nicht ob die für diese spezielle Fragestellung geeignet wären. Dachte auch daran Immunzellen selbst zu analysieren, primär erstmal die Spiegel im peripheren Blut, vielleicht aber auch eine Dysfunktion oder morphologische Veränderung z.B. über Blutausstriche. Nur wie könnte man eine eventuelle Dysfunktion oder Dysregulation nachweisen?

    Gibt es außerdem die Möglichkeit Zellzerfall sehr dynamisch mit minimaler Latenz zu quantifizieren? Beispielsweise indem man bestimmte miRNAs oder Panels davon im peripheren Blut sichert? Macht so was Sinn?

    Und vor allem: Was davon ist halbwegs bezahlbar, das heißt auch mit limitiertem Budget durchführbar?

    Vielen Dank schonmal im Voraus für das Feedback!!



  2. #2
    Registrierter Benutzer Avatar von Rettungshase
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    Hm... aus meiner Erfahrung macht man das klinisch.
    Ich bin mir auch noch nicht ganz sicher, welchen Hintergrund deine Frage hat. Planst du eine Studie?

    Man kann bei der Sichtung des Labors (im Verlauf) auf die CK und die LDH schielen; letzten Endes bleibt das aber ohne Konsequenz. Postoperativ - klar - steigen akute Phase-Proteine erwartungsgemäß. Hier insbesondere leicht und günstig erkennbar an der CRP; deswegen würde ich sie aber auch nicht speziell bestimmen, da unspezifisch.
    I can't fix stupid but I can sedate it.



  3. #3
    Registrierter Benutzer
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    Danke erstmal für deine Antwort.

    Eine Studie wäre langfristig geplant, ja, vorerst würde ich aber erstmal für eine explorative Analyse ein paar Daten sammeln wollen um überhaupt zu sehen ob dieser Ansatz zu etwas führt.

    Klar könnte man Standardwerte wie Leukos und CRP betrachten, nur ob man daraus relevante Erkenntnisse über die ablaufende immunologische Reaktion herausfinden könnte halte ich für fraglich - zumindest keine Details. Dazu müsste man mehr über die jeweils vorherrschende Art an Immunzellen wissen, sowohl was deren Zahl als auch deren Funktion angeht.

    Habe auch überlegt ob zirkulierende miRNA eine Aussagekraft für solche Fragestellungen besitzen würden. Mittlerweile werden die zumindest für die Feststellung von zirkulierenden Tumorzellen viel gemessen, so dass es vielleicht sogar gar nicht so schwer wäre an die Technologie heranzukommen die dafür notwendig wäre. Bin halt nicht an einer Uniklinik tätig, was das nicht ganz so einfach macht.

    Auf jeden Fall sollten es Methoden sein die man auch an einem großen Nicht-Uniklinikum zur Verfügung hätte . oder auftreiben könnte.



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