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Aktive Benutzer in diesem Thema

  1. #1
    Registrierter Benutzer
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    21.02.2021
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    Hallo liebes Forum

    Vielleicht hat ja auch schon einer von euch diese Erfahrung gemacht.
    Ich bin seit fast drei Jahren Facharzt in einem chirurgischen Fach und bis zum Facharzt war auch immer alles klar. Ich woltle operieren, ich liebe es immer noch. Ich habe dauernd geningelt und mich reingehängt und und und, viel gelesen, viel gefragt, mein Chef hat mir für nach dem Facharzt ne oberarztstelle angeboten...
    Naja. die hab ich ausgeschlagen, weil ich "weiterkommen" wollte. Aber eigentlich wusste ich gar nicht genau was das heißen soll. Und dann hatte ich nach der Prüfung einen kleinen Zusammenbruch. Will ich irgendwie nicht mehr wusste was denn jetzt "als nächstes" kommt. Habe mich dann aufgerappelt, neue Stelle, viel eigenständig operiert, indiziert, Sprechstunde usw. (war einziger Facharzt fort für MEIN Fach, deshalb eigentlich auch mehr gemacht als woanders mancher Oberarzt)
    Dann durch headhunter seit 4 Monaten an neuem Haus als Oberarzt. Und wieder denke ich: und jetzt? Ich operiere immer noch gerne, aber irgendwie geht mir das drumrum immer mehr auf die Ketten.
    Früher war ich irgendwie bereit das mitzutragen, den Verwaltungskram, die Absicherungsmentalität, den Kostendruck.
    Aber ich habe irgendwie jetzt so eine Depristimmung und denke immer öfter "wofür?" Ich muss mich weiter (jetzt halt mit anderen Oberärzten um andere OPs) um die tollen OPs kloppen, Dienste ohne Ende, OP-Schwestern rollen mit den Augen wenn ich die PJler nähen lasse...
    Ich habe immer gedacht das Tolle an Medizin ist dass man immer noch was lernt, aber jetzt motiviert mich nicht mal das. Ich mache noch eine Zusatzbezeichnung und habe jettz schon Angst wenn dieses Ziel erreicht ist dass das nächste schwarze Loch kommt.
    Manchmal fürchte ich dass die ganze Zeit und die ganze Arbeit für etwas war wofür ich gar nicht wirklich brenne. Und dann ja baer alles umsonst war wenn ich jetzt anfange zu töpfern (oder freiberuflich Notarzt zu fahren, um mal klein anzufangen). Aber ich denke immer öfter daran "ganz was anderes" zu machen.
    Geht oder ging es euch ähnlich? Also so eine Krise obwohl man ja eigentlich das Schlimmste geschafft hat?



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  2. #2
    ist ach so unsensibel
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    18.10.2007
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    altes Häschen
    Beiträge
    1.866
    Wenn Du gern und gut operierst, dann brauchst Du eine Stelle, an der Du genau dafür geschätzt wirst. Die gibt es. Ich hab so eine.



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  3. #3
    Registrierter Benutzer
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    308
    Klingt für mich nicht so, als ob die Stellen selbst oder die fehlende Wertschätzung die Probleme seien. Offenbar hat der Threadsteller ja einen Job, der ihm inhaltlich prinzipiell Spaß macht. Wie sieht es denn abseits des Jobs aus im Privatleben?



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  4. #4
    RASS 0/-1 Avatar von MissGarfield83
    Mitglied seit
    14.03.2007
    Semester:
    palliatives Konzept
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    4.390
    gelöscht
    Geändert von MissGarfield83 (16.03.2021 um 11:45 Uhr)



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  5. #5
    Diamanten Mitglied
    Mitglied seit
    03.06.2002
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    Been there, done that... there was no T Shirt
    Beiträge
    3.904
    Wenn das Hirn Futter aka. Stimulation braucht, ist "more of the same" in der Praxis im Rahmen der GKV Versorgung vielleicht nicht das richtige. Am Anfang alles neu und spannend- nach ein paar Jahren einfach Routine, die man mehr oder weniger engagiert aus dem ff runterspult - und je nach Ausmaß der Kreditverpflichtungen gegenüber der Bank hängt man noch mehr in einem beruflichen Hamsterrad fest.

    Stattdessen würde ich anregen, auch mal außerberuflich einige Interessen zu verfolgen. Generell solltest du für dich einmal festlegen, welchen Stellenwert der Beruf in deinem Leben überhaupt spielen soll. Bist du Arzt mit Leib und Seele? Bist du "berufen" und beziehst einen großen Teil deines Selbstwertes aus der Arbeit? Gibt es neben der Arbeit noch anderes?

    Oder ist der Job einfach nur ein Mittel zum Zweck, der dir deinen Lebensunterhalt sichert- und bei genügend finanziellen Spielräumen auch Freiräume, um dich selbst zu entfalten? Welchen Raum gibt´s du Hobbies und Interessen? Wenn dich deine beruflichen Inhalte nicht mehr so herausfordern, was kannst du deinem Hirn als Alternative anbieten? Möchtest du neue Fertigkeiten erlernen- z.B. ein paar neue Sprachen, oder einen neuen Sport (ja, auch das Muscle Memory braucht ein bisschen Zeit- positiver Nebeneffekt auf deine Gesundheit nicht ausgeschlossen), oder tritt doch Mensa bei, dort findet man sicher etwas was dich interessiert und auch stimuliert. Auch ausgedehnte Reisen- und damit meine ich nicht durchorganisierte Pauschalreisen in 5 Sterne Anlagen- bieten einem auch eine andere Perspektive auf die Welt. Das Leben ist zu kurz, um seinen Fokus auf die Arbeit zu verengen. Die Welt hat einem neugierigen Geist viel zu bieten - vor allem, wenn dir dein Brotjob als Klinik OA das nötige Kleingeld ermöglicht, alles zu sehen, vieles zu probieren und neues zu lernen, ohne zu viel deiner begrenzten Lebenszeit für den Erwerb deines Lebensunterhalts aufwenden zu müssen



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