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Aktive Benutzer in diesem Thema

  1. #1
    Registrierter Benutzer
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    Hi alle

    ich weiß, dass es 1-2 Threads zu ähnlichen Themen gibt, aber gerade die Berufssituation dieser Kombination ändert sich zurzeit rasant und daher dachte ich, nach (aktuelleren) Tipps fragen kann ja nicht schaden

    Kurz zu mir: ich bin 22, schreibe gerade meine Masterarbeit in der Informatik (über ein medizinisches Thema, vorr. Abschlussnote Master tendiert Richtung sehr gut) und habe zuvor auch meinen Bachelor in der Informatik mit Nebenfach Medizin studiert. Da mein Bachelor zum Bewerbungszeitpunkt bereits abgeschlossen ist (Note: 1.8, also 3 Punkte), muss ich über die Zweitstudiumsquote gehen.

    In der Schulzeit habe ich als Teamleiterin im Robotik&Forschungs-Wettkampfteam mehrfach internationale Preise gewinnen dürfen, einige davon für unsere Forschungsprojekte. Direkt nach dem Abitur war ich 50/50 in der Entscheidung, Informatik oder Medizin zu studieren (es hätte für beides gereicht). Die Entscheidung fiel dann zugunsten des Informatik-Studiums mit Anwendungsfach Medizin, da ich damals den Eindruck hatte, das sei ein guter Kompromiss. Im Verlauf des Studiums habe ich im Rahmen des Studienprogramms mehrmals in Forschungsprojekten an der Schnittstelle Medizin + Informatik mitgewirkt (in Seminaren, Praktika, und Vorlesungen, sowie meiner derzeitigen Masterarbeit am Klinikum), aber nicht publiziert (erstes Paper ist in Arbeit, aber wird vor Bewerbungsende nicht veröffentlicht) -> Dies zu meinem "wissenschaftlichen Werdegang".

    Bzgl. beruflichem Werdegang:
    Ich habe in meinem bisherigen Studium mehrere Werkstudententätigkeiten im Software-Engineering Bereich gemacht, sowie zwei Praktika bei Google, ebenfalls Software-Engineering. Außerdem war ich als Freelancerin (App-Development) tätig. Zudem habe ich auch bereits in der Schule im Robotik-Wettkampfteam und in der Uni im Autonomen-Fahren-Studententeam Preise gewinnen können. Insofern hoffe ich, bei einigen Jobausschreibungen, die informatische (Berufs)erfahrung vorraussetzen, punkten zu können.

    Jetzt stellen sich mir mehrere Fragen:
    1. Instinktiv hätte ich wegen meiner überwiegend beruflichen Erfahrung (bzw. meiner nicht sehr ausgereiften wissenschaftlichen Erfahrung) eher auf berufliche Gründe gesetzt. Allerdings ist es sehr schwer, greifbare Berufe zu finden, die beide Fächer vorraussetzen - hier habe ich lediglich einen gefunden, und das auch nur, weil in Amerika der MD ein weiterführender Studiengang ist (gesucht wird jemand mit B.Sc. bzw B.Eng. + MD). Hat da jemand Erfahrungen, was man hier hinschreiben könnte? Eine einzige Ausschreibung wird hier ja wohl nicht reichen.
    2. Kann ich theoretisch mehrere Fallgruppen in meinem Schreiben begründen? D.h. ich würde es im Zweifelsfall vielleicht doch über die wissenschaftlichen Gründe probieren und die beruflichen als "fallback" trotzdem stehen lassen?
    3. Habe ich mit dem beschriebenen Werdegang überhaupt eine Chance auf wiss. Gründe? Ich habe mehrfach gelesen, dass hier eigentlich ein viel "reiferer" Wissenschaftler gesucht wird, nicht jemand, der erst kurz vor dem Masterabschluss steht. Auf der anderen Seite ist selbst die schlechteste wissenschaftliche FG gleichwertig wie "besondere berufliche Gründe".
    4. Zum finanziellen: Gerade als Freelancerin und gerade in der Informatik habe ich das große Glück, relativ frei arbeiten zu können. Ist es realistisch, neben dem Medizinstudium etwa 8h/Woche zu arbeiten?
    5. Konkret zur Bewerbung: Aufgrund meines bevorstehenden Abschlusses im Master bin ich ziemlich an meinen Ort (München) gebunden. Daher hätte ich jetzt erstmal nur München als Studienort angegeben. Doch es gibt ja andere Unis, bei denen die Messzahlen zumindest letztes WS niedriger waren als München, und die Tauschbörse. Macht es also eventuell Sinn, trotzdem auch bei anderen Unis mein Glück zu versuchen und dann ggf. mit Tauschbörse zu arbeiten? Woanders als in München zu studieren macht für mich eigentlich keinen Sinn.


    Ich freue mich über jeden Tipp und jeden Hinweis - wie alle hier wissen, ist ein Studienplatz leider ein ziemlich harter Kampf...


    P.S. Gerne auch über PNs, falls jemand nicht öffentlich schreiben will



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  2. #2
    Registrierter Benutzer
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    04.05.2021
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    2
    Ich vergaß zu erwähnen - eigentlich einer meiner Hauptfragen:

    Ich begründe zurzeit beruflich über "Leitung von Forschungsteams im Schnittpunkt Informatik und Medizin". Bei den Praktika bei Google habe ich nämlich Kontakt zu sogenannten Clinician Specialists oder Clinician Scientists bei Google Health/Ex-Deepmind bekommen - Leute, die Ärzte sind, aber auch (typischerweise) einen MD haben, und daher als Experten auf beiden Bereichen im Forschungsteam als Forschungsleiter eingesetzt werden. Solche Leute werden bei den meisten größeren Software-Firmen gesucht. Als Teamleiter werden dort auch nur Leute eingesetzt, die eben in beiden Bereichen tiefergehende Erfahrung haben, typischerweise eben zwei Abschlüsse. Hier stellt sich mir die Frage, ob ich das nicht besser über wissenschaftliche Gründe probiere? Wobei es dort dann wieder nicht konkret genug ist...

    Als zweite Begründung wurde mir von einem dieser Clinical Specialists der CMIO (chief medical information officer) vorgeschlagen, das ist jemand, der einen medizinischen Abschluss hat und im Krankenhaus für die Entscheidungen bzgl. IT zuständig ist - also auch tiefgehende Informatikkenntnisse vorweisen muss. Allerdings ist diese Berufsgruppe in Deutschland gefühlt noch nicht wirklich angekommen und selbst wenn, sind die Ansprüche hier weniger hoch (aka. es sind meistens "einfache" Ärzte).



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