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Aktive Benutzer in diesem Thema

  1. #6
    little red riding bitch Avatar von agouti_lilac
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    Ich kann mich meinen Vorrednern ebenfalls nur anschliessen.
    Ich würde versuchen, meine Erfüllung eher im privaten Bereich zu finden (davo hat da schon Anregungen gegeben).
    Man wird älter und die Arbeit wird anstrengender. Hast du als Mitte Vierzigjähriger und älter noch Bock auf Nachtdienste und das als Anfänger?
    Calvin: “It's psychosomatic. You need a lobotomy. I'll get a saw.”



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  2. #7
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    Auch mit dem Risiko, dass sich wieder Traditionalisten darüber aufregen, will ich dir zumindest von einer Möglichkeit erzählen, die für dich realistisch umsetzbar ist. Ich studiere an einer privaten Universität, EDU Medical College, das Studium dauert 5 Jahre und die Theorie wird ausschließlich online und auf englisch unterrichtet. Der praktische Teil wird in verschiedenen Lehrkrankenhäusern vermittelt. Das gute an dem Studium ist, dass man nicht ortsgebunden ist und seine Lernzeit sehr flexibel gestalten kann. Deshalb haben wir auch viele Studenten, die nebenbei beruflich tätig sind und auch schon Mitte/Ende 30 sind. Je nach Situation, kann das Studium sogar effektiv günstiger sein, als an einer staatlichen Uni. Es werden Leistungsstipendien und ein umgekehrter Generationenvertrag angeboten.



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  3. #8
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    Zitat Zitat von Fischpudding Beitrag anzeigen
    Auch mit dem Risiko, dass sich wieder Traditionalisten darüber aufregen, will ich dir zumindest von einer Möglichkeit erzählen, die für dich realistisch umsetzbar ist. Ich studiere an einer privaten Universität, EDU Medical College, das Studium dauert 5 Jahre und die Theorie wird ausschließlich online und auf englisch unterrichtet. Der praktische Teil wird in verschiedenen Lehrkrankenhäusern vermittelt. Das gute an dem Studium ist, dass man nicht ortsgebunden ist und seine Lernzeit sehr flexibel gestalten kann. Deshalb haben wir auch viele Studenten, die nebenbei beruflich tätig sind und auch schon Mitte/Ende 30 sind. Je nach Situation, kann das Studium sogar effektiv günstiger sein, als an einer staatlichen Uni. Es werden Leistungsstipendien und ein umgekehrter Generationenvertrag angeboten.
    Habe mir gerade den Internetauftritt dieses Studiengangs angeguckt. Also, ich möchte das per se jetzt auf keinen Fall schlechtreden, das KANN funktionieren. Ich möchte dann aber doch auf ein paar Risiken hinweisen:
    Offensichtlich ist dieses Studium in Malta zugelassen und darauf beruht die Möglichkeit nach den gültigen EU-Regeln später in einem anderen EU-Land seinen Abschluss anerkennen zu lassen.
    Jedoch: Regeln ändern sich und es ist gut möglich, dass so einem Fernstudium dann doch irgendwann ein Riegel vorgeschoben wird.
    Oder so etwas wie der Brexit passiert...hat es alles schon gegeben.
    Außerdem fällt auf, dass das Studium nur 5 Jahre dauert, und nicht 6. D.h. das Praktische Jahr am Ende fehlt. Ob man so in Deutschland die Approbation beantragen kann, halte ich für fraglich.
    Gab es da nicht auch die Geschichte, dass Deutsche, die in Polen studiert hatten (in Kooperation mit einem deutschen Klinikum) dann hinterher Schwierigkeiten hatten ihre Approbation zu bekommen?

    (Nach kurzer Recherche hier ein Link zu einem Artikel im Ärzteblatt dazu:https://www.aerzteblatt.de/nachricht...spitzt-sich-zu)

    Also mir wäre das zu unsicher. Das führt auch zu der Frage: Wie lange gibt es dieses Angebot überhaupt schon? Gibt es bereits Absolventen die erfolgreich in Deutschland arbeiten?

    Also ich hab da Zweifel



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  4. #9
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    @Fischpudding: Versteh mich nicht falsch, damit möchte ich dir auf gar keinen Fall dein Studium schlechtreden oder so. Wie gesagt, es kann ja auch funktionieren. Und eines ist auch klar: Manchmal muss man für etwas das man wirklich will Risiken in Kauf nehmen.

    Ich konnte das ganze nur nicht einfach so unkommentiert stehen lassen. Und meine persönliche meinung ist auch, dass ich von solchen Angeboten eher abraten würde.

    Um noch etwas Konstruktives für den Threadersteller zu schreiben:
    Thema Finanzierung: Die KfW vergibt staatliche Studienkredite (bis zu 650 Euro im Monat) bis zu einem Alter von 44 Jahren.
    Ansonsten gibt es auch noch sogenannte Bildungsfonds, die allerdings (weil privatwirtschaftlich und im Prinzip auf Gewinn ausgerichtet) später deutlich höhere Gebühren verlangen.
    An der Uni Witten/Herdecke gibt es einen privaten Medizinstudiengang, bei dem es wohl auch eine Förderung durch einen umgekehrten Generationsvertrag gibt.

    Also Möglichkeiten gibt es durchaus.
    Aber wie die anderen vor mir und auch ich schon geschrieben haben: Du solltest dir sicher sein, ob Du das wirklich willst und ob es sich lohnt. Auf jedenfall solltest Du dich vorher von einigen romantischen Vorstellungen zum Arztberuf trennen und dir bewusst sein, dass es ein sehr anstrengender Beruf sein kann (an dieser Stelle muss ich nochmal explizit auch Nachtdienste erwähnen, die ich mit zunehmendem Alter....äh..Erfahrung als immer anstrengender empfinde. Das nur als ausdrückliche Warnung)



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  5. #10
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    @Nefazodon Ich kann verstehen, wenn dir das als zu unsicher erscheint. Mir ging es anfangs ähnlich und habe mich nach intensiver Recherche dafür entschieden. Ich kann auch gerne sagen warum: Die Uni kooperiert mit der Fakultät für Gesundheit, Medizin und Lebenswissenschaften der Universität Maastricht. Seit letzter Woche ist der Dekan der Maastrichter Uni auch unser Dekan. Schon heute ist in den Beneluxstaaten das Studium anerkannt, sowie in der Schweiz. Ich gehe davon aus, dass auch Deutschland die Approbation automatisch erteilt. Sollte das Studium aber als ein ausländisches angesehen werden, muss das Curriculum genau geprüft werden und dann wird entweder die Approbation erteilt oder es muss noch ein PJ oder eine Anerkennungsprüfung abgelegt werden. Allein in Hessen haben 400 Ärztinnen und Ärzte so ihre Approbation erlangt. Und ich nehme an, dass mit zunehmender Digitalisierung auch das Studium immer etablierter wird. Vergleichbar ist das ganze vllt mit der PMU in Nürnberg, dort wird in 5 Jahren ein ausländischer Abschluss in Medizin erlangt, der in Deutschland automatisch anerkannt wird. Für mich überwiegen deshalb die Vorteile ganz klar die Risiken. Und ja Polen ist tatsächlich ein passendes Beispiel, wie deutsche Behörden Medizinstudenten Steine in den Weg legen. Letztendlich war der Druck aber so groß, dass die Behörden doch eine Arbeitserlaubnis erteilen mussten.



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