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Aktive Benutzer in diesem Thema

  1. #1
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    Guten Abend allerseits!

    In letzter Zeit überdenke ich häufig meine Entscheidungen auf dem Weg in das Berufsleben. Heute würde ich mich deshalb gerne einmal an Euch wenden, in der Hoffnung, einige "neutrale Meinungen", nützliche Tipps und neue Denkanstöße gewinnen zu können.

    Kurz zu mir:
    Ich bin aktuell 21 Jahre alt, habe vor einem Jahr (2020) erfolgreich mein Abitur geschrieben und bin mir sehr sicher, dass ich Medizin studieren und Arzt werden möchte. Allerdings lässt es sich für mich nicht sinnvoll vereinbaren, ein Medizinstudium aufzunehmen, ohne meinen Wohnsitz zu wechseln. Soweit so gut; allerdings habe ich mich aus privaten - und hauptsächlich - familiären Gründen dazu entschlossen, zum jetzigen Zeitpunkt nicht umzuziehen. Das wird zwar definitiv nicht für immer so bleiben, es ist allerdings nicht sehr wahrscheinlich, dass sich in den nächsten ein bis zwei Jahren daran viel verändern wird.

    Um es auf den Punkt zu bringen, besteht meine Problematik darin, dass ich das Medizinstudium erst ungefähr drei bist vier Jahre nach meinem Abitur beginnen möchte. Zu diesem Zeitpunkt wäre ich zwischen 25 und 26 Jahre alt. Hierbei stellt sich mir natürlich die Frage, wie sich das später auf meine beruflichen Möglichkeiten auswirken wird. Natürlich ist es vorteilhaft, möglichst jung seinen Abschluss in der Tasche zu haben, aber wie schlimm ist diese Verzögerung nun wirklich?

    Damit ich später in meinem Lebenslauf möglichst keine Lücken angeben muss, habe ich mich direkt nach meinem Abitur dazu entschieden, ein Fernstudium in Informatik zu beginnen. Da ich mir die Zeit hierbei frei einteilen kann, kann ich auch wirklich ernsthaft daran arbeiten und habe gleichzeitig weiterhin die Möglichkeit, mich um meine "Familiensituation" zu kümmern. Für mich schien das die beste Möglichkeit zu sein, das Beste aus einer blöden Lage zu machen. Bislang gefällt mir das Studium auch recht gut, an meinen Wunsch, Arzt werden zu wollen, hat sich allerdings nichts verändert.
    Aus diesem Grund würde ich gerne mein Informatikstudium bis zum fünften Semester weiterführen und lediglich die Bachelorarbeit noch nicht schreiben.

    Nach diesen fünf Semestern würde ich mich schließlich gerne für Medizin bewerben. Angesichts dessen, dass ich zu diesem Zeitpunkt noch keinen akademischen Abschluss habe, kann es sich dann doch auch nicht um ein Zweitstudium handeln, oder übersehe ich hierbei etwas?

    Wie genau ich es dann mit dem Rest meines Informatikstudiums handhaben möchte, weiß ich ehrlich gesagt noch nicht genau. Da mir die Fernuniversität allerdings keine Fristen für das Anfertigen der Bachelorarbeit setzt, könnte ich es mir vorstellen, diese Arbeit - insofern es sich ermöglicht - neben dem Medizinstudium noch fertigzustellen.
    Angenommen ich wäre nun in einem höheren Semester des Medizinstudiums, beispielsweise im dritten, und beende zu diesem Zeitpunkt mein Informatikstudium erfolgreich, dann wird mein bereits begonnenes Medizinstudium zum Zweitstudium, oder täusche ich mich hierbei? Könnte es dann sein, dass ich selbst in einem höheren Semester deshalb noch meinen Studienplatz verliere, oder gelten die Hürden, die es für ein Zweitstudium in Medizin gibt, nur bei der Bewerbung (zum ersten Semester)?

    Es würde mich abschließend noch sehr interessieren, welche Aussichten ihr mir mit diesem Vorhaben auf der zukünftigen Suche nach einem Arbeitsplatz prognostizieren würdet. Selbstverständlich ist ein Fachwechsel nach Ende des fünften Semesters etwas sehr spät, gleichzeitig könnte ich es mir aber sogar vorstellen, dass sich bestenfalls sogar Vorteile auf dem Arbeitsmarkt ergeben könnten. Immerhin sind Medizin und Informatik Studiengänge, deren Kombination in manchen Fachgebieten, beispielsweise in der Neurologie, vielleicht überhaupt nicht so unglaublich abwegig sein könnten.

    Ich würde mich wirklich sehr über Euer Feedback freuen!



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  2. #2
    Diamanten Mitglied
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    Es ist nur der Bewerbungszeitpunkt entscheidend. Wenn du zum Bewerbungszeitpunkt noch kein Studium an einer deutschen Hochschule abgeschlossen hast, ist die Zweitstudienquote für dich irrelevant. Was danach passiert, ist ebenfalls irrelevant.

    Und bzgl. Karrierechancen - es gibt in der Medizin Stellen ohne Ende. In der Neurologie genau wie in vielen anderen Fächern. Macht meines Erachtens keinen Unterschied.



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  3. #3
    Registrierter Benutzer
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    Bei den Berufsaussichten würd ich mir keine Sorgen machen.

    Jedoch sollte man sich im klaren sein, dass deine Pläne Auswirkungen auf deine Finanzierungsmöglichkeiten (Kindergeld fällt weg, nicht mehr Familienversichert, usw.) haben und der Einstieg ins Medizinstudium mit 26 schwerer war (u.a. langer Abstand zum Unterrichtsstoff der Oberstufe). Zudem startest du mit 32 / 33 J. erst ins Berufsleben, bis dahin ggf. keine Altersvorsorge und keine Rentenzahlung.
    Daher würd ich mir an deiner Stelle schon überlegen, ob's nicht früher möglich wär. Aber das kannst nur du entscheiden ;)



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  4. #4
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    Wenn du ortsgebunden bist und Medizin studieren willst, wäre meine Uni vllt was für dich. Auch wenn viele etwas an der EDU auszusetzen haben, bin ich sehr zufrieden



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  5. #5
    Registrierter Benutzer
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    Wieso arbeitest du nicht daran möglichst schnell mit dem Studium anzufangen? Du schreibst ja, dass du das Medizinstudium bewusst erst später aufnehmen möchtest? Welche Gründe hat dies denn wenn ich fragen darf? Für mich ist es zum Beispiel nicht ersichtlich, dass man ein Informatikstudium beginnt, obwohl man dann später für den Rest seines Lebens (nach erfolgreichen Absolvieren des Medizinstudiums) als Arzt arbeiten möchte. An Finanzierungsproblemen kann es ja nicht liegen, da ein Fernstudium in aller Regel Geld kostet. Hmm. An deiner Stelle würde ich den TMS schreiben und zusätzlich eine Ausbildung machen (je nachdem wie dein Abidurchschnitt ist), um möglichst schnell anfangen zu können. Lg



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