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Aktive Benutzer in diesem Thema

  1. #11
    Diamanten Mitglied
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    Fakt ist, dass das Arbeiten in sehr vielen Fächern einfach deutlich schlechter mit einem geregelten Leben kompatibler ist als das in anderen Bereichen mit ähnlicher Vorbildung der Fall ist.

    Gerade in Fächern/Bereichen, in denen man zumindest zwischendurch in einem Wechselschichtsystem arbeitet merkt man das leider überdeutlich. Man muss wirklich um jedes Treffen und jedes Hobby kämpfen, das man da irgendwie mit in den Plan quetscht. In Bereichen mit 24h-Bereitschaftsdiensten geht das - meiner Meinung nach - deutlich einfacher. Aber auch da gibt es Probleme, zum Beispiel die lächerliche Bezahlung für die "Bereitschaft", wenn man eigentlich nicht bereitschaftet, sondern durcharbeitet (aber das ist ein ganz anderes Thema).

    Je nach Größe der Abteilung hat man mal mehr oder weniger Dienste, aber auch die Dienstbelastung selbst variiert teils stark. Zwischen "Powernap und dann Sport und Einkaufen" und "nichts außer Schlafen, abends duschen, weiterschlafen" ist leider alles drin.

    Homeoffice-Möglichkeit besteht nur am Rande in ein paar Bereichen. Ob man das gut (mehr soziale Kontakte) oder schlecht (auch bei schlimmstem Wetter, krankem Kind, whatever wird Anwesenheit in den meisten Abteilungen erwartet) findet bleibt einem selbst überlassen.

    Nur, weil man die entsprechenden Noten im Abi geschafft hat, muss man nicht zwangsläufig Medizin machen. Ich glaube, die Zeit hat mal sehr treffend Medizin als den "Brotberuf der Begabten" bezeichnet. Fakt ist: Leistung lohnt sich hier auf Grund der sehr straffen Hierarchien im Vergleich deutlich weniger als in anderen Branchen. Ob du der 80h+ Schufter oder der 42h Chiller bist über den sich alle aufregen - die Gehaltserhöhungen kommen für beide im gleichen Rahmen. Erst im Bereich Praxis/Oberarzt ist man wirklich an dem Punkt, an dem man außertariflich verhandeln könnte. Wenn ich mal grob überschlage habe ich ein Stundennetto von 11,25€ bekommen. Ob das jetzt viel oder wenig ist bleibt der persönlichen Interpretation überlassen.

    Ich selbst würde es aber ziemlich sicher nicht nochmal studieren, wenn ich 18 wäre und ein deutlich breiteres Bild von der Gesamtsituation unseres Gesundheitssystems hätte als damals, als ich mich beworben hatte.



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  2. #12
    Diamanten Mitglied
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    @ Nafazodon
    Es ist tatsächlich so, dass ich eine gute Weiterbildungsstelle hatte. Großes Haus, noch kein Maximalversorger, nettes Team inkl. flache Hierarchien ohne tobende Oberärzte. Klar hatten wir auch Zeiten in denen die Besetzung bescheiden war und auch mal 2x 18 Betten alleine hatten - tatsächlich aber dann doch auch mal mit Unterstützung des OA. In guten Zeiten dann die die 2x 18 Betten mit drei Ärzten.



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  3. #13
    Diamanten Mitglied
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    Zitat Zitat von Feuerblick Beitrag anzeigen
    Andererseits gibt es auch Fachrichtungen, in denen man durchaus angemessen in Bezug auf den Arbeitsaufwand bezahlt wird, wenig Überstunden macht, sich in den Diensten nicht kaputtarbeitet und damit sowohl Familien- als auch Hobby-kompatibel ist.
    Das kann man genau so auch über jeden anderen Beruf sagen. Die Frage ist immer, wie häufig sich das dann in Wirklichkeit realisieren lässt. Medizin ist ein 24/7 Business und das wird sich auch nicht ändern. Es gibt viele Berufsgruppen, da ist Wochenend-/Nachtarbeit schlichtweg nicht vorgesehen und die Bezahlung stimmt dennoch. Was andere Berufsgruppen davon abgesehen für Nacht- und Feiertagsarbeit ansetzen, davon träumt der Mediziner nur. Wenn einem geregelter Arbeitsalltag für halbwegs gute Bezahlung wichtig ist, der sollte dies besser nicht in der Medizin suchen (meine Meinung). Zudem wird ein solcher Zustand vor abgeschlossener Weiterbildung + Praxisinhabe wohl kaum auftreten.



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  4. #14
    Summsummsumm Avatar von Feuerblick
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    Doch, ein solcher Zustand kann durchaus in der Weiterbildung bestehen. Dass die Medizin kein Job ohne Dienste an Wochenenden, Feiertagen und in Nächten ist, weiß man vorher. Wenn man das aber akzeptiert, kann man sehr gute Arbeitsbedingungen finden - man muss halt schauen, ob es uuuunbedingt die Innere oder Chirurgie sein muss.
    Erinnerung für alle "echten" Ärzte: Schamanen benötigen einen zweiwöchigen Kurs mit abschließender Prüfung - nicht nur einen Wochenendkurs! Bitte endlich mal merken!

    „Sage nicht alles, was du weißt, aber wisse immer, was du sagst.“ (Matthias Claudius)



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  5. #15
    Diamanten Mitglied
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    Zitat Zitat von Feuerblick Beitrag anzeigen
    Doch, ein solcher Zustand kann durchaus in der Weiterbildung bestehen. Dass die Medizin kein Job ohne Dienste an Wochenenden, Feiertagen und in Nächten ist, weiß man vorher. Wenn man das aber akzeptiert, kann man sehr gute Arbeitsbedingungen finden - man muss halt schauen, ob es uuuunbedingt die Innere oder Chirurgie sein muss.
    Oder die Pädiatrie.



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