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Aktive Benutzer in diesem Thema

  1. #16
    Diamanten Mitglied
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    Oder.. oder.. oder...
    Also die Neurologen, Radiologen, Pathologen, Gynäkologen mit denen ich bisher klinikintern im Kontakt war, haben mir auch nicht gerade mit Lächeln auf den Lippen von ihren Arbeitsbedingungen erzählt. Was nach der Klinik kommt, kann natürlich deutlich besser sein. Aber auch da gehört Glück dazu.



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  2. #17
    Gold Mitglied
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    Zitat Zitat von Mr. Pink online Beitrag anzeigen
    Oder.. oder.. oder...
    Also die Neurologen, Radiologen, Pathologen, Gynäkologen mit denen ich bisher klinikintern im Kontakt war, haben mir auch nicht gerade mit Lächeln auf den Lippen von ihren Arbeitsbedingungen erzählt. Was nach der Klinik kommt, kann natürlich deutlich besser sein. Aber auch da gehört Glück dazu.
    Bezogen auf die meisten erwähnten Fachrichtungen kann ich mir denken, dass die Dienste arbeitsintensiv und anstrengend sind...
    Neurologen: Schlaganfälle, epileptische Anfälle, Kopfschmerzen, unklare Symptomatik aller Art, die neurologischen Ursprungs sein KÖNNTE =hohe Dienstbelastung, vergleichbar mit der Inneren
    Gynäkologie: Geburten finden oft nachts statt =hohe Dienstbelastung; außerdem besteht in allen operativen Fächern ja eine latente Doppelbelastung mit OP/Station
    Radiologie: Notfallbildgebung für alle Fachrichtungen, inklusive der CTs und Angios für die Neurologen, der Schockräume für die UCs... =hohe Dienstbelastung mit Akkordbefundung...

    Aber was ist denn eigentlich mit den Pathologen? Da hab ich ehrlich gesagt wenig Erfahrung...haben Pathologen überhaupt Nachtdienste? (Edit: Damit möchte ich keinesfalls sagen, dass die Pathologen es einfacher haben...ich könnte mir nur vorstellen, dass das tatsächlich eher ein Bereich ohne Nachtdienste ist)

    Zitat Zitat von Feuerblick
    Doch, ein solcher Zustand kann durchaus in der Weiterbildung bestehen. Dass die Medizin kein Job ohne Dienste an Wochenenden, Feiertagen und in Nächten ist, weiß man vorher. Wenn man das aber akzeptiert, kann man sehr gute Arbeitsbedingungen finden - man muss halt schauen, ob es uuuunbedingt die Innere oder Chirurgie sein muss.
    @Feuerblick: Ja, natürlich, Dienste gehören in der Medizin dazu. Allerdings kommt die Frage hier ja gerade von jemandem, der *noch* nicht Medizin studiert und sich deshalb vorab über die Arbeitsbedingungen informieren möchte....was ich für sinnvoll halte.
    Und dann muss man das Thema Dienste, und was sie TATSÄCHLICH bedeuten auch offen kommunizieren finde ich...
    Die Crux ist ja: Meistens ist die Arbeitsbelastung im Dienst höher als in der Regelarbeitszeit, weil man alleine ist.
    Und ich weiß nicht, ob das allen Aspiranten von vornherein immer so klar ist.
    Außerdem muss man sich bewusst machen, dass man für eine sehr lange Zeit sehr wahrscheinlich mindestens auf jedes zweite Wochenende verzichten muss (im Schnitt). Auch das ist nicht unbedingt jedem Bewerber für das Studium klar. Selbst wenn der bloße Fakt, dass es so ist, bekannt sein sollte, weiß glaube ich nicht jeder, WIE anstrengend das auf lange Sicht sein kann.
    Deswegen denke ich, ist dieser Thread der Ort es einmal anzusprechen.

    Natürlich gibt es auch Fächer ohne oder mit geringerer Dienstbelastung. Zur Wahrheit gehört aber auch, dass das häufig die kleineren Fächer sind und dass es in diesen Fächern wiederum schwieriger ist eine Weiterbildungsstelle zu bekommen. Also solche Stellen sind schon seltener. Außerdem ist oft ein Jahr Innere oder "unmittelbare Patientenversorgung" Pflicht, sodass man um die Dienste eben nicht ganz herum kommt.

    Aber das soll natürlich niemanden davon abhalten, seinen "Traum" zu verwirklichen. Wenn man schon die ganze Zeit daran denkt Medizin zu studieren, sollte man es eben auch versuchen. Nur sollte man sich eben auch ganz genau bewusst sein, auf was man sich einlässt: Dass die Arbeitsbelastung hoch ist, ohne wenn und aber, und, dass nicht wenige nach dem Facharzt deswegen aus der Klinik in die Niederlassung "fliehen".

    Andererseits: Medizin ist ein tolles Fach. Es ist breit gefächert und bietet viele Möglichkeiten. Es ist interessant, wenn man sich für menschliche Biologie interessiert und/oder Wissenschaft begeistert. Man hat, wenn man die Arbeitsbedingungen zumindest eine Zeit in Kauf nehmen kann, einen sicheren Job. Es ist ein sinnvoller Job, in dem man das Gefühl haben kann, Menschen zu helfen. Die Bezahlung könnte besser sein, aber das Einkommen ist gut (ich denke 80-85% der Menschen in D werden weniger verdienen). Der Beruf ist immer noch mit Prestige verbunden (zumindest in der Welt außerhalb des Gesundheitswesen)....
    Also es gibt natürlich auch Vorteile.
    Nicht zu vergessen: die, die hier kommentiert haben, haben auch alle Medizin studiert und es durchgezogen (vermutlich..). Selbst die, die jetzt warnen.

    Es gibt also gute Gründe, die für ein Medizinstudium sprechen, ebenso gute Gründe, die dagegen sprechen.

    Wichtig ist, sich vorher zu informieren.
    Dem Threadersteller (und allen anderen, die sich dafür interessieren) möchte ich raten, möglichst auch noch andere Informationsquellen zu konsultieren. Eventuell gibt es an einer Uni einen "Tag der offenen Tür", an dem auch ein Arzt referiert, oder man macht noch ein Praktikum, und bittet die Ärzte bei 1-2 Wochenend/Nachtdiensten dabei sein zu dürfen...
    Geändert von Nefazodon (23.07.2021 um 21:47 Uhr)



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