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Aktive Benutzer in diesem Thema

  1. #1
    Registrierter Benutzer
    Mitglied seit
    27.08.2021
    Beiträge
    8
    Hallo,

    ich überlege seit Monaten meinen "alten Traum" zu verwirklichen und das Medizinstudium zu beginnen sobald ich mein Erststudium abgeschlossen habe.

    Ich habe hier im Forum einige Posts von "Spätberufenen" über 30 gelesen, trotzdem würde es mir weiterhelfen weitere Erfahrungsberichte und Anregungen zu lesen.

    Ich denke vor allem an:
    - Finanzierung, da ich meine Eltern nicht weiterhin finanziell belasten will/kann
    - "mentale Belastung" fast ein Jahrzehnt lang auf Prüfungen zu lernen
    - späteres "vergleichen" mit Freunden die schon fest im Berufsleben sind
    - 6 Jahre an den Studienort "gebunden" zu sein
    - eventuelle Nachteile später im Berufsleben gibts wohl keine aufgrund des Ärztemangels oder?
    - Familienplanung als Frau (für mich persönlich sekundär da es sowieso nicht 100% planbar ist und man in der Assistenzarzt-zeit ja normal verdient und in Mutterschaft gehen kann)

    (Studienplatz bekommen usw. bitte mal außen vor lassen danke)

    Vielen Dank! Bin gespannt



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  2. #2
    Summsummsumm Avatar von Feuerblick
    Mitglied seit
    12.09.2002
    Ort
    Let the bad times roll!
    Beiträge
    35.150
    Du glaubst gar nicht, wie viele Leute hier im Forum und im wahren Leben vor ihrem Studium eine Ausbildung gemacht haben oder bisher Wartezeit in Kauf nehmen mussten.
    Finanzierung musst du selbst sehen, mentale Belastung ist kein Problem. „Vergleichen“ mit Freunden im Berufsleben - habt ihr keine anderen Themen? Gebunden bist du beim Arbeiten auch an einen Ort. Nachteile im Berufsleben wird es wegen der paar Jahre nicht geben.
    Kurz: Wenn du unbedingt Medizin studieren willst und dir bewusst bist, dass die Arbeitsbedingungen als Assistenzarzt in vielen Kliniken und Fächern nicht sonderlich rosig sind… dann mach es. Mit 24 bist du noch sehr jung.
    Erinnerung für alle "echten" Ärzte: Schamanen benötigen einen zweiwöchigen Kurs mit abschließender Prüfung - nicht nur einen Wochenendkurs! Bitte endlich mal merken!

    „Sage nicht alles, was du weißt, aber wisse immer, was du sagst.“ (Matthias Claudius)



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  3. #3
    Randale und Hurra!
    Mitglied seit
    27.04.2012
    Ort
    Kruppstahl und Beton
    Semester:
    durch.
    Beiträge
    4.598
    Ich habe mit 23 angefangen und bin mit 30 Jahren fertig geworden.

    Zitat Zitat von medr Beitrag anzeigen
    - Finanzierung, da ich meine Eltern nicht weiterhin finanziell belasten will/kann
    Finanzierung ist ein weites Feld und immer von der individuellen Situation abhängig.
    Ich habe vorher eine Ausbildung gemacht und in meinem Ausbildungsberuf weitergearbeitet. Ich bin auch das komplette Studium meinen Arbeitgeber treu geblieben und hatte da letzten Endes des Luxus, dass ich für ein sehr gutes Gehalt ein maximal flexibles Arbeitszeitmodell hatte. So in der Form lässt sich das vermutlich bei meinen Arbeitgeber (und auch nur wenn man da vorher schon gearbeitet hat) realisieren.

    Du musst halt schauen, was für dich persönlich machbar und sinnvoll ist.

    - "mentale Belastung" fast ein Jahrzehnt lang auf Prüfungen zu lernen
    Das hat doch aber nichts mit den Alter zutun….

    - späteres "vergleichen" mit Freunden die schon fest im Berufsleben sind
    Neue Freunde suchen
    Ich war eine der ersten in meinem Freundeskreis, die mit dem Studium fertig geworden ist. Und diejenigen, die bereits im Berufsleben war, hatten Ausbildungen gemacht und standen an ganz anderen Punkten im Leben. Stand halt selbst eigentlich auch schon im Berufsleben und habe immer gearbeitet, da hatte ich nicht das Gefühl, dass ich irgendwie schlechter wegkomme.

    - 6 Jahre an den Studienort "gebunden" zu sein
    Das muss ja nichts Schlechtes sein. Ich bin zwischen Abitur und Physikum ca. 10 Mal umgezogen. Hab für die Klinik nochmal die Uni wechseln müssen und fand’s total super zu wissen, dass mit der Klinik erstmal mehrere Jahre am selben Ort bleiben. So gut, dass ich auch zwei Jahre nach Ende des Studiums noch genau da bin.

    - eventuelle Nachteile später im Berufsleben gibts wohl keine aufgrund des Ärztemangels oder?
    Bin seit heute im 3. WBJ und noch nie hat sich jemand für mein Altern interessiert. Schätze mal, dass mein Chef spontan nicht weiß, wie alt ich bin

    - Familienplanung als Frau (für mich persönlich sekundär da es sowieso nicht 100% planbar ist und man in der Assistenzarzt-zeit ja normal verdient und in Mutterschaft gehen kann)
    Kinder kann man auch im Studium bekommen…



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  4. #4
    Banned
    Mitglied seit
    25.08.2021
    Ort
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    Semester:
    XX
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    181
    Zitat Zitat von medr Beitrag anzeigen
    Hallo,

    ich überlege seit Monaten meinen "alten Traum" zu verwirklichen und das Medizinstudium zu beginnen sobald ich mein Erststudium abgeschlossen habe.

    Ich habe hier im Forum einige Posts von "Spätberufenen" über 30 gelesen, trotzdem würde es mir weiterhelfen weitere Erfahrungsberichte und Anregungen zu lesen.

    Ich denke vor allem an:
    - Finanzierung, da ich meine Eltern nicht weiterhin finanziell belasten will/kann
    - "mentale Belastung" fast ein Jahrzehnt lang auf Prüfungen zu lernen
    - späteres "vergleichen" mit Freunden die schon fest im Berufsleben sind
    - 6 Jahre an den Studienort "gebunden" zu sein
    - eventuelle Nachteile später im Berufsleben gibts wohl keine aufgrund des Ärztemangels oder?
    - Familienplanung als Frau (für mich persönlich sekundär da es sowieso nicht 100% planbar ist und man in der Assistenzarzt-zeit ja normal verdient und in Mutterschaft gehen kann)

    (Studienplatz bekommen usw. bitte mal außen vor lassen danke)

    Vielen Dank! Bin gespannt
    Also das ist einfach eine Frage des Wollens. Wenn du das möchtest, Go for it. Du kannst es auch mit 40 machen.



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  5. #5
    Diamanten Mitglied
    Mitglied seit
    04.08.2012
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    2. WBJ
    Beiträge
    9.411
    Mit 24 gibt es IMHO einfach keinen relevanten Unterschied zu "normalen" Medizin-Erstis. Die sind aufgrund von FSJ, TMS, usw., ja auch meist 19 oder 20. Insofern glaub ich, dass deine Frage etwas ins Leere geht.

    Die Finanzierung musst du individuell regeln. BAföG, Studienkredit, Ersparnisse, Nebenjob, wie auch immer. Wenn man sich einen günstigen Studienort aussucht und sparsam lebt, braucht man ja nicht sehr viel Geld fürs Medizinstudium.

    Mentale Belastung sehe ich keine. Auf Prüfungen zu lernen ist im Vergleich zum Berufsleben doch eigentlich ziemlich entspannt. Das Medizinstudium ist sehr verschult, man muss also eigentlich nur das tun, was einem vorgegeben wird. Im Vergleich zu anderen Studiengängen erfordert das Medizinstudium nur ein sehr geringes Maß an Selbständigkeit und Eigeninitiative.

    Das Vergleichen mit anderen liegt an dir. Natürlich kann es sein, dass mit 28 oder 29 jemand sehr gut verdient und beruflich schon sehr etabliert ist, der direkt nach dem Abi BWL studiert hat und dann angefangen hat, Karriere zu machen, während du dann gerade fürs M2 lernst. Aber es hat dich ja niemand gezwungen, diesen Weg zu gehen. Es ist IMHO völlig sinnlos, sich über logische Folgen des Weges, für den man sich entschieden hat, zu beklagen. Natürlich werden andere weiter sein. Logisch. War zu erwarten. Aber warum soll das weiter schlimm sein?

    Sechs Jahre am selben Studienort - was soll daran ein Nachteil sein? Bietet einem doch viele Vorteile. Und wenn man unbedingt will, kann man ja z.B. nach dem M1 oder nach dem M2 recht bequem wechseln.

    Im Berufsleben spielt ein so geringer Altersunterschied IMHO überhaupt keine Rolle.

    Bzgl. Familienplanung wärst du rein vom Alter her dann ja sehr flexibel. Während des Studiums, als Assistenzärztin - beides kein Problem.



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