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Aktive Benutzer in diesem Thema

  1. #21
    ehem-user-23-12-2021-1346
    Guest
    Zitat Zitat von dissection Beitrag anzeigen
    An dem Beruf mit seinen Widrigkeiten werden in deinem Alter potentiell Beziehungen und Freundschaften zerbrechen
    Aber wieviel Oberärzte müssen ständig nachts in die Klinik (z.B: Chirurgen). Und die sind ja oft jenseits der 50
    Geändert von ehem-user-23-12-2021-1346 (19.12.2021 um 16:26 Uhr)



  2. #22
    ehemals JenRic
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    Beiträge
    121
    Letztenendes ist es deine Entscheidung, ob du eine Zukunft als Mediziner oder Psychologe wählst. Und deiner Ansicht nach ist deine Resilienz ausgeprägt genug, um an einem Scheitern ggf. zu wachsen. Trotzdem solltest du dir vorm Wechsel definitiv über dein persönliches "Wozu" und deine innere Motivation klar sein. Es sind de facto mind. 11 Jahre Ausbildung, in denen auch du dich an Strukturen anpassen müssen wirst.
    Aber egal wie deine Entscheidung ausfällt, ich wünsch dir viel Glück und vor allem harte Nerven dabei.



  3. #23
    Platin Mitglied
    Registriert seit
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    Beiträge
    756
    Oder wenn ich so einen Chef/Stationsarzt wie rafiki hätte, der denkt, nur weil er was anderes studiert hat, hat er intellektuell ausgesorgt und brauch sich nicht mehr auf Diskussionen einzulassen. Oder gleich eine ganze Berufsgruppe, mit der er eigentlich eng kooperieren sollte, abzuwerten. Dann lieber selber strukturell darauf einwirken können und jemand sein, der das mit einem kooperativen Klima macht.
    Sorry, aber das klingt jetzt deinerseits ein wenig "beleidigt".....meiner Wahrnehmung nach.

    Ich würde glaube ich nur nicht so gut damit klarkommen, wenn ich so komische Dozierende hätte, die auf so eine preußische Art die "harte Schule" machen wollen und mir nicht die Freiheiten lassen, das fände ich nervig (aber dazu würde ich eventuell noch ein neues Thema aufmachen). Oder wenn es ewig viele Pflichtveranstaltungen gibt, in denen die Lehre mittelmäßig strukturiert ist und es irgendwie nur darum geht, die Regeln zu erfüllen.
    Wie schon geschrieben wurde: das IST so in der Medizin in D!

    In meinem Psychologiebachelor hatte ich schon sehr gute Noten, ohne dass ich viel lernen musste. Eigentlich war ich relativ selten in den Vorlesungen und habe auch nicht soo viel gelernt und war trotzdem in den ~ oberen 10%. Und der NC ist ja nicht so Welten voneinander entfernt, sodass ich davon ausgehen würde, dass meine Zurechtkommen im Medizinstudium auch okay sein wird.
    Der NC ist aber nur das Eingangskriterium, und ein schlechtes! (wenngleich scheinbar das beste, was wir haben, zumindest hatte keiner eine bessere Idee....)Im Studium geht es um ganz andere Anforderungen.
    Fakt ist aber, dass das Studium extrem verschult ist. Du magst "harte" naturwissenschaftliche Fakten nicht? Viel Spaß in der Vorklinik! Und in Multiple-Choice-Klausuren kann man leider auch nicht über Standpunkte diskutieren.

    Du schreibst dass Du sehr gute Noten in deinem Bachelor hast. Aber Noten sind nicht alles. Gerade von deiner bisherigen Argumentation her hätte ich gedacht, dass Du da auch anders denkst...
    Vorallem magst Du ja gute Noten haben, aber Du hast immer noch keinen *Abschluss*. Und wenn Du wirklich Medizin studieren willst, solltest Du den vermutlich auch nicht mehr machen. Sonst müsstest Du dich nämlich über die Zweitstudienquote bewerben, wo ganz andere Kriterien gelten!
    Und willst Du wirklich mit Ende zwanzig alles, was Du bisher gemacht hat "wegschmeißen" und mit Nichts dastehen? Wirklich?

    Selbst wenn es nicht klappen sollte, wäre die Erfahrung, dass es was gibt, dass nicht "mal eben" funktioniert, ja nicht schlecht. Scheitern kann auch was haben. Dann weiß ich zum Beispiel, dass Medizin nichts für mich ist. Aus erster Hand! Mit 15.000€ Bildungskreditschulden und einem Psychologiebachelor mit 32 nach verkacktem Physikum. Dann hab ich ne Krise. Und dann bin ich irgendwann froh, wenn ich irgendwas leichteres abkriege. Das Leben wäre auf jeden Fall nicht vorbei.
    WIRKLICH? Klingt das erstrebenswert für dich? Also für mich nicht. Bitte denk nochmal ernsthaft darüber nach.
    Zumal: Über den Psychiatriebachelor hatte ich ja schon geschrieben, den dürftest Du dann wahrscheinlich gar nicht machen.

    Naja, ob das wirklich klappt mit entspanntes Leben und Psychiater werden, mal sehen. Aber dafür einstehen finde ich nicht schlecht. Für seine Freiheit sollte man sich immer einsetzen. Auch sich selbst gegenüber!
    Aber was ist schon Freiheit? Ich gebe zu bedenken, dass sich die Einschätzung, was Freiheit bedeutet, bzw. besser, was erstrebenswert ist, mit dem Alter und mit den Umständen ändern kann!

    Danke für euren Input. Ich weiß, dass das für manche vielleicht unbefriedigend ist, aber manchmal brauch man glaube ich auch mal Gegenstimmen, damit man merkt, ob die eigene Position stark genug ist. Ich werde mir das auf jeden Fall zu Herzen nehmen.
    Du stehst für deine Meinung ein und das ist gut. Das bleibt dir unbenommen.Und machmal ist es ja auch so, dass man schon eine feste Meinung hat und Gegenstimmen gar nicht wirklich hören will, wie Du schon schreibst. Das ist dein gutes Recht.
    Aber bedenke: Dir haben jetzt hier mehrere Stimmen vom Medizinstudium abgeraten, und das bestimmt nicht umsonst!

    Ich gebe dir den guten Rat: Prüfe nochmal genau, was Du machen willst. Das ist jetzt nicht böse gemeint, aber für mich klingt das Medizinstudium wie eine "Fantasie" von dir, in die Du vielleicht zuviel hineininterpretierst!
    Darum: Bitte informiere dich nochmal genau über die Arbeitsbedingungen. lies hier im Arztforum nochmal quer. Es gibt genug Threads dazu. Und mach ein Praktikum, bei dem Du mit Ärzten im Krankenhaus mitläufst.
    Und dann beantworte dir folgende Fragen (ernsthaft und ehrlich): Willst Du WIRKLICH nochmal 6 Jahre studieren, zwei davon in der Vorklinik, wo es nur um harte naturwissenschaftliche Fakten geht, die dich nach eigenem Bekunden nicht interessieren? Willst Du wirklich dein bisheriges Studium dafür "wegschmeißen" und ohne Abschluss beenden? Um dann nach 6 Jahren mit Mitte 30 eine 50 Stunden-Woche zu haben. mindestens jedes zweite WE zu arbeiten und 24-Stunden Dienste zu leisten? Vielleicht stellst Du dann fest, dass deine Fantasie doch nicht so erstrebenswert war und dann?

    Wenn Du aber nach all den warnenden Stimmen und nach all meinen Argumenten immer noch Medizin studieren willst, dann: go for it! Ich wünsche dir aufrichtig alles Gute dabei. Würde dir aber dennoch abraten.
    Geändert von Nefazodon (16.12.2021 um 00:14 Uhr)



  4. #24
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    Danke, @Nefazodon. Ich schließe den Bachelor ab, nachdem ich zugelassen wurde, ich hätte also nicht "nichts". Ich müsste dann, wenn ich das Physikum nicht schaffe oder halt nach 2-3 Jahren merke, dass es doch nichts ist, noch den Psychologiemaster machen, wäre dann also 34 wenn ich fertig bin und könnte dann trotzdem einen Akademiker-Job mit TVÖD EG 13-14 bekommen. Das ist nicht so schwer, es gibt ja auch andere Stellen mit Psychologie die man gut machen kann (Berufsberatung, Schulpsychologie, MPU, ...).

    Ich finde das auch furchtbar, dass es scheinbar in manchen Disziplinen der Medizin so schlechte Arbeitsbedingungen gibt und es tut mir leid zu hören, wenn ihr euch dazu zwingen müsst. Aber ich hab ja schon Psychiatrie-Assistenzärzte in ihrem Alltag kennenlernen können und das fand ich wirklich nicht so schlimm. Meistens ging der Tag so von 8 bis 16, manchmal 17 Uhr. Es gab auch mal einen Oberarzt, der ist immer erst um 9 zur Teambesprechung mit dem Rennrad gekommen und dann etwas eher gefahren, der hatte also Teilzeit, aber ja trotzdem gutes Gehalt, weil schon OA. Der war auch schon etwas älter.
    Es war auch nicht 9-to-5 montags bis freitags. Teilweise hatten die dann auch frei, weil sie vorher eine Spät- oder Nachtschicht hatten. Da konnten sie in einem Extrazimmer schlafen und mussten dann manchmal aufstehen, wenn es eine Notaufnahme o.ä. gab und haben dann nicht die ganze Nacht schlafen können. Das ist dann zwar nicht so nett, aber ist ja auch gut, dass es dann jemanden gibt, der sich darum kümmert, das sich um solche Notfälle auch nachts gekümmert wird . Ist wahrscheinlich auf jeden Fall ein besseres Gefühl als in der Nachtschicht am Fließband zu stehen (habe ich auch alles schon gemacht).

    Dass das jetzt irgendwie eine unentrinnbare Arbeitshölle ist - das sind irgendwie so zwei völlig unterschiedliche Erfahrungswelten, die hier bei mir und den anderen Beiträgen aufeinandertreffen. Scheinbar hängt es da stark von der Klinik und der Disziplin ab? Wenn ich in so einer Klinik landen würde, in der ich respektlos behandelt werde oder so, dann würde ich auf jeden Fall woanders hin.
    Wenn ich für die FA-Ausbildung in einer Klinik landen würde, in der es nicht normal ist, mit gegenseitiger Wertschätzung umzugehen oder meine Wünsche nach akzeptablen Arbeitszeiten umzusetzen, dann kann ich doch zur Not wechseln? Und wenn ich gerne in dem Kontext arbeite, ist das doch auch nicht schlimm, wenn ich nur Assistenzarzt bin, oder? Hauptsache, ich bekomme ein bisschen Geld. Dann kann ich ja sagen, dass ich z.B. wegen meiner Kinder oder so weniger arbeiten möchte. Ist doch eh ein Beruf, wo es zu wenige Leute gibt. Dann braucht die Facharztausbildung halt länger, so what. Und wenn ich gerade mal ein Jahr hab, wo ich mehr machen will, kann ich ja vll. wieder hochgehen auf Vollzeit.

    Ich würde bei mir auch auf jeden Fall eher zu einem Modellstudiengang tendieren (siehe zum Beispiel hier), damit die Vorklinik nicht so schlimm ist. Freund*innen von mir, die jetzt auch nicht soo ein naturwissenschaftliches Interesse haben und Medizin eher studieren, weil sie einfach irgendwas vernünftiges machen wollten, haben das auch so gemacht. Ich finde es jetzt auch nicht gänzlich uninteressant und bin auch überrascht - aber habt ihr Spaß gehabt für Biochemie oder Physik zu lernen?? Ist das nicht eher normal, dass da die Mehrheit sagt, boah nee und das halt abarbeitet und eher Spaß hat, wenn man anfängt, mal richtig Ärzt*in spielen zu dürfen im Studium?

    Zu dem NC und Leistungen im Psychologiestudium: Da geht's auch viel (mit Ausnahme von der ganzen Statistik und Programmieren) ums Auswendiglernen. Nichts mit Essays schreiben. 30-seitiges Skript anfertigen und auswendig lernen und dann eine Mischung aus offenen Antwortformaten, MC-Fragen und ähnliches. Klar, das StEx ist das letztendliche Ziel, aber wenn ich mir die Prüfungsmodalitäten des Modellstudiengangs angucke, ist das tatsächlich vielseitiger als Psychologie hinsichtlich der Prüfungsformate (und klingt auch spannender, weil es viele Kurse gibt, in denen man Fähigkeiten lernt und nicht nur Wissen).

    Also insgesamt gibt es da 3 große Hürden für mich:
    - Uninteressante, vorklinische Inhalte
    - PJ in Chirurige/Innere
    - Weiterbildungsjahr in der Neurologie

    Aber ob mich das abschreckt, damit ich am Ende nicht in einer Rolle bin, in der ich meine eigenen Kompetenzansprüche verwirklichen kann? Ich weiß nicht. Am Ende ärgere ich mich vielleicht mehr darüber, dass ich es nicht versucht habe, als darüber, gescheitert zu sein. Aber da hat auch jeder andere Sicherheitsbedürfnisse. Ich denke schon, dass ich auf ein glückliches Leben zurückblicken könnte, auch wenn ich es probiert hätte und gescheitert bin. Aber @Nefazodon, ich glaube, deine Einschätzung hat auch grundlegend auf der Annahme basiert, dass ich im Scheiternsfall keinen Abschluss gehabt hätte, und das ist nicht der Fall.



  5. #25
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    Ich mache vll. nochmal ein Thema auf bzgl. der Arbeitsbedingungen und Teilzeitmöglichkeiten für Psychiatrie-ÄiW. Und telefoniere mal mit ein paar, wenn ich das hinkrieg. Das würde auf jeden Fall am meisten Sinn machen, als darüber nun zu spekulieren.



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