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Aktive Benutzer in diesem Thema

  1. #1
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    Meßlattenwettlauf - oder: Das Glück verfolgt mich, aber ich bin schneller!


    Es folgen ein paar Worte an all jene dort draußen, die um einen Studienplatz kämpfen oder zittern, auf ihn warten oder dafür beten.

    Wenn ihr euch in all der seit dem Abitur möglicherweise schon verstrichenen Zeit sicherer als je zuvor seit, daß ihr euren zukünftigen Beruf bereits auserkoren habt: Haltet durch und verzweifelt nicht

    Ich weiß, wie hart das Warten ist. Ich habe 2001 mit einem 2,7er Schnitt mein Abitur abgelegt, damals reichten noch 4 Wartesemester für den Studieneinstieg. Mein Plan war also: 1 Jahr Zivildienst + 1 Jahr sinnvolle Praktika im Krankenhaus usw. Ab da begann dank der stetigen Reduzierung der Plätze die durch Wartezeit vergeben werden, ein stetiger Wettlauf mit der emporsteigenden Meßlatte den ich bis heute nicht gewinnen konnte.
    Bis zum Wintersemester 2003 war die Zahl der benötigten Wartesemester auf 6 angestiegen, ich hatte bis dato 4 zusammen. Zum Wintersemester das selbe Spiel: Ich hatte 6 Wartesemester zusammengesammelt, 8 brauchte man. Für das kommende Wintersemester 05/06 sind die Aussichten mit meinen dann 8 Wartesemestern dank der auf 20% gekürzten Wartezeitquote wieder sehr düster (oder sieht das jemand anders?).

    Mittlerweile fällt mir für die Wartezeitüberbrückung auch nichts anderes mehr ein als Arbeiten, etwas Chemie / Bio vorzuleren und ein wenig Geld zu sparen. Ich habe mittlerweile diverse Praktika in verschiedenen Krankenhäusern in den unterschiedlichsten Abteilungen hinter mir. Dabei entschied ich mich nach zahlreichen Schilderungen (Bastelkurs, "das ist ein rotes Männchen und es trägt Sauerstoff auf dem Rücken"-Niveau) aktiv gegen eine Ausbildung zum Krankenpfleger und gab dem jugendlichen Drang nach einem etwas "aufregenderen" Kurs nach und nahm auf dem Weg die Rettungsassistentenausbildung mit.

    Aktuell stehe ich also noch immer ohne Studienpaltz dar, bin mittlerweile 22 und frage mich vorzugsweise an grau-verregneten Tagen ob ich die ärztliche Approbation wohl vor oder nach dem Rentenbescheid erhalte.

    Aber: Ich bin mir nach all der Zeit, nach all der selbständigen Arbeit mit Patienten, dem Hineinschnuppern in den klinischen Alltag und vielen Gesprächen mit jungen und alten Ärzten sicher: Ich habe zumindest mein Ziel gefunden!

    Kopf hoch an alle die Ähnliches erleben müssen!

    Bastian



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  2. #2
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    Hallo Bastian!

    Dein Beitrag hat mir echt gut gefallen. Ich glaube, du sprichst vielen aus der Seele, die Semester für Semester auf einen Studienplatz hoffen und dann doch wieder enttäuscht werden. Aber du wirst einen Studienplatz früher oder später kriegen. Verlier bloß nicht deine optimistische Einstellung

    Ich drücke dir die Daumen, dass es zum nächsten Semester klappen wird. Mit 22 Jahren bist du meiner Meinung nach nicht einer der ältesten Studenten, die anfangen wollen.


    Liebe Grüße Palmenstrand



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  3. #3
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    Ich bin auch 22 und warte seit jetzt 7 Semestern!
    Zur Zeit arbeite ich als hautamtlicher Rettungsassistent und mach die "dicke" Kohle ^^
    So langsam hab ich aber keine Lust mehr zu Warten... (viele meiner Bekannten haben übr. mit >25 Jahren noch angefangen und keinerlei Probleme)



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  4. #4
    Registrierter Benutzer
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    Hallo Hawkeye.

    Jaja, ich kenne die "dicken Gehälter" die man damit einfahren kann. Wobei mir als städtischem Angestellten mit BAT8 noch verhältnismäßig viel auf das Konto floß
    Ich finde, es ist auf die Dauer ein durchaus heikler Job vor dem Studium - nicht wegen der Tätigkeit an sich - im Gegenteil - sondern viel mehr wegen dem Klientel aus dem ein je nach Wache und Regio mehr oder weniger großer Teil der Arbeitskollegen rekrutiert wird - ich denke du weißt was ich meine.
    Bei so geringen Zugangsvoraussetzungen (Hauptschulabschluß) und meiner Meinung nach in Bezug auf die spätere Verantwortung vieeel zu leichten Prüfungen, erhalten je nach Rettungsdienst-Schule äußerst besorgniserregende Menschen die Urkunde. Es tummelt sich doch so manches Gesindel auf einigen Wachen die dann von Standards sprechen, aber nicht wissen, ob man das am Ende mit "d" oder "t" schreibt...
    Sollte jemand das Pech haben und alleine in einer solchen Gesellschaft zu sein, besteht da durchaus akute Verblödungsgefahr...
    Nun ja, lassen wir es an dieser Stelle dabei bewenden.

    Viel Glück allen Wartenden!

    Bastian



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  5. #5
    2.klinisches Avatar von Hessejung
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    Ich bin ebenfalls 22 und bin nun im achten Wartesemester! Mit 2,7 gehöre ich ebenfalls zu den Typen für die es ganz eng werden kann.

    Sagt mal, wie gut sind eigentlich die Chancen in Mainz ins AdH zu kommen?Laden die auch Kandidaten aus den Wartelisten ein, die gerade so keinen PLatz bekommen haben? Auf der ZVS Seite ist dir Rede von dem "Grad der Qualifikation" - damit ist doch der Abischnitt gemeint, oder?! Meiner Meinung nach haben Warter weitere/andere Qualifikationen erreicht, die auch berücksichtigt werden sollten...


    Wir sollten einen Club gründen!!!



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