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Aktive Benutzer in diesem Thema

  1. #1
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    Hi,

    ich würde gerne meine Wartezeit mit einer 3-jährigen RA-Ausbildung und danach Tätigkeit als RA verbrignen. Dafür muss ich mich ja nun bewerben und habe dazu noch ein paar Fragen, vielleicht kann mir da jemand ein paar Tipps geben.

    Also zunächst habe würde mich mal interessieren wie ich mir den Schwierigkeitsgrad so vorzustellen haben. Ich habe schon eine Ausbildung, allerdings im handwerklichen Bereich (Elektroniker f. Automatisierungstechnik) und habe die im Prinzip durch reines Absitzen (war halt noch jung und hatte die Ausbildung hautsächlich deshalb angefangen weil man da halt so macht nach der Schule) in der vorgezogenen Prüfung mit 3 in allen Bereichen abgeschlossen. Was ich damit sagen will ist, dass mir die Ausbildung jetzt nicht gerade schwer gefallen ist
    Für die RA-Ausbildung braucht man was ich so gelesen habe wohl "nur" den Hauptschulabschluss - ohne den jetzt irgendwie abwerten zu wollen (mein erster Abschluss war als Realschulabschluss ohne Quali auch nicht sooo weit davon weg) das ist ja nicht gerade eine sehr hohe Anforderung.
    Also zumindest der theoretische Teil sollte mich ja nicht gerade vor unüberwindbare Hürden stellen.

    Aber wie sieht es mit der Praxis aus? Ich habe ein bischen die Sorge, dass ich da vielleicht vor so Fällen stehe wie bei Dr House, wo man einen Patienten hat bei dem total rätselhaft ist was er hat und dann muss man eine Entscheidung treffen und die falsche könnte schlimme Folgen haben.
    Andererseits lese ich hier auch immer mal wieder sogar der RA, der ja eigentlich die letzte Stufe vor dem NA ist (oder?) wäre sogar etwas wenig anspruchvoll.
    Mache ich mir da unnötige Sorgen? Wie kann ich mir die zu treffenden Entscheidungen vorstellen? Kann vielleicht jemand ein paar Beispiele nennen?


    Und wie sieht das eigentlich aus wenn man die Ausbildung und vielleicht danach 2-3 Jahre als fertiger RA und dann vielleicht im Studium nebenbei arbeiten will, würde das eher als positiv oder eher als negativ bei der Bewerbung für die Ausbildung gesehen?
    Geändert von alex_g (25.05.2009 um 06:06 Uhr)



  2. #2
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    Hallo Alex!

    Ich hab es auch so gemacht wie du es gerade planst und nach dem Abi zunächst FSJ als Sani gemacht und danach die Ausbildung zur Rettungsassistentin drangehängt. Ich hatte zu der Zeit einen Festvertrag und habe noch etwa zwei Jahre dort gearbeitet bevor ich den Studienplatz bekommen habe.

    Was du wissen solltest ist, dass man die Ausbildung selbst bezahlen sollte. Die Preise variieren, aber mit allem drum und dram läppert sich das zusammen und man ist schon ein paar Tausend Euro los.
    In welchem zeitlichen Rahmen die Ausbildung strukturiert ist, variiert auch unter den Schulen, aber grob kann man sagen, die theoret. Ausbildung dauert ein Jahr und daran schliesst sich nochmal das Anerkennungsjahr an.
    Ich hatte das große Glück, dass ich aufgrund der Sani-"Ausbildung" die Rett-Ass Schule berufsbegleitend machen konnte, also nebenher ganz normal arbeiten konnte und vor allem, dass ich das Anerkennungsjahr nicht machen musste, da ich vorher schon genug Nottfalleinsätze gesammelt hatte (man muss einen Katalog erfülle).
    Man muss sich halt überlegen, ob sich der zeitliche Einsatz lohnt.
    Was ich nicht genau weiss, ist wie der Stellenmarkt aussieht, habe aber mal gehört, dass Leute Schwierigkeiten hatten, eine Stelle für das Anerkennungsjahr zu finden. Ist natürlich saublöd, wenn man dann die Ausbildung fertig hat und keine Anstellung findet um die Kenntnise zu festigen und Praxis zu sammeln und um das Geld wieder reinzuarbeiten.
    Aber wie gesagt, das weiss ich nicht.

    Der Schwierigkeitsgrad der Ausbildung bzw die Anforderungen in der Prüfung sind ebenfalls sehr unterschiedlich.
    Meine Schule war nicht sooo anspruchsvoll muss ich ehrlicherweise zugeben und es war recht gut machbar, die Ausbildung auch noch neben der wöchentlichen Arbeitszeit von 50 Stunden zu machen. Natürlich muss man lernen, aber es ist machbar. Zumal du ja auch ein Medizinstudium anstrebst, dann ist das ja ein guter Einstieg!

    Ich bin eigentlich froh, es so gemacht zu haben, denn man hat doch einiges an prakt. Erfahrung erworben, was vielen anderen Studis gerade am Anfang fehlt. Viele Krankheiten hat man schon gehört und der Studienbeginn fällt doch leichter.
    Natürlich muss man bedenken, dass man nach einer solchen "Karriere" ne ganze Ecke älter ist, als seine Kommilitonen...
    Zuletzt zu der Sache mit der Erkennung von Krankheiten...Man muss ein Gespür dafür entwickeln, was den Leute in dieser Situation fehlen könnte, was man untersuchen muss und was man beachten muss. Im Anerkennungsjahr ist man ja bei den Notfällen nur 3. Mann, sodass man sich die Sachen gut "aus der Ferne" betrachten kann. Verantwortungsbewusste Dienststellenleiter würden einen RettAss kurz nach der Prüfung aber natürlich auch nur mit erfahreren Kollegen aufs Auto setzen und nicht gerade mit dem frischen RS-Zivi.

    Also Fazit: lohnt sich, aber zeitlicher und finanzieller Aufwand. Erkundige dich nach den Ausbildungsmodalitäten der einzelnen Schulen und nach den Job-Aussichten in deiner Region. (Es war mal im Gespräch, dass die Ausbildung so strukturiert werden soll wie eine "normale", sprich, arbeiten, Schule und ein bisschen Geld verdienen, weiss nicht ob sich das inzwischen durchgesetzt hat!?)

    Ich hoffe, ich konnte dir ein wenig helfen,

    VG Fiffili



  3. #3
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    Ja es ginge in dem Fall schon um eine Ausbildung mit Vergütung. Es wird wohl darauf hingearbeitet dass man möglichst bald RS hat und schon eingesetzt werden kann wärend der Ausbildung. Wäre dann zB auch RAiP direkt mit drin. Aber dafür halt insgesamt 3 Jahre.

    Bin halt nur ein bischen unsicher vor der neuen Sache.



  4. #4
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    Zitat Zitat von alex_g Beitrag anzeigen
    Ja es ginge in dem Fall schon um eine Ausbildung mit Vergütung. Es wird wohl darauf hingearbeitet dass man möglichst bald RS hat und schon eingesetzt werden kann wärend der Ausbildung. Wäre dann zB auch RAiP direkt mit drin. Aber dafür halt insgesamt 3 Jahre.

    Bin halt nur ein bischen unsicher vor der neuen Sache.
    Naja, Medizinstudium wäre ja nun auch eine "neue Sache" und das ist schon anspruchsvoller, um es mal vorsichtig auszudrücken

    Wer nicht wagt.....

    Und der Job macht wirklich Spaß, ich hab der Arbeit schon öfter hinterher getrauert, zumal ich auch wegen Nicht-Lohnens im Studium nicht im Rettungsdienst gearbeitet habe!



  5. #5
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    Ich habe ein bischen die Sorge, dass ich da vielleicht vor so Fällen stehe wie bei Dr House, wo man einen Patienten hat bei dem total rätselhaft ist was er hat und dann muss man eine Entscheidung treffen und die falsche könnte schlimme Folgen haben.
    Ich hoffe mal man verzeiht mir, wenn ich als fast-Laie auch ein paar Worte dazusage. Ich mach grade meinen Zivi als RS und das was ich in meinem Monat RTW-Praktikum und den gelegentlichen KTW-Notfällen erlebt habe, war eigentlich immer ziemlich einfach zu erklären. Meistens wird schon durch die Geschichte des Patienten und den "Gesamteindruck" ziemlich klar, was los ist. Klar gibts gelegentlich auch mal etwas rätselhafte Fälle, wo auch ein Assistent mit 20 und mehr Jahren Berufserfahrung nicht weiß was der Patient hat, aber da muss man dann eben einfach symptomatisch behandeln.
    Du musst ja auch nicht immer eine absolut genaue Diagnose haben, um dem Patienten helfen zu können. Und bei den richtig ernsten Fällen hast du ja immer noch einen Notarzt dabei.
    Persönliche Beleidigungen und wüste Beschimpfungen nehme ich gerne per PN entgegen - aber bitte fasst euch kurz, ich habe auch nicht den ganzen Tag Zeit.



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