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Aktive Benutzer in diesem Thema

  1. #1
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    Morgen Leute,

    sitze hier mal wieder über meinem UC-Fallbuch und es will kaum noch was in die Birne. Da laut Vorbesprechung mein Prüfer Prinzipien der Frakturversorgung, Osteosyntheseverfahren etc. abfragt überlege ich, wie ich mir diese am besten merken kann, und das auf eine Art das ich auch frei erzählen und begründen kann

    Wie macht ihr das? Mal abgesehen von Ausnahmen wie z.B. Kopfersatz bei medialer SHF beim älteren Patiente etc., wann kommt ne Platte zum Einsatz, wann ein Fixateur externe, wann Kirschner-Drähte (Kids?).
    Und was ist sonst noch wichtig darüber zu wissen?

    Es liegt sicher an meiner Unfähigkeit, aber wie erkenne ich eigentlich genau intraartikuläre Frakturen? Bedeutet dies "nur" das teile der Gelenkfläche von der Fraktur mitbetroffen sind? Oder diese Inkongruent sind?

    Hab hier so ein Bild einer dist. Radiusfraktur Loco Typico und seh irgendwie nicht so ganz ein warum dies eine intraartikuläre Fraktur sein soll (Fallbuch Thieme, Bild ist allerdings auch extrem klein)

    Danke für eure Tipps!



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  2. #2
    Es gibt Studien, ... Avatar von Bille11
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    teile der gelenkfläche sind dann betroffen. kann aber auch undisloziert stehen..
    harmlos, naiv & unschuldig.
    Gut bekannt mit lauter ehemaligen Chorknaben.

    "Leben ist nicht genug", sagte der Schmetterling.
    "Ich brauche Sonne, Freiheit
    und eine kleine Blume."



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  3. #3
    unsensibel Avatar von Lava
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    Prinzipien der Osteosynthese sind glaub ich schwer zu fassen.

    Bei Kindern muss man halt beachten, dass die ja Wachstumsfugen haben und wenn man die mit einer Osteosynthese überbrückt, gibt's Wachstumsstörungen. K-Drähte kann man durch eine Wachstumsfuge durchbohren, die stören weniger. Platten und Schrauben sollten die Fuge nicht überbrücken. Bei einer reinen Diaphysären Fraktur, z.B. Unterarm, kann man auch bei Kindern ne Platte drauf machen. Man wird aber immer versuchen, einen so kleinen Eingriff wie möglich zu machen. K-Drähte und Prevot Nägel (Titan Elastic Nail) kann man perkutan einbringen. Im Gegensatz zu Erwachsenen kann man bei Kindern ja auch Abweichungen von der achsengerechten Stellung akzeptieren, so dass man nicht exakt reponieren muss und eine geschlossene Reposition ausreicht. Nur Rotationsfehler korrigieren sich auch bei Kindern nicht!

    Ansonsten gilt: winkelstabile Systeme kommen immer mehr in Mode. Je bröseliger eine Fraktur ist, umso besser ist ein winkelstabiles System geeignet. Bei vielen Frakturen existieren alternative Systeme. Bei Femur- und Tibiafrakturen kann man z.B. manchmal eine Marknagelosteosynthese machen oder statt dessen eine LISS Platte.

    Merk dir einfach so die häufigsten Sachen bei Erwachsenen:

    Transcapitale Huemrusfraktur: Philos Platte oder Nagel
    Subcapitale und Humerusschaft: Nagel
    Distale Humerusfraktur: Platten-OS
    Olecranon: Zuggurtung
    Radiusköpfchen/-hals: Schrauben und/oder Miniplatte
    Unterarmschaft: Platte
    Distaler Radius: volare oder dorsale, ggf. winkelstabile Platte
    Mittelhand: gekreuzte K-Drähte, Schrauben, Miniplatte oder intramedullärer K-Draht
    Clavicula lateral: Hakenplatte
    Claviculaschaft: Rekonstruktionsplatte oder TEN
    Pertrochantär: PFNA oder DHS
    Mediale SHF: DHS, Duo Kopf oder TEP (selten auch ne Dreipunktverschraubung)
    Femurschaft: Nagel oder Platte (bei periprothetischen Frakturen)
    Distaler Femur: retrograder Nagel oder LISS
    Tibiakopf: Schrauben, (winkelstabile) Abstützplatte
    Tibiaschaft: Nagel
    OSG außenknöchel: Drittelrohrplatte (gibts's mittlerweile auch winkelstabil), Zugschraube
    OSG Innenknöchel: Zugschrauben oder Zuggurtung
    Pilon: winkelstabile Platte medial
    MFK 5 Basis: Zuggurtung
    Geändert von Lava (17.11.2009 um 17:20 Uhr)
    "tja" - a German reaction to the apocalypse, Dawn of the Gods, nuclear war, an alien attack or no bread in the house Moami



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  4. #4
    Registrierter Benutzer Avatar von Potti
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    Sehr cool- Danke, brauche das auch!

    Kannst du vllt. erklären, was ein unaufgeborter Nagel ist? Verstehe es nicht genau, auch wenn ich es im Müller nachlese. Laut Prüfungsprotokoll will es der Prüfer aber unbedingt so hören.



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  5. #5
    unsensibel Avatar von Lava
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    schon wieder woanders
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    Naja, bei einem aufgebohrten Nagel bohrt man halt den Markraum auf. Bei einem unaufgebohrten Nagel bohrt man (evtl.) nur die Eintrittsstelle an, erweitert dann mit einem Pfriem, schiebt evtl. einen Führungsdraht vor und haut den Nagel mit dem Hammer rein Glaub der Grund, warum man inzwischen von den aufgebohrten wegkommt ist, dass es da mehr Fettembolien gibt

    O.g. Liste ohne Gewähr - andere Kliniken, andere Sitten
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