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Aktive Benutzer in diesem Thema

  1. #1
    unsensibel Avatar von Lava
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    Früher hab ich immer gedacht, ich wäre nicht ausländerfeindlich, aber so langsam...

    Gestern im Nachtdienst ist mir aufgefallen, dass irgendwann fast nur noch Patienten mit ausländisch klingendem Namen im Warteraum saßen. Eigentlich sollte man doch in der Ambulanz sowas wie einen Querschnitt durch die Bevölkerung haben, oder nicht? Der prozentuale Anteil an Ausländern in der Ambulanz ist aber gefühlt (Zahlen kann ich nicht bieten) SEHR viel höher als der Anteil an der Gesamtbevölkerung.

    Woran liegt das?

    Ich hab mir natürlich auch schon Gedanken darüber gemacht. Als erstes kommt einem da Morbus Bosporus in den Sinn. Wer kennt das nicht, das Rumgepienze wegen Bagatellen? Gibt es da eine physiologische Grundlage für? Hat das eine reine kulturelle Ursache? Es mag unfair erscheinen, die Symptome eines sehr schmerzgeplagten Patienten herunterzuspielen ("Der soll sich mal nicht so anstellen"), aber ehrlich gesagt macht dieses Verhalten MIR die Arbeit extrem schwer. Ich kann kaum unterscheiden, ob der Patient wirklich etwas Ernsthaftes hat, was weiterer Diagnostik bedarf, oder nur wegen einer Prellung das Leiden Christi markiert. Geht euch das auch so? Ich finde es einfach nur anstrengend.

    Weiterhin ist mir aufgefallen, dass ausländische Patienten eher mal sofort in die Notaufnahme gehen als vielleicht erstmal abzuwarten und dann den Hausarzt zu konsultieren. Allerdings gilt das zunehmend für die gesamte Bevölkerung. Wie meinte ein Kollege neulich sinngemäß? Den Menschen geht der gesunde Menschenverstand und das Körpergefühl verloren. Da kommen Leute in die Ambulanz mit Bagatellen, mit denen ich niemals nicht zum Arzt gehen würde!

    Nur mal so ein paar Gedanken. Ich wollte das einfach mal loswerden.
    "tja" - a German reaction to the apocalypse, Dawn of the Gods, nuclear war, an alien attack or no bread in the house Moami



  2. #2
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    Mein Beileid! Es kommt imho auch darauf an, was für eine Ambulanze das ist: (unfall)chirurgisch oder internistisch.

    In die unfallchirurgische kommen vermehrt eher Leute "einfachen Gemütes" (zu gut deutsch: Idioten), die sich prügeln, bei dummen waghalsigen Unternehmungen irgendwo herunterfallen, Verkehrsunfälle bauen oder von der Polizei eins aufn Deckel bekommen. Der Großteil unserer ausländischen Mitbürger ist schlicht, wurden sie doch ursprünglich als Hilfsarbeiter aus kleinen Dörfern in Hinteranatolien nach Deutschland geholt und brachten hinterher Familien und Importbräute aus den Ursprungsdörfern mit. Gebildete Leute waren da nur wenige dabei. Und die, die dabei waren, haben sich hier so integriert, dass sie nicht als "mediterran" auffallen.

    Die mediterranen Patienten in der inneren Ambulanz würde ich darauf zurückführen, dass widerrum Leute "einfachen Gemütes" sich weniger um ihre Gesundheit sorgen, aus Gründen der Sparsamkeit (Praxisgebühr) oder aus religiösen Gründen kaum Präventionsmaßnahmen wahrnehmen und es bis zum Schluss aushalten (der dann meist nachts oder am Wochenende kommt).

    Außerdem herrscht bei solchen einfachen Menschen generell ein hohes Vertrauen in den Arzt, der in ihren Ursprungsdörfern oftmals der einzige Akademiker war. So kommen sie u.U. auch wegen Kleinigkeiten zum "Doktor".

    Ich hoffe auch, dass mein Geschreibsel nicht als fremdenfeindlich verstanden wird. Leider muss man das heutzutage, aus Gründen der politischen Korrektheit, immer wieder dazusagen, selbst wenn man, so wie ich, selbst ein ehemaliger Ausländer ist.



  3. #3
    unsensibel Avatar von Lava
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    Zitat Zitat von Sjürgen-Syndrom Beitrag anzeigen

    In die unfallchirurgische kommen vermehrt eher Leute "einfachen Gemütes" (zu gut deutsch: Idioten), die sich prügeln, bei dummen waghalsigen Unternehmungen irgendwo herunterfallen, Verkehrsunfälle bauen oder von der Polizei eins aufn Deckel bekommen.
    Joa, das stimmt wohl, wobei ich dieses Patientenklientel jetzt gar nicht meinte. Besoffene, die sich prügeln oder auf die Nase fallen sind oft genug auch Deutsche. Das sind gar nicht unbedingt häufiger Ausländer.

    Ich meine mehr so die Alltagsmissgeschicke: Prellungen, Knie verdreht, umgeknickt...

    Aber ganz allgemein hab ich auch die Beobachtung gemacht, dass wir sehr wenig intelligente Leute in der Ambulanz haben. Entweder gibt es einfach so wenige davon hier oder es verletzen sich tatsächlich nur die Dummen Echt mal! Der durchschnittliche IQ von Leuten mit OSG Fraktur liegt knapp über Toastbrot...
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  4. #4
    Dr. ml. Winselstute Avatar von Eilika
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    Ich wundere mich auch immer wieder, warum schweizer Kinder anscheinend keine Schweinegrippe hatte, aktuell von den Gastroenteritiden verschont bleiben und wohl immun gegen Erkältungen sind. Ebenso ihre Eltern. Menschen mit Mittelmeersyndrom kommen mit diesen Beschwerden täglich ca. 20mal auf unserem Notfall (interdisziplinär) an...

    Und ich bin hier auch Ausländer und hab sicher nichts gegen Ausländer...
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  5. #5
    Diamanten Mitglied Avatar von Relaxometrie
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    Mangels somatischer Erfahrung kann ich nicht mit vielfältigen eigenen Beobachtungen aufwarten.
    Aber in der Psychiatrie hatte ich auch ausländische Patienten. Es gab mal eine Phase von mehreren Woche auf "meiner" geschlossenen Station, in welcher die Anzahl der ausländischen Patienten, und vorallem die Anzahl derer, die entweder null (und ich meine wirklich: NULL) Deutsch sprachen, oder trotz Minimaldeutschkenntnissen zu keiner sinnvollen Kommunikation in der Lage waren, derart zugenommen hat, daß die Arbeit wirklich keinen Spaß mehr gemacht hat. Es ging nichts voran und man hat eigentlich nur auf Übersetzer, Angehörige oder Betreuer gewartet, die dann im schlechtesten Fall auch noch kamen, wenn man selbst im Nachtdienstfrei war und der Fall dann vertretungsweise von einem Kollegen bearbeitet wurde. Da war das Chaos oft perfekt. Von effizientem Arbeiten also keine Spur
    Wenn von 24 Patienten auf der Station ca. 15 Ausländer sind, und davon nur 3 zu einer geordneten Kommunikation fähig sind, macht die Arbeit tatsächlich keinen Spaß mehr.

    Was den Morbus Mediterraneus angeht, so kann ich den aus meiner PJ-Ambulanzerfahrung schon bestätigen.
    Um das Problem aber vielleicht noch zu unserem Nutzen zu besprechen, würde mich interessieren, was für Erfahrungen mit erstmal mediterran erscheinenden Fällen Ihr gemacht habt, bei denen sich dann doch noch eine nicht banale somatische Grundlage herausgestellt hat.
    Ich habe dazu einen Fall erlebt, als ich im Rahmen der Stellensuche neulich einen Tag internistisch hospitiert habe: eine Frau, ca. 30 Jahre alt, wurde koloskopiert. Und das eher, weil die Stationsärztin völlig entnervt war, weil diese mediterrane Patientin seit ca. 6 Monaten immer wieder mit "Bauchschmerzen" in der Notaufnahme erschien. Ergebnis: Kolonkarzinom



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