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Aktive Benutzer in diesem Thema

  1. #1
    Registrierter Benutzer
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    21.08.2011
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    Hallo!

    Ich habe zu diesem Wintersemester einen Studienplatz für Humanmedizin (Hannover) bekommen.
    Es kam für mich irgendwie überraschend und jetzt wo es Realität ist, fühle ich mich unvorbereitet und hab Panik.
    Ich weiß aber nicht wie begründet sie evtl. ist.

    Ich habe schon ne ganze Weile auf eine Zulassung gewartet, allerdings bin ich jetzt keiner von den Spezies "Ich wollte schon immer Medizin studieren".
    Ich hätte mir auch andere Sachen vorstellen können, hat sich aber nicht ergeben, ich hab's net so energisch erfolgt.
    In der Zwischenzeit seit der Schule hab ich den Faden verloren (täglich früh aufstehen, lernen, Klausuren schreiben, Menschen um mich die ich nicht mag, das wird's sicher im Studium auch geben ;)) und hab Angst davor den Alltag eines Studiums -geschweige denn, den des Medizinstudiums- überhaupt bewältigen zu können.
    Von 0 auf 100 quasi, so kommt's mir vor.

    Ich habe in den letzten Monaten/Jahren keinen geregelten Alltag gehabt, auch mit privaten Problemen/Sinnkrise verbunden, und neige dazu mir über alles seeehr viele Gedanken zu machen.
    Deswegen fällt's mir auch jetzt schwer eine halbwegs rationale Entscheidung zu treffen.
    Nämlich ob ich den Studienplatz annehme und versuche es hinzubekommen und schnell reinzuwachsen- wobei durchaus die möglicherweise große Chance besteht, dass ich daran grandios scheitere.
    Ein erster Blick auf die allgemeine Übersicht über die Inhalte des 1.Semesters war zumindest schon mal recht heftig.

    Oder ob die Möglichkeit besteht, nicht gleich Vollgas zu geben und man nicht alles schnellstmöglich bestehen muss (ich weiß es ehrlich gesagt net, wie's mit den Testaten/Prüfungen ist, ob man alle machen muss und wie oft und wann sie wiederholt werden können).

    Eine weitere Option wäre, den Studienplatz dieses Jahr nicht anzunehmen.
    Erstmal einen geregelten Alltag hinbekommen, mit Job zum Beispiel, fachlich vorbereiten, schon mal einen KPP-Block machen und dann im nächsten Jahr eine andere Perspektive haben (hoffentlich).
    Mich interessiert Humanmedizin fast ausschließlich fachlich, d.h. das Wissen und die Fähigkeiten, die man erlernt.
    An sich ist die Praxis im Gesundheitssektor von Rezepte bis Berichte schreiben und ständig MRSA und Co. um mich herum, nicht der Grund für's Studium...
    Vermutlich ist das aber für jeden nur ein Übel, dass man halt hinnimmt.
    Habe meinen Zivi zum Teil in einem Altenheim abgeleistet und die Minimalverwaltung von Leben aus erster Hand erlebt, und wollte damals eigentlich nie wieder auch nur entfernt etwas mit Arbeit im Bereich "Gesundheitsversorgung" zu tun haben.
    Jetzt ist mir klar, dass es ein Extrem ist, was man zum Teil in Altenheimen erlebt, aber in Krankenhäusern habe ich bei Bekannten und Verwandten schon teilweise ähnliches erlebt.

    Ich würde einerseits sagen, "warum nicht einfach ausprobieren", andererseits will ich nur ungern etwas halbherzig anfangen und hoffen, dass alles gut wird.
    Und auch nicht erneut scheitern (hab schon ein abgebrochenes Studium hinter mir) und jünger werd ich auch nicht mehr- allerdings gilt das auch für alles andere, was ich machen würde.

    Wenn ich den Studienplatz nicht annehmen würde, wie sähe es denn mit einer erneuten Bewerbung aus im nächsten Jahr?
    Bringt eine frühere Zulassung da etwas oder ist es ein komplett neues Bewerbungsverfahren?

    Ich denke wenn ich mit über 30 mit Medizin fertig wäre (hypothetisch natürlich), hätte ich da noch am ehesten eine Berufschance im Vergleich zu anderen Berufen.
    Es ist also natürlich auch eine Riesenchance- und ich weiß, dass viele froh wären wenn sie diese hätten.
    Andererseits ist mir klar, dass auch ein Medizinstudium anzufangen, nicht der heilige Gral sein wird, der alle Probleme löst.
    Ich habe gerade ziemliche Panik, vor allem davor einfach völlig überfordert zu sein, mit dem Lern- und Zeitaufwand, dem sozialen Druck innerhalb der Studentenschaft, dem Sprung ins kalte Wasser.

    Trag seit dem Zulassungsbescheid die Entscheidung vor mir her und bin jetzt kurz vor Fristende nicht schlauer und hab auch nicht wirklich eine(n) Ansprechpartner(in)...
    Mir ist klar, dass ich es letztlich selbst entscheiden muss, und mir die Entscheidung niemand abnehmen kann, vielleicht hat ja jemand ein paar weise Worte für mich?

    Herzliche Grüße



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  2. #2
    Summsummsumm Avatar von Feuerblick
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    Schreib dich ein und fang einfach mal an. Ob du beim nächsten Bewerbungsverfahren (ein früherer Platz bringt dir da überhaupt nichts!!) noch einmal einen Platz bekommst, kann dir kein Mensch sagen. Und am Ende stehst du da, bist kurz vor der Rente, hast in einem ungeliebten Job geknechtet, weil du nie wieder einen Studienplatz bekommen hast und denkst dir "Hätt ich doch damals den Arsch in der Hose gehabt...".
    Das Medizinstudium ist, wenn man denn wirklich studieren will, nun wirklich kein Hexenwerk! Lernen kann man wieder lernen und die Zeit bis zum Physikum ist für alle eine Durststrecke mit vielen, vielen Rückschlägen, Zweifeln und auch Erfolgserlebnissen - völlig egal, ob man vorher der absolute Überflieger war oder ob man nichts auf die Reihe bekommen hat.
    Fazit: Wenn Medizin das ist, was dich interessiert, dann versuch es. Mehr als scheitern kannst du nicht. Aber dann kannst du wenigstens sagen, dass du es versucht hast und es eben nicht DAS war, was du gerne wolltest.
    Erinnerung für alle "echten" Ärzte: Schamanen benötigen einen zweiwöchigen Kurs mit abschließender Prüfung - nicht nur einen Wochenendkurs! Bitte endlich mal merken!

    „Sage nicht alles, was du weißt, aber wisse immer, was du sagst.“ (Matthias Claudius)



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  3. #3
    im Studium
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    17.05.2011
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    118
    Ich hätte ja jetzt gesagt: "Probieren geht über Studieren"

    Aber das passt hier nicht so ganz

    Ich sehe das wie Feuerblick, du kannst immer noch feststellen, dass es dir nicht liegt und dann abbrechen.



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  4. #4
    stud.med. Avatar von Linda.1001
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    4.931
    Lieber Winnie (ich darf doch mal ),

    mir geht es ähnlich wie dir. Ich habe auch lange auf eine Zulassung gewartet und jetzt da es soweit ist, hab ich Panik. Keine Angst, sondern Panik.
    Ich habe Angst vor den Klausuren, vor den Praktika und vor den Mitstudentin, weil sie viel jünger sind und den Schulstoff noch im Kopf.

    Ausserdem habe ich ähnlich wie du, keinen richtigen Job gehabt (war nur TZ beschäftigt) und bin ansonsten ein sehr ruhiger Mensch (nicht sehr outgoing).

    Zweifel habe ich momentan immer noch....ob ich's packe, wie es sein wird unter lauter jungen Menschen. von 0 auf 100 (immerhin hab ich bisher nur TZ gearbeitet und war dann schon oft müde), bis 20 Uhr an der Uni und dann noch nacharbeiten.

    Jetzt mag mancher sagen: du hattest genug Zeit dich zu informieren, wenns dir nicht passt, studier halt etwas anderes - das will ich aber gar nicht.

    Meiner Ansicht nach: versuch es, schlimmsten Falls fällt man eben durch und muss wiederholen. Und das ist auch kein Weltuntergang. Natürlich werden die ersten Wochen hart und du wirst das Gefühl haben - ich schaffs nicht-aber das geht vorbei, das hab ich in meinem Pharmastudium so gehabt und ehrlich gesagt, retrospektiv betrachtet, hätte ich das auch schaffen können, so schwer wars nicht, das Einzige was mich gehindert hat es zu schaffen war eben, dass mir der Mut gefehlt hat.

    Mal ehrlich: auch wenn du den Studienplatz nicht annehmen würdest, einen geregelten Tagesablauf wirst du dadurch wahrscheinlich nicht finden. Das hat mit Studium hin oder her nichts zu tun, das macht eher der 'Leidensdruck' (nein, ich meine nicht, dass man im Studium leidet....oder doch? .
    Leidensdruck oder eher der Druck, den man sich selber macht. Der Druck vom sozialen/persönlichen Umfeld - Familie, Freunde usw. ist der schlimmste für mich momentan. Ich werde, NUR weil ich einen Studienplatz habe, von Freunden mit Frau Kollegin angeredet? Das macht mir Druck, ganz ehrlich, ich reagiere extremst gereizt darauf und weise daraufhin, dass ich mich gerade mal immatrikuliert hab. Die einzig wirksame Methode damit umzugehen ist, einfach zu sagen, dass man sein Bestes geben wird und wenn das nicht reicht, es eben nicht hat sein sollen. (ja, Grammatik ist nicht ganz korrekt).

    Glaub mir, ich weiss, wie du dich fühlen musst, aber in den nächsten Semestern ist es sehr unsicher wegen einer Zulassung und dann wirds auch nicht viel anders sein. Du schiebst das 'Problem' oder die 'Zweifel' nur vor dich her!

    Machs wie ich: Spring ins kalte Wasser und nehm den Studienplatz an.



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  5. #5
    Göttingen Registrierter Benutzer
    Mitglied seit
    12.10.2008
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    Erlangen
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    10
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    173
    in a studium wächst ma rein!

    und dafür braucht ma weder nen geregelten alltag vorher noch irgendwelche "fachlichen" vorkenntnisse.

    wenn a grundinteresse besteht - und davon ist ja auszugehen - ergibt sich der ganze Rest idR von selber.

    Viel Spaß beim Studieren also genieß die Zeit, schöner wirds nimmer.



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