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Aktive Benutzer in diesem Thema

  1. #1
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    Hi Leute ich hab da mal eine Frage:
    Wieso stixt man Ketone im Urin, um herauszufinden ob ein Patient genug trinkt?Ich mache gerade eine Ausbildung zur KiKrankenschwester und wenn wir bspw Pateinten mit GE haben bekommen diese Kinder natürlich anfangs eine Infusion. Bevor diese allerdings abgesetzt wird, wird nochmal Aceton im Urin gemessen. Wenn es negativ ist, kann man die Infusion entfernen. Ich verstehe allerdings den Zusammenhang zwischen Flüssigkeitsdefizit und Ketone nicht. Mir ist klar, dass Ketonkörper beim Abbau von Fettsäuren entstehen, das bedeutet z.B. bei längerem Fasten oder auch bei Diabetes Mellitus.
    Wie genau hängen aber das Trinkverhalten und Ketone zusammen bzw. warum stixxe ich Ketone im Urin bei einem Kind mit GE, bevor ich die Infusion abstöpseln kann?Ich meine, wenn ein Kind doch mit einer GE kommt kann ich doch sowieso davon ausgehen, dass es die letzten Tage nicht wirklich viel gegessen hat ergo der Körper als Energiegewinnung Fettzellen abbaut und somit deswegen Ketone im Urin auftreten werden oder nicht?
    Hoffe ihr versteht was ich meine und Jemand kann mir helfen..?Irgendwie konnten mir auf Station die anderen Schwestern meine Frage auch nicht beantworten warum wir das machen/wie da der Zusammenhang ist und einen Arzt konnte ich noch nicht fragen, weil die Zeit nicht war...
    Vielen Dank schonmal!



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  2. #2
    Kinder-Fraktion Avatar von THawk
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    Es geht weniger um das Trinkverhalten sondern eher um die Nährstoffsituation. Die Entscheidung bzgl einer Infusion daran festzumachen halte ich für nicht sonderlich sinnvoll. Eher eine Entscheidung der Trinkmenge. Und eigentlich brauchen die wenigsten Kinder überhaupt primär eine Infusion. S. Entsprechende awmf-Leitlinie. Primär i.v. nur bei schwerer Dehydration, d.h. min. 10% Gewichtsverlust.
    "Wir hatten Zeit. Er, weil er alt, ich, weil ich jung war."
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  3. #3
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    Ja aber wie genau hängt die Nährstoffsituation denn mit den Ketonkörpern zusammen?In dem die Fettsäuren nicht abgebaut werden würden wenn genug Nährstoffe mit Nahrung aufgenommen werden würden oder wie?Ja keine Ahnung wenn ein Kind mit GE auf Station kommt ordnen die Ärzte alle erstmal eine Infusion an, es sei denn das Abbo-Legen hat nicht funktioniert, dann wird erstmal so geschaut.



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  4. #4
    Kinder-Fraktion Avatar von THawk
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    Der folgende Wikipedia-Artikel ist eigentlich nicht schlecht: http://de.wikipedia.org/wiki/Ketokörper
    Sie entstehen in Folge des Fettsäuren-Abbaus (dabei werden übrigens keine Fettzellen abgebaut, sondern nur die dort gespeicherten Fette). Ihr Auftauchen steht für eine katabole Stoffwechsellage (= Diät, Hunger, Mangelversorgung, im Gegensatz zum anabolen Stoffwechsel), hat der Körper wieder ausreichend Zucker für die Energiegewinnung zur Verfügung verschwindet die Ketonurie wieder.

    Mir ist klar, dass das viele Ärzte so machen. Wollte nur darauf hinweisen, dass es eigentlich fachlich in vielen Fällen falsch ist. Du merkst den Widerspruch schon selbst - wenn's mit dem Flexüle-Legen nicht geklappt hat versucht man es ohne. Gerade bei diesen Kindern mag man (verallgemeinernd) unterstellen, dass die Dehydration ausgeprägter ist. Und gerade bei denen schaut man es sich erstmal so an - und sie werden zum Großteil sicherlich auch wieder gut. Also warum nicht gleich dem Kind den iv-pieks ersparen, per oral oder per Magensonde beginnen und damit geringere Kosten und eine geringere Komplikationsrate produzieren?
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  5. #5
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    alles klar, danke!habe jetzt noch einmal den Oberarzt angesprochen und jetzt ist mir alles klar. Die Kinder, die Infusion bekommen haben deshalb keine Ketone mehr im Urin, weil in der Infusion ja unter anderem Glucose drin ist...daran hatt ich nicht gedacht und da jede Schwester und sgar auch die Stationsärzte zu den Eltern der Kinder immer sagen "der Wert im Urin war schlecht, ihr Kind muss mehr trinken" hat mich das total verwirrt....Schon seltsam dass sich da keiner des Personals (ich meine vor allem die Schwestern) da mal Gedanken drüber gemacht hat, sonst hätten sie mir ja meine Frage beantworten können und würden die Ketonkörper im Urin nicht fälschlicherweise auf das Trinkverhalten schieben



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