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Aktive Benutzer in diesem Thema

  1. #1
    Registrierter Benutzer Avatar von Bine39
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    Hallöli!

    Im Unterricht wurde uns was über affektive Störungen erzählt.

    Kann mir jemand mit kurzen einfachen Worten sagen, was da alles dazu gehört?

    Klar, ich könnte jetzt die Bücher wälzen, aber da steht ja auch alles so differenziert drin . Ich als Krankenschwester brauche aber nur die Grundbegriffe mit den wichtigsten Symptomen und Therapiemöglichkeiten.

    Oder ist diese Bitte jetzt doch etwas unverschämt von mir?

    Falls doch Antworten kommen, bedanke ich mich hier mal ganz herzlich!!!

    Liebe Grüße Bine



  2. #2
    Diamanten Mitglied Avatar von FataMorgana
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    Eine umfassende Abhandlung kann ich leider um die Uhrzeit nicht mehr von mir geben - sorry.

    Affektive Störungen sind grob gesagt solche, die Stimmung und Antrieb betreffen. Die wichtigsten Vertreter sind Depression (Stimmung gedrückt, Antrieb meist vermindert - kann aber auch unverändert oder gesteigert sein) und Manie (Stimmung euphorisch, Antrieb gesteigert).

    Wichtige Symptome sind z. B.:

    Depression - grundlose Traurigkeit, Schlafstörungen, Gewichtsveränderungen, Suizidgedanken und -versuche, Antriebsveränderungen (s. o.), Konzentrationsstörungen, Gehemmheit des Denkens, "kreisende" Gedanken, Zwangsgedanken und -handlungen, Angst, Verlust sozialer Kontakte, vermindertes Selbstwertgefühl, Schuldgefühle bis zum Schuldwahn, Verarmungswahn etc.

    Manie - grundlose Heiterkeit, geringes Schlafbedürfnis, Ideenflucht, sinnlose Geldausgaben, überhöhtes Selbstwertgefühl bis zum Größenwahn, Ausweitung sozialer Kontakte bis zur Umtriebigkeit etc.

    Nach der Art der Entstehung unterscheidet man klassischerweise noch die endogenen, exogenen und psychogenen affektiven Störungen, wobei diese Unterteilung an Bedeutung verloren hat.

    Therapie: Medikamente (Antidepressiva, Phasenprophylaxe mit Lithium, Carbamazepin oder Valproinsäure, Neuroleptika zur Behandlung der akuten Manie und teilweise auch der Depression, Benzodiazepine eher vorübergehend bei Depression), Psychotherapie (zunehmend Verhaltenstherapie, weniger Psychoanalyse), Soziotherapie, Ergotherapie.

    So - das war's für heute.



  3. #3
    Registrierter Benutzer Avatar von Bine39
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    Damit kann ich schon mal was anfangen. Vielen Dank!

    Ich bringe noch durcheinander:

    Zyklotymie
    Bipolar2 usw...

    Warum hat es an Bedeutung verloren, ob die Depressionen nun endogen, exogen oder psychogen sind?

    Gruß Bine



  4. #4
    Kugelfänger Avatar von Froschkönig
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    Bipolar bedeutet, daß sich manische und depressive Phase abwechseln, wobei die einzelnen Phasen Monate Dauern.

    Von den Bipolaren, der reinen Depression und der reinen Manie ist das letzte am seltensten.
    KEINE Wiederbeschaffung von Goldkugeln und anderen Preziosen !
    Das schlimme an den Minderwertigkeitskomplexen ist, daß die falschen Leute sie haben
    (Sir Alec Guiness)



  5. #5
    Diamanten Mitglied Avatar von FataMorgana
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    Original geschrieben von Bine39
    Ich bringe noch durcheinander:

    Zyklotymie
    Bipolar2 usw...
    Zyklothymie ist eine bipolare affektive Störung. Der Name impliziert nach traditioneller Auffassung ein bisschen eine endogene Ursache.

    Was "Bipolar2" sein soll, weiß ich nicht. Oder war das ein Tippfehler?

    Warum hat es an Bedeutung verloren, ob die Depressionen nun endogen, exogen oder psychogen sind?
    Man hat festgestellt, dass diese Unterscheidung unter dem Aspekt der therapeutischen Konsequenzen nicht so wichtig ist, wie man einmal angenommen hatte. Trotzdem wird diese Klassifikation noch benutzt und hat sicher auch eine Berechtigung. Man nennt sie übrigens das "triadische System" der Psychiatrie. Dies kann auch auf andere Psychosen angewandt werden.

    Btw: Finde ich gut, dass sich auch mal jemand vom Pflegepersonal hier ein bisschen einnistet. Das bringt mal ein bisschen Abwechslung und frischen Wind hier rein. Es gab vor längerer Zeit mal "Susannchen", aber die hat schon seit Ewigkeiten nichts mehr gepostet.



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