Gedächnisprotokoll Prüfung Zusatzbezeichnung Notfallmedizin 20.11.20 bei der Ärztekammer Nordrhein in Düsseldorf:
1.Prüfer: Thema Intoxikationen und alle Antidota
a) Was sind häufige Intoxikationen und was haben Sie an Antidota im Koffer?
—> hab mich dann an der Einteilung von Nerdfallmedizin Toxidrome entlang gehangelt:
- Cholinerges Syndrom: intoxikation mit E605 mit Symptomen wie schwitzen, hypersalivatiom, Miosis, bradykardie —> antidot Atropin
- anticholinerges Syndrom: Intoxikation mit antidepressiva wie Tetrazykline, Neuroleptika, Antihistaminika, Atropin mit Symptomen wie mydriasis, trockene heiße Haut, tachykardie, HRST —> antidot Physostigmin
- sympathomimetisches Syndrom: Intoxikation mit Amphitaminen, Extacy, Kokain mit Symptomen wie schwitzen, tachykardie, hypertonie—> Therapie mit Benzos und Cave: bei kokain Gefahr des Koronarspasmus mit AP Symptomen —> kein Betablocker!
- narkotisches Syndrom: Intoxikation mit Opioiden mit Symptomen miosis, Atemdepression, vigilanzminderung bis Koma —> Antidot Naloxon, Intoxikation mit Benzos mit Symptomen wie vigilanzminderung und weniger atemdepressiv als opioide—> Antidot Flumazenil
b) Rauchgasintoxikation
- Zyanide —> Hydroxycobalamin, Cave bei 4-DMAP (mit Thiosulfat) wegen Methämoglobin Bildung
—> bei der Frage wollte er die Pathomechanismen von beiden Antidota wissen..da war ich dann etwas raus
- CO-Intoxikation ist er nicht mehr weiter drauf eingegangen
c) kurze Abstecher zur Hyperkaliämie was man im EKG sieht —> hohes T und bradyarrhythmie

2.Prüfer: Thema MANV und danach Meningitis
a) Unfall Autobahn mit mehreren Autos: ersteintreffend, LNA und OrgL, Vorsichtung, Rückmeldung Leitstelle, 5 Sichtungskategorien
b) Fallbeispiel: junger Mann, seit 2 Tagen Unwohlsein/ Krankheitsgefühl, Lichtscheu jetzt GCS 7, Fieber —> SAMPLER Schema: Meningismus positiv, keine Allergien, keine Vorerkrankungen, Impfstatus unklar..weiter bin ich nicht gekommen wegen Zwischenfragen , Erläuterung GCS —> eigentlich für SHT, aber für beschriebene Situation mit sonst unauffälliger Vigilanz würde ich intubieren (Prüfer war Anästhesist, fand er gut , dann Verlauf erklären: also Transport mit Schutzkleidung, 2 Viggos (Pat. war nach Monitoring Hämodynamisch eher instabil), Volumengabe, Tubus und zügiger Transport in Klinik mit Voranmeldung! Damit nicht noch mehr Leute außer uns exponiert werden und der Patient schnell Antibiose bekommt. Was bekommen wir zur Postexpositionsprophylaxe? Ciprofoxacin oder Rifampicin
Ich glaub das war’s..es war nicht schlimm, wenn man nicht alles und nicht auf Anhieb wusste. Der erste Prüfer wirkte etwas strenger, aber beide waren sehr nett und hilfsbereit, wenn man mal nicht weiter wusste. Ich war insgesamt sehr aufgeregt, aber mit der Vorbereitung dieser Altprotokolle, Repetitorium Notfallmedizin, bei Bedarf etwas Nerdfallmedizin und Amboss ging es wirklich gut zu schaffen
Ich wünsche allen viel Erfolg und hoffe ein bisschen geholfen zu haben.