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  1. #66
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    Prüfungsort: Ärztekammer Westfalen-Lippe, Münster

    Das Prüfungskomitee bestand aus einem Prüfungsvorsitzenden (Anästhesist und Intensivmediziner) sowie zwei Prüfern. Insgesamt eine herzliche Atmosphäre. Ich selbst befinde mich in der Weiterbildung zum Facharzt für Orthopädie und Unfallchirurgie.

    1. Prüfer, Anästhesist:
    1. Was gibt es im Rahmen der COVID-Pandemie für den Rettungsdienst zu beachten? Hier habe ich die PSA erläutert, FFP2-Maskenstandard war wichtig, Schutzbrille, Schutzkittel. Weitere Maßnahmen, wie die Intubation mit Videolarygnoskop wurde vom Prüfer betont. Das sei ohnehin Standard im Rettungsdienst, im Rahmen der Pandemie allerdings nochmal betont.
    2. Vorgehen bei der endotrachealen Intubation inklusive Medikamentenvorbereitung. Notfallintubationsindikationen erwähnt, Präoxygenierung, Intubationszubehör dargelegt. Zur Medikation stellte ich das Schema und Dosierung für einen Traumapatienten vor (Esketamin, Midazolam, Succinylcholin oder Roccuronium). Bei dem Muskelrelaxans gab es eine kurze Diskussion über den Stellenwert der persönlichen Erfahrung.
    3. Zuletzt wurde der Sinn der Hilfsfrist noch diskutiert. Wofür ist diese wichtig? Entscheidend war, dass sie für die Bedarfsplanung und die Bereitstellung der Rettungsmittel relevant ist.

    2. Prüfer, Internist:
    1. Mit was befasst sich das Rettungsdienstgesetz. Sei das Rettungsdienstgesetz Länder- oder Bundessache. Wer ist für den Rettungsdienst zuständig (die Kreise und kreisfreien Städte als Träger). Wer ist der oberste Dienstherr (der Kreisdirektor).
    2. Wer ist bei der Gabe von Betäubungsmitteln verantwortlich? Der Notarzt. Wie erfolgt die Verwurf (gemäß dem Vier-Augen-, besser Sechs-Augen-Prinzip), eine Übergabe an Notaufnahmepersonal sei unzulässig.
    3. Wie ist die Hilfsfrist definiert.

    Ich hoffe mit dem Protokoll helfen zu können. Viel Erfolg!



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  2. #67
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    13.08.2013
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    Prüfungsort: Ärztekammer Sachsen, Dresden; Mai 2020

    Das Prüfungskomitee bestand aus einem Prüfungsvorsitzenden (Anästhesist und Intensivmediziner) sowie zwei Prüfern (1x Anästhesist und Intensivmediziner, 1x Facharzt für Orthopädie und Unfallchirurgie). Insgesamt eine sehr angenehme Atmosphäre. Ich selbst befinde mich in der Weiterbildung zum Facharzt für Innere Medizin mit Schwerpunkt Kardiologie.

    Kleidung: Anzug, die anderen Kollegen aber in gehobener Freizeitkleidung war auch kein Problem. Mund-Nasenschutz tragen war nicht notwendig.

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    1. Frage:
    Sie werden Nachts um 2 Uhr in einem Problemviertel zu einer Barschlägerei gerufen. Am Boden liegt eine Bewusstlose Person mit einer blutenden Wunde am Kopf.

    Erster Schritt Eigensicherung, Situation überblicken, erst wenn Situation sicher ist in das Geschehen gehen. Dann nach Möglichkeit den Patienten so schnell es geht ins Auto bringen (Warm, Beleuchtung gut, Patient geschützt).
    Dann das ABCDE Schema:
    A -> Atemwege prüfen. Diese sind frei. Etwas röchelndes Atemgeräusch. Wenn man sich für einen Stiffneck entscheiden möchte dann jetzt.
    B -> VAG seitengleich, sPO2 92%
    C -> 140/90, Rekap Zeit normal.
    D -> GCS 5/15, Patient riecht Alkoholisiert, eine Pupille groß nicht lichtreagibel etwas entrundet (hatte initial in der Hektik vergessen in die Augen zu sehen, war aber kein Problem und Prüfer hat freundlich darauf aufmerksam gemacht), BZ normal
    E -> Temperatur 36.2

    Bodycheck bis auf die Kopfplatzwunde keine Verletzungen. Bei V.a. SHT mit intrakranieller Blutung entscheidung zur Schutzintubation bei GCS <9. Diese hatte ich vorgeschlagen mit Esketamin 100mg, Midazolam 8mg und Rocuronium 100mg als RSI. Dann kurze Beschreibung was durch den Notfallsanitäter alles vorzubereiten sei (Absaugung, Präoxygenierung, kein Zwischenbebeuteln, Tubus in entsprechender Größe, alternativer Atemweg, Oberkörper leicht hochlagern zum Aspirationsschutz).
    Damit war dann diese Frage beantwortet.
    __________________________________________________ _________
    2. Frage:
    Sie kommen zu einer 41 jährigen ärztlichen Kollegin die gestürzt ist auf die Schulter und es besteht der Verdacht auf eine Luxationsfraktur. ABCDE Schema unauffällig. In der hinteren Schultergrube ist das Gelenk leer zu Tasten. Welche analgetische Therapie würden Sie geben? Habe mich für MSI fraktioniert entschieden, alternativen wären Fentanyl fraktioniert oder Esketamin gewesen. Wichtig die Patienten nach Möglichkeit der Schmerztoleranz zuerst ins Auto zu bringen, damit das dann keine Probleme macht. Untersuchung der verletzten Stelle nach direkten/indirekten Zeichen für eine Fraktur, DMS übrprüfen und dokumentieren (Hatte ich vergessen zu erwähnen, auch hier wieder freundliches hinführen durch den Prüfer). Ich meinte ich würde die Schulter nicht Reponieren, da es keine habituelle Luxation ist. Der Prüfer meinte dazu gab es wohl vor kurzem ein Update in einem Fachmagazin mit einer neuen Technik die sehr gut funktionieren würde, dass ich das nicht wusste wurde überhaupt nicht negativ angemerkt, er wollte mir eher etwas beibringen und hat mir die Technik dann sehr nett vorgezeigt.
    __________________________________________________ _______________
    3. Frage:
    Lauer Sommerabend, sie kommen zu einer runde wohlstiuierter älterer Männer die einen gemeinsamen umtrunk hatten und dabei auch gegrillt haben. Einer der Männer hatte daraufhin Spiritus in den Grill gekippt und sich Verbrennungen zugezogen wie gesehen Sie vor?

    Wieder ganz kurz Selbstschutz, Einschätzung der Lage (klar nur ein verletzter).
    Dann ABCDE Schema wieder:
    A -> Atemwege frei, Augenbrauen angerußt (habe hier angemerkt, dass das der Punkt wäre wo ich auf ein Inhalationstrauma prüfen würde, aber darauf wollte er nicht hinaus und meinte es besteht kein Inhalationstrauma
    B -> Sättigung 100%, keine pathologischer Befund
    C -> Etwas tachykard und hypertensiv wegen Schmerzen
    D -> GCS 15, BZ normal, etwas alkoholischer Geruch
    E -> Hier war gefordert, dass ich das Ausmaß der % KÖF verbrannt schätze, (er hat empfohlen es mit der Hand ->1% Methode zu machen, da nicht so ausgedehnte Verbrennungen) Der Patient hatte Verbrennung am rechten Kopf, über die Schulter auf den rechten Oberarm ziehend mit betroffener Achsel und Hals region. Dann war noch die Frage nach Graduierung der Verbrennungen (Hals Kopf hatte Grad IIa/b und Oberarm Grad III -> weiß und keine Schmerzen dort)

    Weiteres vorgehen war dann gefragt. Versorgung der Wunden. Analgetische Therapie. Muss der Patient in ein Brandverletztenzentrum (ja da Kopf betroffen und Achselregion), wie würde ich das koordinieren -> ich meinte über Hamburg anmelden, er meinte man kann es auch mit der lokalen Leitstelle absprechen die kümmert sich dann.
    __________________________________________
    Insgesamt ist die Prüfung sehr nett gewesen. Man lernt bestimmt etwas zuviel davor, aber ich glaube nichts davon ist vergedeutet, da man dann auf der Straße doch im Zweifel froh darüber ist einige Sachen im Hinterkopf zu bewahren. Ich glaube die Prüfer wollen vor allem sehen, dass man mit Situationen gut umgehen kann, auch wenn man gewisse Sachen nicht direkt weiß. Außerdem wissen sie, dass oft Sachen entfallen durch die Konstruktion der Situation (man sagt nicht, dass man in die Augen des Patienten sieht, obwohl es in der Praxis schon fast ein Automastimus ist).

    Insgesamt ist auch ein guter Tipp, wenn man nicht weiter weiß mit dem ABCDE Schema zu beginnen und dieses runterzuarbeiten, allein darüber ist schon ein großer Teil der Prüfungszeit erledigt, man zeigt wissen und bewegt sich auf sicherem Terrain.

    Insofern euch allen viel Glück für die Prüfung und sichere Fahrt wenn ihr bestanden habt!



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  3. #68
    Registrierter Benutzer Avatar von Rhinozeros
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    18.06.2018
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    Hallo liebe Kolleginnen und Kollegen,

    da ich von den vorherigen Protokollen gut profitieren konnte, wollte ich die Prüfung und den Ablauf meiner Notarztprüfung darlegen,
    Prüfungsort: Bayrische Landesärztekammer München
    Prüfungsdatum: Dezember 2019
    Prüfer: ein Prüfungs Vorsitzender , 1.Prüfer Internist und Kardiologe, 2.Prüfer Anästhesist und Intensivmediziner

    Kleidung war gehobene Freizietbekleidung, kein Anzug.

    Zu Beginn kurze Vorstellung zu meiner Person, dann fing die Prüfung an.

    1.Frage: Szenario wurde mir mit einem Bild in einer Hausarztpraxis per Beamer präsentiert. Es zeigte sich auf dem Bild ein älterer Patient im Wartezimmer liegend mit Blut um den Hinterkopfbereich. Darauf die Beschreibung des Szenario durch den Prüfer: "Sie werden vom Hausarzt angefordert, beim Eintreffen ist der Hausarzt schon auf einem Hausbesuch und die aufgebrachte Arzthelferin erzählt Ihnen dass der 81 jährige Patient synkopierte und mit dem Hinterkopf auf den Boden aufschlug. Der Patient sei beim Eintreffen somnolent und nicht richtig ansprechbar. Was tun Sie als nächstes?"
    A -> Atemwege frei
    B -> Sättigung 100% , o.B.
    C -> als ich den Punkt C erwähnte zeigte mir der Prüfer ein EKG auf dem Beamer hier erkannte ich eine Tachykardie ohne Sinusrhythmus. Mit einem RR von 180/110 mmHg (Mit der Interpretation war der Prüfer erstmal zufrieden)
    D-> GCS erheben hier bin ich das GSC Schema durchgegangen , letztendlich wollte er dann nur wissen was ich als GCS angeben würde und bei welcher GCS Zahl ich intubieren würde.
    Folgendes Schema wollte der Prüfer wissen:
    Kleiner Merkspruch : Bei GCS 8 wird noch gelacht, bei GCS 7 musst du Tubus schieben.
    Augen öffnen
    spontan – 4 Punkte
    auf Aufforderung – 3 Punkte
    auf Schmerzreiz – 2 Punkte
    keine Reaktion – 1 Punkt
    beste verbale Reaktion
    konversationsfähig orientiert – 5 Punkte
    konversationsfähig desorientiert – 4 Punkte
    inadäquate Äußerungen – 3 Punkte
    unverständliche Laute – 2 Punkte
    keine Reaktion – 1 Punkt
    beste motorische Reaktion
    folgt Aufforderung – 6 Punkte
    gezielte Abwehr – 5 Punkte
    ungezielte Abwehr – 4 Punkte
    Beugesynergismen – 3 Punkte
    Strecksynergismen – 2 Punkte
    keine Reaktion – 1 Punkt
    Die Maximalpunktzahl beträgt 15 Punkte und entspricht einem bewusstseinsklaren Notfallpatienten. Erfolgt hingegen in keiner der drei Kategorien eine Reaktion, wird der Zustand des Patienten mit drei Punkten klassifiziert. Im letzteren Fall liegt eine schwere Bewusstseinsstörung vor.
    Daraus ergeben sich für das Rettungsteam folgende Handlungsempfehlungen:
    15 – 13 Punkte: keine Bewusstseinsstörung; evtl. leichtes Schädel-Hirn-Trauma; keine Maßnahmen zur Atemwegsicherung erforderlich
    12 – 9 Punkte: leichte bis mittelschwere Bewusstseinsstörungen; mittelschweres Schädel-Hirn-Trauma; Monitoring und Intubationsbereitschaft
    8 – 3 Punkte: komatös; schweres Schädel-Hirn-Trauma; Intubation
    Nach der GCS Erhebung wollte der Prüfer mein weiteres Vorgehen wissen, hierzu ging ich auf die blutende Kopfplatzwunde genauer ein. Inspektion der Wunde mit Handschuhen, er meinte daraufhin dass die Wunde sehr tief sei und stark bluten würden und wahrscheinlich sei ein Gefäß verletzt. Dann wollte er wissen was ich tun würde, hierbei meinte ich zuerst desinfizieren dann Applikation eines Hämostyptikum mit einem Kompressionsverband. Hier meinte er das reicht ihm, und was ich als nächstes tun würde. Darauf erklärte ich ihm dass ich eben nun den Bodycheck durchführen würde bzgl der restlichen Extremitäten. Das hat ihm gereicht und er meinte der restliche Bodycheck war unauffällig.
    Dann zeigte er wieder das EKG am Beamer.
    Hier hat man dann eine Breitkomplextachykardie gesehen. Hierzu wollte dann der Prüfer dann die Ätiologie wissen im Sinne von Kardiale Ätiologie (KHK, Herzinsuffizienz, Myokarditis, Kardiomyopathien, Vitien) VS Extrakardiale Ätiologie (Elektrolytstörungen, aHT, Hyper-/Hypothyreose, Intoxikationen durch Medikamente, Hypoxie, Lungenembolie, Karotissinus Syndrom, Trauma, Stromunfälle, Psychogene Ursache). Als nächstes wollte der Prüfer wissen ab wann man von eienr Tachykarden Rhythmusstörung spricht: Ab einer Frequenz von>100/min. Um den Entstehungsort der Tachykardie genauer zu bezeichnen, werden ventrikuläre von supraventrikulären Herzrhythmusstörungen unterschieden. Bei tachykarden ventrikulären HRST ist der Ursprung der Erregung irgendwo im Ventrikel selbst lokalisiert. Von dort aus wird der Rest des Ventrikels erregt. Da hierbei die Erregung nicht wie physiologischerweise vom schnellen His-Purkinje-Reizleitungssystem weitergeleitet wird, dauert es länger bis der ganze Ventrikel erregt ist, was sich typischerweise in einem verbreiterten QRS-Komplex (>120 ms) im EKG darstellt. Wenn der Ursprung der Tachykardie hingegen „oberhalb“ vom Ventrikel, also supraventrikulär (im Vorhof) gelegen ist, kann die Erregung des Ventrikels über das schnellere His-Purkinje-Reizleitungssystem erfolgen und somit zeigen sich im EKGin der Regel normal-breite QRS-Komplexe.

    Als letztes wollte der Prüfer dann die medikamentöse Therapie bzw Einteilung der Antiarrhythmika nach Vaughan-Williams wissen.

    Klasse Wirkmechanismus Beispiel-Wirkstoff Indikation
    Ia • Natriumkanal-Blocker • Ajmalin
    • Chinidin • Ajmalin
    • Mittel der Wahl bei AV-Reentrytachykardien (z.B. WPW)
    • Akuttherapie von ventrikulären und supraventrikulären Tachykardien
    • Chinidin wird aufgrund erheblicher Nebenwirkungen heutzutage kaum noch verwendet
    Ib • Lidocain
    • Als Reservemedikament bei akuten ventrikulären Rhythmusstörungen
    Ic • Propafenon
    • Flecainid • Zur medikamentösen Kardioversion bei Vorhofflimmern
    • Supraventrikuläre Tachykardien

    II • Beta-Blocker
    • Metoprolol
    • Tachykardie
    • Myokardinfarkt


    III • Kaliumkanal-Blocker • Amiodaron
    • Dronedaron
    • Sotalol
    • Amiodaron
    • Ventrikuläre Tachykardie
    • VHF
    • Dronedaron
    • Nach erfolgreicher Kardioversion bei Vorhofflimmern zum Erhalt des Sinusrhythmus
    • Eingeschränkte Zulassung!
    • Sotalol
    • Supraventrikuläre und ventrikuläre Herzrhythmusstörungen
    • Aufgrund proarrhythmogener Effekte heutzutage kaum noch verwendet

    IV • Calciumkanal-Blocker
    • Verapamil
    • Diltiazem
    • Supraventrikuläre Tachykardie

    Nachdem ich Ihm dann die Einteilung nach Vaughan-Williams erzählte wollte er weitere Weitere Antiarrhythmika wissen:
    • Adenosin
    • Wirkung: Kurzfristige Blockierung der AV-Überleitung bei rascher i.v. Bolus-Injektion (sehr kurze Halbwertszeit: <10 Sekunden)
    • Indikationen: Mittel der ersten Wahl bei supraventrikulären Tachykardien
    • Diagnostische Wertigkeit: Demaskierung von Vorhofflattern bei tachykarden Herzrhythmusstörungen
    • Therapeutische Wertigkeit: Terminierung von Tachykardien mit schmalen QRS-Komplexen möglich (insb. der AV-Knoten-Reentry-Tachykardie)
    • Therapieempfehlung: Einsatz nur unter Monitorüberwachung und nach Vorbereitung auf evtl. Komplikationen (z.B. Asthmaanfall)
    • Kontraindikation
    • Präexzitationssyndrom mit Vorhofflimmern (Gefahr des Kammerflimmerns)
    • Asthma bronchiale
    • Digitalis
    • Frequenzsenkung bei tachykarden Erregungsstörungen des Vorhofes (z.B. VHF)
    • Parasympatholytika (z.B. Atropin)
    • Antibradykarde Wirkung
    • Sympathomimetika (z.B. Orciprenalin)
    • Antibradykarde Wirkung
    • If-Kanal-Hemmer: Ivabradin
    • Wirkung: Frequenzsenkung über Blockierung des If-Kanals in den Schrittmacherzellen des Sinusknotens
    • Indikation
    • Reservemittel zur symptomatischen Behandlung der stabilen KHK und chronischen Herzinsuffizienz (NYHA II-IV) im Sinusrhythmus
    • Anwendung erfolgt in Kombination bei unzureichendem Effekt einer Beta-Blocker-Gabe oder wenn Beta-Blocker kontraindiziert sind
    Klasse-I-Antiarrhythmika sind nach Herzinfarkt und bei Herzinsuffizienz kontraindiziert!
    Als letztes hat er dann meine Arbeitsdiagnose wissen wollen bei dem Patienten:

    SHT bei Kopfplatzwunde und GCS von 8 mit einer Breitkomplextachykardie , hierzu wollte er auch wissen ob ich dem Patienten Paddles aufgeklebt habe oder nicht. Dies habe ich bejaht, damit war er zufrieden.

    Danach wurde mir eine Fahrplanroute am Beamer gezeigt mit einer Route zu einem Maximalversorger und einer anderen Route in ein kleines peripheres Krankenhaus. Ich habe ihn daraufhin gefragt ob das periphere Krankenhaus ein CT hat. Die hat er bejaht. Die Route zum Maximalversorger hätte länger gedauert und ein Hubschrauber wäre nicht erreichbar. Daraufhin habe ich geantworter zur bildgebenden Diagnostik und Erstversorgung würde ich das kleinere periphere Krankenhaus ansteuern, damit war er dann zufrieden.

    Als nächstes kam dann der 2 Prüfer an die Reihe:

    Der zweite Prüfer hatte kein Fallbeispiel mehr da das Erste Fallbeispiel mehr als genug war. Soweit ich von den Kollegen vorher erfahren habe gab es immer nur ein konkretes Fallbeispiel mit Bildern auf dem Beamer.
    Nun wollte der zweite Prüfer nur wissen was eine Patientenverfügung ist und wie sie aufgebaut ist. Dann Todesfeststellung (sichere und unsichere Todeszeichen) und wie man eine Todesbescheinigunbg ausfüllt (hier wollte er haben dass man als Notarzt nur eine vorläufige Todesbescheinigung ausfüllt und der Hausarzt dann eben die endgültige Todesbescheinigung und letzte Leichenschau durchführt) Vorläufiger Totenschein Der diensthabende Notarzt kann aufgrund eines nachfolgenden Einsatzes an der Ausführung der Leichenschau gehindert sein und sich auf die Ausstellung eines vorläufigen Totenscheins beschränken. In Bayern muss er aber auch hierfür ein spezielles Formular nach amtlichem Muster benutzen. Des Weiteren muss er die Totensorgeverpflichteten auf die Notwendigkeit der Leichenschau durch einen anderen Arzt hinweisen.
    Kleine Info dann noch vom Ersten Prüfer über eine unsachgemäße Leichenschau:
    Verstöße gegen die gesetzlichen Regelungen zur Leichenschau werden als Ordnungswidrigkeiten mit Geldstrafen bis zu 25 000 Euro geahndet. Infrage kommen:
    • nicht rechtzeitige Durchführung der Leichenschau,
    • unzureichende Durchführung der Leichenschau,
    • unterlassene Bestellung eines Vertreters bei eigener Verhinderung,
    • unterlassene oder nicht unverzügliche Meldung bei der Polizei bei Verdacht auf einen nicht natürlichen Tod,
    • unterlassener Hinweis auf Infektiosität,
    • unterlassenes oder fehlerhaftes Ausfüllen der Todesbescheinigung.

    Dann waren beide Prüfer zufrieden und meine Prüfung war nach ungefähr 45 Minuten endlich beendet.

    Ich habe dann im Aufenthaltsraum noch etwas gewartet und durfte dann mein Zeugnis zum Bestehen der Prüfung entgegennehmen.

    Kleines Fazit von mir: Die Prüfer waren angenehm und man durfte nachfragen, wenn etwas unklar war. Wenn man sich ordentlich auf die Prüfung vorbereitet hat dann schafft man die Prüfung auch in der Regel. Geschenkt wird einem eben nichts. An dem Tag wurden 5 Leute mit mir geprüft, von sind zwei durchgefallen.

    Somit wünsche ich allen viel Erfolg !
    Aspirin gab's nicht, da hab' ich dir Zigaretten mitgebracht - Homer Simpson



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