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  1. #106
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    Prüfung bei der Ärztekammer Nordrhein (Düsseldorf)

    Ein nettes Trio aus zwei Anästhesisten (Dr. Deußen, Mönchengladbach; anderer Name nicht erinnerlich) und einem Neurochirurg (Prüfungsvorsitz). Insgesamt lockere Atmosphäre mit freundlichen einleitenden Worten und ca. 25 Minuten reiner Prüfungszeit.

    1. Fallbeispiel "Eigenunfall eines Kradfahrers auf der Autobahn"
    - Vorgehen ab dem Zeitpunkt des Besetzen des NEFs: Welchen Status drückt man bei der Ausfahrt? Welche Gedanken/Fragen hat man auf der Anfahrt? Wie könnte eine mögliche Raumordnung an der Einsatzstelle aussehen? Beim Eintreffen: Kommunikation mit der Polizei und der Feuerwehr (Woran erkennt man den Einsatzleiter der Feuerwehr? Gelbe Funktionsweste; weitere bekannte Funktionswesten? Hier hat man mich einfach reden lassen, habe LNA/OrgL (weiß), ersteintreffendes NEF (bei uns blau-weiß-kariert) sowie rot (Zugführer Feuerwehr) erwähnt). 4S-Regel zur Sicherheit an der Einsatzstelle erwähnt und erklärt, anschließend Vorgehen am Patienten anhand cABCDE-Schema mit vom Prüfer genannten Befunden und Stellungnahme von mir, ob es hierbei ein Problem gibt.
    Konkret:
    "c" kein Problem offensichtlich erkennbar, volle Schutzmontur inkl. angezogenem Helm (kaputt!) und offensichtlich bewusstlosem Patient -> Entscheidung zur frühzeitigen Nachalarmierung eines Hubschraubers
    "A": sofortige manuelle In-Line-Stabilisierung, Abnahme Helm mit Zweihelfermethode, Atemwege frei von Blut/Sekret
    "B": AF 6/min -> Problematisch: Entscheidung zum Esmarch-Handgriff (Mix aus "A" und "B"), darunter Verbesserung auf 12/min; SpO2 initial 87% -> 15l O2 über Maske mit Reservoir, darauf Anstieg auf 95%; Auskultation erschwert wegen Umgebungslärm, am ehesten bds. VAG, seitengleiche Hebung des Thorax; Hinweis auf erneute Wiederholung im (ruhigen) RTW zur Bestätigung wurde begrüßt
    "C": Radialispuls tachkard, schwach tastbar; Recap-Zeit 4s -> Benennung kritisches C-Problem -> Entscheidung 2x großlumige iv-Zugänge, an beide zügige kristalloide Infusionen; Erläuterung permissive Hypotension (Zieldruck systolisch 80-90mmHg) vs. normotoner Zieldruck bei Polytrauma inkl. V.a. SHT; vorsichtige Untersuchung der relevanten Blutungsräume (Thorax/Bauch/Becken), Bauch bretthart; Anlage Beckenschlinge? Ja, davor Handy/Schlüssel aus Hosentasche entfernen, Orientierung am Trochanter major.

    Danach war die Zeit des ersten Prüfers bereits deutlich überschritten, kurzer Wechsel zu Prüfer 2:

    2. Fallbeispiel "Bewusstloser Jugendlicher am Morgen beim Aufstehen"
    - Mögliche Ursachen benennen: Hypo-/Hyperglykämie, intrazerebrale Probleme inkl. Meningitis, Intoxikation, man ließ mich zu jedem Beispiel ein bis zwei Sätze reden; allgemein Augenmerk auf "D" aus dem ABCDE-Schema: GCS erklärt, laut Prüfer 8 -> kritisches D-Problem benannt, Indikation zur Atemwegssicherung erklärt; anschließend im Zusammenhang Eigenschutz: CO-Intoxikation (wurde von Prüfer als sehr unrealistisch eingeordnet in dem Setting "nur eine Person betroffen, weckende Mutter ohne Symptome" und von mir erwähntem Verweis auf CO-Warner bei jeder Fahrzeugbesatzung). Zuletzt Eigenschutz vor dem Hintergrund Meningitis beachten, an Postexpositionsprophylaxe fürs gesamte Team denken.

    Anschließend direkt die Urkunde vom Vorsitzenden erhalten, fertig.
    Viel Erfolg euch, hab mich vorher viel zu sehr verrückt gemacht!
    Geändert von rxw30 (08.05.2021 um 10:53 Uhr)



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  2. #107
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    Nach den neuen Leitlinien (2015):
    Kinder bis 6 Jahre: 0,15mg Adrenalin i.m. in den lateralen Außenschenkel
    Kinder von 6 bis 12 Jahren: 0,3mg i.m.
    Adulte (ab 12 Jahren): 0,5mg i.m.



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  3. #108
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    Prüfung Zusatzbezeichnung Notfallmedizin bei der Ärztekammer Bayern (München) am 20.05.2021

    1. Prüfer: Dr. Hans-Joachim Goller (Internist), Coburg
    2. Prüfer: Dr. Marcus Kettemann (Anästhesist), Kösching
    Prüfungsvorsitz: Herr Dr. Hahn (näheres ist mir nicht bekannt)
    Dauer: 30 Minuten

    Allgemeines: Netter entspannter Empfang und kollegiale Prüfungsatmosphäre; aufgrund der Corona-Pandemie mit Mundschutz und Glaswänden zwischen den einzelnen Leuten; eingangs allgemeine Frage, warum ich Notärztin werden möchte bzw. was mich an dem Bereich interessiert.

    1. Prüfer (Internist):
    Berichten Sie uns doch mal von einem Einsatz, der Ihnen besonders in Erinnerung geblieben ist bzw. den Sie spannend fanden -> ich hatte also "freie Wahl" und habe ein paar meiner erlebten interessanten Einsätze stichpunktartig aufgezählt (Geburten, Suizid, Brandverletzung).
    Der Prüfer hat sich dann für den Einsatz "Brandverletzung" entschieden und ich dur



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  4. #109
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    ...Fortsetzung vom Vorprotokoll - ich habe mehrmals mein gesamtes ausfühliches Gedächtnisprotokoll hier eingetippt - leider werde ich aber vom System anscheindend jeweils nach einer bestimmten Zeit wieder automatisch ausgeloggt und das bereits geschriebene ist dann beim neuen Log-In jedesmal weg Wo liegt der Fehler?

    Also deshalb jetzt stichpunktartig:
    1. Prüfer: Thema Brandverletzung
    - Vorgehen (ABCDE und SAMPLE-Anamnese)
    - Kriterien für Einlieferung in ein Schwerbranntverletztenzentrum
    - Welche Schmerzmittel kann man geben -> z.B. Fentanyl fraktioniert
    - Wie intubieren, falls erforderlich -> RSI
    - Neuner Regel nach Wallace
    - Parkland-Baxter-Formel

    2. Prüfer: Thema Hinterwandinfarkt
    - DD bei Thoraxschmerz ("Big Five")
    - EKG interpretieren -> eindeutiger Hinterwandinfarkt ersichtlich
    - Vorgehen -> Medis, Anmeldung Herzkather, Transport begleiten
    - Pat. wird dann reanimationspflichtig -> kurz auf Reanimatinsalgorhythmus eingehen

    Fazit: Dankbare Themen; sehr nette Prüfer; entspannte Atmosphäre, weil von Anfang an alles ziemlich "rund" lief.



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  5. #110
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    Prüfung Zusatzweiterbildung Notfallmedizin Ärztekammer Nordrhein Juni 2021

    1) Indikation zur Reposition bei Frakturen (Fehlstellung mit potenzieller [bleibender] Schädigung von Gefäßen und Nerven, nicht nur bei inadäquater pDMS). Vorgehen (möglichst steril, achsengerecht, anmodellieren der Schiene, Analgosedierung, z.B. 25 mg S-Ketamin und 2 mg Midazolam). Indikation zur Reposition bei Luxationen (habituelle Luxationen von Schulter, Patella; keine Reposition bei Traumen und bei Hüftgelenksluxationen, z.B. nach TEP). Intubation beim Trauma (S-Ketamin 130 mg, Midazolam 6 mg, Rocuronium 100 mg; hier gab es die Anmerkung, dass mann Rocuronium nur benutzen sollte, wenn man auch Sugammadex dabei hat; außerdem Propofol vermeiden, ebenso Etomidate).

    2) Welche Kindernotfälle gibt es? (Fieberkrampf, Pseudokrupp, Trauma, Verbrühung/Vebrennung, Misshandlung)
    Typisches Alter Fieberkrampf (6 Monate bis 5 Jahre). Krampf durchbrechen bei Anhalten für 10 Minuten? (Ja, beispielsweise mit Midazolam 6 mg bei 2-jährigem Kind mit 10-15 kg mit MAD nasal; lieber mehr als wenig geben; außerdem bukkal möglich). Vorgehen, wenn Krampf nicht zu durchbrechen? (Fieber senken mit Paracetamol 250 mg supp., außerdem laut Prüfer auch Propofol ohne Intubation möglich).
    Symptome bei Pseudokrupp (Stridor, bellender Husten, Heiserkeit, subfebrile Temp., relativ guter AZ). Eher kein Zugang, um Stress zu vermeiden. Vorgehen (Ruhige Atmosphäre schaffen, Kind bei Mutter belassen, kalte Luft, ggf. Adrenalin-Inhalation 3 mg pur, Prednisolon 100 mg supp.)

    Insgesamt nüchterne, aber freundliche Atmosphäre. Ich denke, eine gute Vorbereitung angesichts des Spektrums schadet nie. Bei mir wurden ehrlicherweise ziemlich dankbare Themen abgefragt.
    Viel Erfolgt allen!



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