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Thema: Befürchtung

Aktive Benutzer in diesem Thema

  1. #1
    Registrierter Benutzer
    Mitglied seit
    24.09.2014
    Beiträge
    6
    Guten Tag,

    ich besuche derzeit die 12. Klasse eines beruflichen Gymnasiums für Gesundheit.
    Nach dem Abitur plane ich Medizin zu studieren.
    Ich habe verschiedene Beweggründe und bin außerordentlich motiviert für den theoretischen Teil des Studiums, allerdings gibt es verschiedene Aspekte des praktischen Teils, die mir Sorge bereiten. Ich bitte Personen mit Erfahrung sich zu diesen zu äußern.

    In dem 3 monatigen Pflegepraktikum, welches ich direkt nach dem Abitur absolvieren werde, muss ich in engen Kontakt zu den Patienten treten. Ich habe mich damit abgefunden, dass ich auch Arbeiten erledigen muss, wie bspw. die Bettpfanne leeren, Tätigkeiten bei denen ich mit potenziell infektiösen Körperflüssigkeiten in Kontakt komme. Ich bin dauerhaft von kranken Menschen umgeben und dementsprechend auch Krankheitserregern ausgesetzt.
    Meine Besorgnis liegt darin, dass ich durch dieses Umfeld angesteckt werde und erkranke.
    Meine Gesundheit ist mir enorm wichtig und deshalb geht mir dieser Gedanke auch nicht aus dem Kopf. Und ich denke die Besorgnis ist auch nachvollziehbar. Sind Ärzte und Krankenschwestern öfter krank als Menschen die nicht in Heilberufen tätig sind, da sie oft angesteckt werden ?
    Gewöhnt der Körper sich an das Umfeld und baut mit der Zeit eine gewisse Resistenz gegenüber den Krankheitserregern auf ?

    Für aufklärende Äußerungen bin ich sehr dankbar.

    Gruß Joe



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  2. #2
    the day after
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    04.05.2003
    Beiträge
    9.503
    Kurze Verständnisfrage:
    Wie willst du später als Arzt arbeiten, wenn du dich sorgst mit potentiell infektiösen Körperflüssigkeiten in Kontakt zu kommen?

    Ich würde an deiner Stelle nicht in die Pädiatrie gehen, da wird man gerne und schnell krank, genauso wie im Kindergarten.



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  3. #3
    Diamanten Mitglied
    Mitglied seit
    12.12.2004
    Ort
    Berlin
    Semester:
    5. WBJ
    Beiträge
    5.652
    Hey Joe,

    ich bin seit 2004 im Gesundheitswesen tätig (Zivi auf ner ITS, Ausbildung zum GuK, Arbeit als GuK, Studium und Nebenjob im Krankenhaus). "Ernsthaft" krank war ich in den letzten 10 Jahren genau 1 x. Ok, 2 x aber das zweite war ein Bandscheibenvorfall, der wenig mit der Arbeit im Krankenhaus zu tun hat.

    Es ist richtig, dass man ein höheres Risiko hat durch den Kontakt mit Kranken. Aber wenn man die Infektionskette immer anständig unterbricht (Händedesinfektion, steriles arbeiten wo nötig etc. pp.) kann man das Risiko für deine Patienten und dich sehr gering halten.

    Die meisten meiner Freunde sind deutlich öfter krank als ich!

    LG Thomas

    P.S: Solara, es gibt ja auch Tätigkeiten die nix mit Patienten zu tun haben
    Doubt kills more dreams than failure ever will.



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  4. #4
    Registrierter Benutzer
    Mitglied seit
    24.09.2014
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    6
    Vielen Dank für eure Antworten !
    Ich dachte mir schon, dass das Risiko stark mit der Stärke des Immunsystems korreliert.

    Ich habe nicht vor als Arzt in einem Krankenhaus zu arbeiten.
    Geplant war ein Studium der Molekularen Zellbiologie. Anschließend sollte mein Weg in die Forschung führen.
    Nach einigen Praktika, dem Sammeln von Erkenntnissen und Erfahrungswerten anderer Personen die diesen Weg eingeschlagen haben, wurde mir von diesem Karriereweg dringlichst abgeraten. Die schlechten Berufsaussichten nach Abschluss des Studiums sind nur ein Grund dafür, einen anderen Weg einzuschlagen.

    Das Medizinstudium bietet sich als optimale Alternative an. Nach Abschluss des Studiums stehen mir noch weit mehr Türen offen im Bereich der Forschung.
    Sollte ich es mir während des Studiums allerdings anders überlegen, bspw. entdecke ich das Krankenhaus doch als optimalen Arbeitsplatz für mich, bevorzuge ich in einen medizinischen Bereich zu gehen, in dem ich keinen direkten Kontakt zu Patienten habe. Die Radiologie oder Pathologie bietet sich dafür an.
    Auch ist es mir enorm wichtig keine Nachtschichten und Dienste am Wochenende zu leisten. Für das Studium ist dies natürlich akzeptabel.
    Und sollte ich während des Studiums doch eine Leidenschaft für engen Pratientenkontakt entwickeln, kann ich noch immer Facharzt in einem entsprechenden Bereich werden.

    Abgesehen davon kann ich nicht nachvollziehen was daran so verwerflich ist sich Gedanken über mögliche gesundheitliche Risiken zu machen, die der Kontakt mit kranken Menschen mit sich bringt.



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  5. #5
    the day after
    Mitglied seit
    04.05.2003
    Beiträge
    9.503
    Falls du doch in die Klinik gehen solltest:
    Auch in der Radiologie wirst du nachts und am Wochenende arbeiten müssen, gerade in einer Klinik. Und ohne Klinik wird es schwer mit dem Facharzt.

    Und auch am Menschen. Im Rahmen der Interventionen setzt du dich auch massiver Strahlung aus, unterschätze die Radiologie nicht in Hinsicht gesundheitlicher Risiken.


    Und für den Fall dass es doch die Forschung wie geplant wird: du musst insgesamt 3 Monate Pflegepraktikum, 4 Monate Famulatur und 1 Jahr Praktisches Jahr machen, mit direktem Patientenkontakt (plus diverser Blockpraktika mit mehr oder weniger Patientenkontakt) - wenig ist das nicht.



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