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Aktive Benutzer in diesem Thema

  1. #1
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    Hallo Leute ,
    Trauma-Fälle sind neben internistischen die Nummer 1 in der RTS bei uns, von daher würde ich fast denken das auch ein Hausarzt damit häufig konfrontiert werden müsste? Wird da auch der ganze Kleinkram, der ja den Großteil ausmacht, grundsätzlich weitergeschickt? In der Allgemeinmedizin Weiterbildung nimmt die Trauma ja gar keinen Platz ein, da dürfte die große Mehrheit der HA eigentlich null Ahnung von jeglicher Traumatologie haben.



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  2. #2
    gern geschehen Avatar von Kackbratze
    Mitglied seit
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    Traumatologie ist IMHO nicht so entscheidend wie allgemeine Chirurgie, also die Behandlung chronischer Wunden und das Erkennen operationswürdiger Befunde.
    Chronische Erkrankungen wie pavk oder Diabetes (incl. der entsprechenden Füsse) ist wichtiger als eine Fraktur zu erkennen als HA. Bei Frakturverdacht schickt man ins KH, die chronischen Erkrankungen schlagen immer wieder auf.

    Kacken ist Liebe!
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  3. #3
    verfressen & bergsüchtig Avatar von Evil
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    15.832
    In der Notaufnahme wird meist jeder Pups geröngt. Allein dafür muß man als Hausarzt überweisen, d. h. Du solltest die Indikation dafür stellen können und ansonsten eine gute Erstversorgung mit Verbänden, einfacher Wundbehandlung und ggf Ruhigstellung leisten.



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  4. #4
    Diamanten Mitglied
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    Zitat Zitat von arbeiter79 Beitrag anzeigen
    Hallo Leute ,
    Trauma-Fälle sind neben internistischen die Nummer 1 in der RTS bei uns, von daher würde ich fast denken das auch ein Hausarzt damit häufig konfrontiert werden müsste? Wird da auch der ganze Kleinkram, der ja den Großteil ausmacht, grundsätzlich weitergeschickt? In der Allgemeinmedizin Weiterbildung nimmt die Trauma ja gar keinen Platz ein, da dürfte die große Mehrheit der HA eigentlich null Ahnung von jeglicher Traumatologie haben.
    Deine Schlussfolgerung ist ein wenig pausschal, es gibt durchaus Hausärzte die in der Traumatologie, oder Orthopädie gearbeitet haben, ist ja durchaus möglich während der Weiterbildung. Selbst wenn man dies nicht gemacht hat, so sind ja mind. 18 Monate WB in der allgemeinmed. Praxis vorgeschrieben und da sieht und behandelt man natürlich auch kleinere Verletzungen (es sei denn der Weiterbilder ist schlecht, oder faul).

    Als Hausarzt hat man halt kein Taschenröntgen, d.h. alles was möglich gebrochen ist muss sowieso geröntgt werden und schlägt damit in der NA auf, damit sind Frakturen natürlich in der definitiven Versorgung nicht das Handwerk des Hausarztes und das ist ja auch gut so. Die Indikation zum Röntgen bei jedem Mist wird von allen Ärzten aus forensischen Gründen ja mittlerweile sehr breit gestellt, ich glaube das ist das Hauptproblem, weshalb auch viel Mist auf Überweisung in der NA landet, aber wer will das schon verdenken.
    Nähen auch kleinerer Verletzungen ist für Hausärzte eher unwirtschaftlich (aufgrund der lächerlichen Vergütung und der Kosten für einen modernen Steri, bzw. für Einwegsets) und wird aus diesem Grunde von manchen HÄ nicht mehr gemacht.
    Ansonsten gebe ich Kackbratze recht, so fürs Outcome eines Patienten ist Bauchbeurteilung, korrekte Behandlung von chron. Wunden pAVK usw. dann doch wichtiger.
    Tägliches nicht-internistisches Brot in der Allgemeinmed. sind zB:
    "Rücken mit allen Ausprägungen"
    Wunden
    Epikondylitis, Tendovaginitis, Karpaltunnelsyndrome usw.
    "Bauch"
    "Beinschmerzen" (jedweder Ursache)
    Prellungen/Distorsionen
    Nachkontrollen nach chir. Versorgung jedweder Art
    "Schulterschmerz" (jedweder Ursache)
    "Gelenkschmerzen in mehreren Gelenken" (jedweder Ursache)

    Ob ein Hausarzt/ärztin dabei die komplette Behandlung macht, oder nicht hängt dann davon ab ob er/sie die notwendigen diagnostischen Möglichkeiten hat, ob Zeit/Lust und Erfahrung vorhanden sind und natürlich an der Art der Erkrankung selber. Nicht zuletzt entscheiden die Patienten oft auch selber wo sie hinlaufen, bzw. wünschen eine Behandlung ihrer Schürfwunde vom Spezialisten für Schürfwundologie (die halte ich ehrlich gesagt auch nicht auf...).
    Auch das Paradox des weiterbehandelnden Arztes bedenken:
    Der sieht naturgemäß die Patienten nicht, die zB ein Hausarzt erfolgreich behandelt hat, sondern nur die wo es nicht so ist (oder die, die es erst gar nicht versucht haben). Man könnte dann schlussfolgern: man selber kann alles, die anderen nichts, das ist aber (meist) nicht so.



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  5. #5
    Diamanten Mitglied
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    Zitat Zitat von Peter_1 Beitrag anzeigen
    Die Indikation zum Röntgen bei jedem Mist wird von allen Ärzten aus forensischen Gründen ja mittlerweile sehr breit gestellt, ich glaube das ist das Hauptproblem, weshalb auch viel Mist auf Überweisung in der NA landet, aber wer will das schon verdenken.
    Seit es Urteile gibt die einen quasi zum Röntgen zwingen... Ansonsten ist es ein "Befunderhebungsfehler". Nicht zu verwechseln mit einem "Befundungsfehler". Ersteres zählt schwerer. Weil wenn man es gleich lässt eine Untersuchung überhaupt zu machen ist es grobe Fahrlässigkeit (-> Beweislastumkehr), zweiteres ist fahrlässig oder dumm gelaufen.

    Aus juristischer Sicht ist es daher fast besser ein Röntgenbild zu machen und sich nicht anzusehen als keines zu machen. Wie es dem Patienten geht ist bei diesem Vorgehen zweitrangig.

    Aber inhaltlich: das fehlende Röntgen ist für Traumatologie wirklich ein Problem. Dafür sind einfach mal Orthopäden anders ausgestattet. "Bauch" ist auch so ein Problem: bei uns in der Notaufnahme gehts meist los mit Blutabnahme, Anamnese, klinische Untersuchung, Sono... (ja, als allererstes Blutabnahme, damit das schonmal läuft). Und dann heißt es warten. Ob das ein Hausarztso gut stemmen kann?



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