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Aktive Benutzer in diesem Thema

  1. #1
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    Hallo

    ich stecke zur Zeit in einer mehr oder minder großen Krise, was meine Zukunftplanung angeht. Ich bin 18 Jahre alt und studiere Wirtschaftsingenieurwesen (Diplom) im 1. Semester aber finde kaum Freude an den Studieninhalten. Für mein späteres Leben habe ich relativ klare Vorstellungen: Die Nähe zu meinen Verwandten ist mir wichtig, ausreichend Zeit für meinen Sport (Verein) sind mir auch wichtig und eine eigene kleine Familie möchte ich auch gründen. Dabei möchte ich ganz gut verdienen, aber mich nicht totarbeiten. Sprich: Gutes Einkommen, aber genügend Zeit für das Privatleben.

    Für das Wing-Studium habe ich mich eher "spontan" entschieden. Ich wusste bis nach meinem Abi nicht, was ich studieren soll, weil ich mich in keinem Beruf so recht vorstellen kann/konnte. Nun stehen bald die ersten Prüfungen an und ich kann mich kaum zum Lernen motivieren. In der Schule war das anders - Lernen hat mir nie Probleme bereitet, ich war organisiert und strukturiert und hab dann somit ein ganz gutes Abi geschafft (1,0). Dass das Studium anders wird, konnte ich mir vorstellen, aber von meinem "alten Ich" finde ich nun kaum noch etwas.

    Durch einen Krankenhausaufenthalt bin ich ins Grübeln gekommen, ob ein Medizinstudium für mich eine Alternative wäre. Die Studieninhalte fände ich sehr interessant und meine Zeit im Krankenhaus empfand ich als durchweg positiv und war fast traurig, gehen zu müssen. Natürlich stand ich nur auf der Seite des Patienten. Stellt sich die Frage, ob Schichtdienst, das sehr anspruchsvolle Studium und meine kleine Abneigung Blut gegenüber schon Ausschlusskriterien sind. Als Arzt steht man bestimmt besonders psychisch unter sehr hohem Druck...Ich weiß nicht, ob ich dem gewachsen wäre. Trotzdem interessiert mich das Studium sehr und vor allem der Gedanke, "etwas Wertvolles" mit der eigenen Tätigkeit zu schaffen.

    Die zweite Alternative, die ich mir vorstellen könnte, wäre ein Lehramtsstudium. In meinem alten Verein habe ich die Kinder trainiert und hatte daran zumeist viel Freude. Vorrangig würde ich mich für Grundschullehramt interessieren. Aber in Sachsen sollen die Beschäftigungschancen für Lehrer (außer man hat Physik und Mathe o.Ä gewählt) eher mau sein. Sicherheit ist mir aber besonders wichtig; ich möchte nach meinem Studium natürlich nicht arbeitslos sein. Auch beim Lehramt würde bei mir das Gefühl erweckt werden, etwas Positives für die Gesellschaft leisten zu können.

    Die dritte Alternative wäre natürlich weiter Wing zu studieren. Ich habe super Freunde gefunden und komme in einigen Fächern gut klar, aber besonders die technischen Fächer wie Elektrotechnik werfen bei mir große Zweifel auf. Aber durch das jetzige Studium lassen sich Sport und Familie gut unter einen Hut bringen. Ich weiß nicht, wie das bei Lehramt oder Medizin der Fall wäre und vor allem auch nach dem Studium. Während der Facharztausbildung arbeitet man sicherlich im Schichtdienst, kann ich mir vorstellen. Für eine Vereinstätigkeit eher hinderlich..Ich weiß einfach nicht, was ich machen soll. Mit jeder Entscheidung, die ich treffe, habe ich Angst, unwiderruflich die Weichen für mein Leben in eine falsche Richtung zu stellen bzw. so, dass es meinen Wunschgedanken (Sport, Familie, Zeit) nicht gerecht wird.

    Vielleicht kann mir ja jemand seine Meinung dazu sagen, ich wäre sehr dankbar.

    Liebe Grüße



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  2. #2
    Diamanten Mitglied
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    Hallo und willkommen

    Ich gebe dir den gleichen Rat, den jeder bekommt, wenn er nicht weiß, welcher Beruf das Richtige für ihn ist:

    Mache Praktika.


    Wir können dir hier viel erzählen, aber de facto musst du es für dich selbst herausfinden. Das kann dir keiner abnehmen.
    Wenn dir dein Studium keinen Spaß macht, ist das doch ein Grund es nicht weiter zu machen. Und solange du deinen Bachelor nicht machst und als Zweitstudienbewerber gilst, hast du bei beiden Studiengängen super Chancen reinzukommen.

    Aus den 17.437 Studiengängen hast du zwei als Alternative herausgefiltert.
    Bei beiden musst du dich anstrengen, geschenkt wird einem nirgends etwas.
    Auch als Lehrer hat man neben den Schulzeiten auch in den Ferien und zuhause noch einiges zu tun.
    Was dir liegt und was du tatsächlich willst, lässt sich letztendlich aber nur, zumindest ansatzweise, im Praktikum feststellen.
    Du hast Semesterferien, also organisier dir in denen Praktika in den Bereichen in der Zeit, dann kannst du spätestens zum WS wechseln.



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  3. #3
    Registrierter Benutzer Avatar von Schokoflocke
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    Ich kann mich da Sternchenhase nur anschließen.
    Ergänzend: wenn du wirklich nur eine kleine Abneigung gegen Blut hast, dann geht das. Wenn du gleich in Ohnmacht fällst, eher nicht. Nein, Spaß beiseite. Vor meinem Praktikum im OP hatte ich auch Angst, dass ich bei viel Blut die Nerven verlieren könnte, aber das ist glaube ich normal. Konnte auch frühe nie beim Blutabnehmen zusehen. Nach einer OP hatte ich mich daran gewöhnt. Vor meinem Pflegepraktikum hatte ich auch einen großen Ekel gegenüber Fäkalien und Erbrochenem. Es ist schon fast gruselig, wie schnell man sich an so was gewöhnt. Die ersten zwei Wochen musste ich mich noch zwingen und besondere Atemtechniken verwenden und dann ging's ganz locker. Also deswegen nicht verrückt machen ;) Der Mensch ist ein Gewöhnungstier.



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  4. #4
    Diamanten Mitglied
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    1. Es gibt genug Fächer, in denen man wenige (oder auch gar keine) Nachtdienste hat. 2. Wenn dir viel Freizeit wichtig ist, dann ist Lehramt dennoch die beste Wahl - die Lehrer in meinem Bekanntenkreis haben seeehr viel Zeit für Sport, Reisen usw. 3. Wenn dir die technischen Fächer nicht zusagen, dann halte ich Wing für eine schlechte Idee.

    Du kannst ja mal Praktika in der Grundschule, im Krankenhaus und in einer Arztpraxis machen, um zu sehen, wie du die beiden Berufe so findest. Denn dass der Beruf gut zu dir passt ist ja wesentlich wichtiger als dass das Studium gut zu dir passt.



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  5. #5
    Diamanten Mitglied
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