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Aktive Benutzer in diesem Thema

  1. #1
    Göttingen Registrierter Benutzer
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    Hallo erstmal!

    Nach Staatsexamen und Abschluss meiner Doktorarbeit steht jetzt für mich ominös der Berufsanfang voraus. Jedoch habe ich mich selbst nie als den praktisch am Patienten tätigen Arzt gesehen und auch meine Famulaturen und das PJ (abgesehen vom Wahltertial) waren mehr etwas, das ich überstanden habe, als eine Offenbarung bezüglich dieses Bereiches.
    Dagegen hat mir die Arbeit im Labor in Praktika und experimenteller Doktorarbeit immer sehr gut gefallen. Ich will mich aber nicht primär auf die Forschung verlegen, das ist mir zu unsicher in Bezug auf Zukunftsaussichten (kurze Verträge, Abhängigkeit von Forschungserfolg, hohe Konkurrenz), sodass ich aktuell an Labormedizin oder vielleicht Mikrobiologie als mögliche Tätigkeitsfelder für mich denke.

    Auch dort werde ich laut WBO aber nicht um ein Jahr in der unmittelbaren Patientenversorgung herumkommen und davor hab ich richtig Bammel und fühle mich sehr unsicher/unvorbereitet. Insbesondere bei der Vorstellung, in einem akuten Notfall direkt für das Leben/Wohlergehen eines Patienten verantwortlich zu sein oder im Nachtdienst alleine darzustehen, graust es mir. Vielleicht ist das nur eine Frage der fachlichen Sicherheit und (bei mir aktuell nicht-existenten) Erfahrung, aber so oder so ...

    Wie realistisch ist es aber erstmal direkt mit Labormedizin anzufangen und die klinischen Pflichtzeiten im späteren Verlauf abzuleisten? In Stellenausschreibungen heißt es häufig, ein abgeschlossenes klinisches Jahr sei "von Vorteil aber nicht Voraussetzung" - ist das wörtlich zu nehmen, oder heißt das eher sie nehmen Leute ohne nur wenn sie niemanden mit entsprechender Erfahrung finden?

    Und was für einen Unterschied macht es für spätere Chancen, in einer Universitätsmedizin, einem größeren Haus, oder einem Labor anzufangen? Ich hab da aktuell so die Vorstellung, dass man mit Background in der Universitätsmedizin problemlos anderswo hingehen kann, aber nicht unbedingt umgekehrt. Oder ist das mehr eine Frage, ob man weiter Erfahrung in Forschung, etc gesammelt hat oder nicht?

    Was sollte ich noch bedenken oder beachten für einen Einstieg im Bereich Labormedizin, bzw. generell unter dem Gesichtspunkt, dass ich am liebsten so wenig wie möglich direkt am Patienten tätig sein möchte?
    Geändert von TheArtfulRobber (12.01.2017 um 10:37 Uhr)



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  2. #2
    Registrierter Benutzer
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    ...
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    Hallo zurück.

    Herzlichen Glückwunsch, mit forschender Diss. hast Du ja schonmal das Zeug für die Unis.

    Um die Nahtoderfahrungen eines Dienstarztes im Akutkrankenhaus könntest du ja ggf. herumkommen indem Du bspw. bei einer Rehaklinik, Geriatriezentrum oder einem Herzzentrum etc. ohne Ambulanz anfängst.

    Notfälle wirst Du auch da haben, aber ich muss zugeben es ist viel weniger belastend, da Du ja nicht noch quasi im Nebenbei die Ambulanz hast. Zusätzlich ist der Großteil der Pat. auch schon etwas älter, zumindest ich empfinde das als entlastend (auch wenn hierdurch ganz andere Tücken auf einen zukommen können...). Und die Hauptdiagnosen stehen ja auch schon

    Das um nur eine Möglichkeit zu nennen, wie es doch etwas stressfreier gehen könnte.

    Die meisten suchen natürlich jemanden den sie ausbilden um ihn dann bei sich zu behalten. Die haben nicht unbedingt Lust für ein Jahr Innere jemanden dann rauszuschicken und ggf. noch zu bezahlen. Aber 1 Jahr Klinik ist eben doch Pflicht in der WBO. Deshalb ist es selbstverständlich von Vorteil das einfach schon voll zu haben. Hinzu kommt ja, dass man auch etwas ärztliche Erfahrung hat, das ist ja mitunter auch nicht verkehrt für die Aufgabe die dann auf einen zukommt. Hinter der Theorie im Labor steht ja am anderen Ende ein Einsender mit ganz akuten Fragen. Da hilft es natürlich auch schonmal nen Pat. klinisch erlebt zu haben.

    Und zuguter Letzt sicherlich wie überall: Standortabhängig. Wo soll es denn hingehen? Ich meine in Schwerin findest Du sicherlich leichter etwas als in Berlin. In Krefeld leichter als in Köln. In Hamm leichter als in Hamburg. Wobei das natürlich auch irgendwie wieder drauf ankommt. Ich stelle mir aber vor, dass in den größeren Städten es einfach so ähnlich sein wird wie in den anderen Fächern auch.

    Viel Erfolg und halt uns auf dem Laufenden wie es weitergeht



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  3. #3
    Diamanten Mitglied
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    Unsere Labormediziner meinten auch, dass es enorm wichtig ist, diese klinische Erfahrung bereits zu besitzen. Macht ja irgendwie auch Sinn - du musst ja auch Einsender beraten können, Ergebnisse interpretieren können, usw. Manche unserer Laborärzte haben vorher sogar mehrere Jahre Innere gemacht, bevor sie dann den Fachwechsel gemacht haben.



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  4. #4
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    Wahrscheinlich würdest du, wenn du Kompromisse eingehst, auch ohne das klinische Jahr eine Laborstelle finden und dann später die Klinik nachholen können. Das macht es aber doch nur schwerer. Dann hast jahrelang Bammel davor, daß du das klinische Jahr noch machen mußt. Gleichzeitig kannst die Erfahrung aus dem Klinischen Jahr nicht bei deiner Laborausbildung nutzen, weil du sie ja noch gar nicht hast.

    Mach das Klinische Jahr am Anfang, dann hast du es weg, und es ist auch gar nicht so schlimm wie du denkst.
    Macht sich auch auf jeder Bewerbung besser.



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  5. #5
    Platin Mitglied
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    Ich würde dir auch raten das klinische Jahr als erstes zu machen. Jetzt ist dein Wissen aus Studium und PJ noch frisch - wenn du erstmal vier Jahre aus der Akutmedizin raus bist wird es denke ich umso schwerer.
    Als Stelle würde ich mir dann lieber ein großes Haus aussuchen - da bist du dann im Dienst eben nicht alleine. Ansonsten: Andere haben es auch geschafft



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