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Aktive Benutzer in diesem Thema

  1. #1441
    Diamanten Mitglied Avatar von Shizr
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    Aus aktuellem Anlass, weil ich das bei uns in der Klinik gerade relativ häufig sehe und mein erster Impuls ist, zu sagen "Das ist bescheuert! Wieso macht man sowas?"

    Größere abdominelle Eingriffe, kurz nach dem Eingriff Beginn Analgesie mit Buprenorphin. In einigen Fällen bei suboptimal liegendem PDK und Neuanlage-feindlicher Gerinnungssituation, teilweise bei nicht möglicher PDK-Anlage.

    Ja, ich weiß, sublinguale Applikationsform ist fancy bei Patienten, die nüchtern bleiben müssen, aber < 24 h nach der OP mit einem Partialagonisten zu beginnen, halte ich irgendwie für ziemlich dämlich.

    Oder übersehe ich etwas?

    Wieder und wieder sind es dann Patienten, die nicht vernünftig schmerzfrei werden, aber es wird dann argumentiert "Jaaa, aber guck mal, die kriegen schon sooooooooooo viel Buprenorphin über den Tag..."

    Ja, gottverdammich, ich kenne Opioidäquivalenztabellen auch, aber in solchen Situationen mit einem Medikament mit ceiling-Effekt zu beginnen, fühlt sich für mich so abgrundtief falsch und pharmakologisch absurd an...

    Hab ich einen Denkfehler oder ist es wirklich doof?



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  2. #1442
    Registrierter Benutzer Avatar von Rettungshase
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    Sehe ich ähnlich.
    Ein PDK liegt oder er liegt nicht. Sprich: Wenn der Patient Schmerzen in dem Bereich hat, in dem der PDK eigentlich wirken sollte und aufspritzen den Schmerz nicht signifikant reduziert, sollte der PDK rausfliegen.
    Dann bekommt der Patient ein vernünftiges alternatives Schmerzkonzept. Z.B. Novalginperfusor und Morphin- oder Dipi-PCA.
    I can't fix stupid but I can sedate it.



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  3. #1443
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    @Shizr
    Ja und Nein. Buprenorphin hat über den Beta Arrestin Pfad angeblich kein Risiko einer Atemdepression. Gleichzeitig sollte man die Potenz als Opiat nicht unterschätzen. Es wird schließlich auch als Substitut bei Heroinabhängigkeit verwendet. Die Frage ist: Wie pharmakologisch multimodale ist der Rest des anlagetischen Konzeptes?
    Aber ganz klar.. ich kenne in der Praxis eher Oxycodon bzw. Hydromorphon postoperativ.



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  4. #1444
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    Hier ist eine Streitfrage welche OPs im postoperativen Schmerzschema fest Novalgin und Oxycodon kriegen müssen und bei welchen Novalgin und ggf. Capros bei Bedarf reichen. Qualifiziert einen jede Laparoskopie für Oxycodon? Oder nur die die offen operiert wurden? Der Hautschnitt ist ja wohl das was am meisten wehtut.

    Kenne auch das Konzept postoperativ nur Novalgin und Piritramid zu geben, entweder i.v. oder s.c. Hat aber ne niedrigere analgetische Potenz, scheint aber dennoch irgendeinen Vorteil zu haben sonst würde man es nicht machen. In welchen Fällen würdet ihr denn eher Piritramid geben?

    Wie seht ihr das denn generell mit Opiate-Kombinieren auf Normalstation? Welche kann man zusammen geben? Bei der Dosierung richtet man sich ja nach dem Schmerzlevel, wer noch Schmerzen hat kriegt angeblich keine Atemdepression. Aber immer abzuschätzen wie die Anschlagszeiten, Wechselwirkungen und (auch mit anderen Medikamenten) Wirkdauern sind finde ich schwierig.

    Die Gabe von Buprenorphin ist mir neu. Worin seht ihr da die konkreten Vorteile? Was sind eure postoperativen Analgetikastandards?



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  5. #1445
    Diamanten Mitglied Avatar von Shizr
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    Zitat Zitat von Elite RDH Beitrag anzeigen
    Gleichzeitig sollte man die Potenz als Opiat nicht unterschätzen. Es wird schließlich auch als Substitut bei Heroinabhängigkeit verwendet.
    Dass Buprenorphin deutlich potenter als z.B. Piritramid ist, ist mir auch völlig klar.


    Ich war allerdings auch doof und habe ein wesentliches Detail vergessen.

    Ich beziehe mich insbesondere auf das Setting "operative Intensivstation", und da ist und bleibt es mir ein Rätsel, wer überhaupt jemals auf die Idee kommen konnte, in der unmittelbar postoperativen Phase (d.h. 24-48 h postoperativ) einen Partialagonisten auch nur für sinnvoll zu halten.



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