Deutsche Famulantenaustausch
Eine Vorstellung
Redaktion Medi-Learn / dfa-Team
Geschichte
Relativ zu anderen Austauschorganisationen gesehen, existiert der deutsche Famulantenaustausch erst seit kurzem. Nach 1945 existierten zuerst zwei andere Organisationen, in denen die Auslandsarbeit der deutschen Medizinstudenten organisiert war. Hier ist ein kurzer Abriß der Entwicklung bis von damals bis heute:
- Anfang der fünfziger Jahre wurde als erste deutschlandweite Medizinstudentenorganisation der "Fachverband Medizin im Verband deutscher Studentenschaften" ins Leben gerufen.
1951 Medizinstudenten aus Großbritannien, Österreich, Niederlande, Dänemark, Finnland, Norwegen, Schweden und Deutschland gründen die "International Federation of Medical Stutudents Associations (IFMSA)". Der "Fachverband Medizin" hält bis 1970 die deutschen Kontakte zur IFMSA aufrecht.
Etwas später wird der "Verband der Freunde und Förderer des Medizinstudiums e.V. (FFM)" gegründet, der vor allem den Austausch mit den USA und hier speziell Charterflüge für bis zu 150 Famulanten pro Jahr organisiert.
1970 Der "Fachverband Medizin" und der "Verband der Freunde und Förderer des Medizinstudiums e.V." lösen sich auf.
1971 Der "deutsche Famulantenaustausch" wird unter dem Namen "Westdeutscher Famulanten Austausch (wfa)" gegründet.
Die sieben Gründungsmitglieder sind :
Bernhard Sewing, Frank Andreas Jörg, Horst Muno, Harald Altrogge, Kim Hauge, Michael B. Krawinkel, Peter Schuff-Werner, Doris Sure, die seit 1969 beim FFM beschäftigt war, wird nach dessen Auflösung vom wfa weiterbeschäftigt.
1978 Mit Heidrun Fritsch kommt eine weitere Arbeitskraft kommt zum wfa.
Zu Beginn der 80er Jahre wird vom wfa zum ersten Mal ein IFMSA Treffen, das Exchange Offange Officer Meeting (EOM) in Bad Münster am Stein organisiert.
1988 Der deutsche Famulantenaustausch bekommt einen Computer.
1990 Die Lokalvertretungen an den ostdeutschen Hochschulen werden initiiert.
1991 Der "westdeutsche Famulantenaustausch (wfa)" wird in "deutscher Famulantenaustausch (DFA)" umbenannt.
1993 Nach 22 Jahren wird die Reihe der männlichen Vorsitzenden zum ersten mal unterbrochen. Angeliki Pappas wird die erste Frau auf dem Posten der 1.Vorsitzenden und NEO.
Außerdem wird die "German Medical Students Association (GeMSA)" gegründet. Unter diesem Namen sollen in Zukunft der deutscher Famulantenaustausch und die Fachtagung auf IFMSA Ebene gemeinsam Deutschland repräsentieren.
1993 Der deutsche Famulantenaustausch organisiert zusammen mit der Fachtagung Medizin und der dänischen Medizinstudenten-Organisation (IMCC) zum zweiten mal ein IFMSA Treffen, die General Assembley (GA) in Sonderborg im deutsch-dänischen Grenzgebiet.
1995 Das Amt des NEO's und 1. Vorsitzenden wird zum ersten Mal getrennt.
1996 Der DFA wird im Internet präsentiert
1997 Die Herbst MV findet erstmals nicht in Bonn statt. Zukünftig wird der Tagungsort jährlich wechseln. Erster Gastgeber ist der DFA-Dresden.
1998 Der DFA-Seniors-Club wird organisiert.
Im Zusammenhang mit unserer Internet-Präsentation kommt es zu Kontakten zu verschiedenen möglichen Sponsoren. Diese Kontakte zu einer zunächst befristeten Kooperation mit der Deutschen Ärzteversicherung DÄV.
Auf der Herbst-MV in Lübeck, die gleichzeitig und zum Teil gemeinsam mit der Fachtagung stattfand, wurden Verantwortlichkeiten innerhalb GeMSAs neu abgestimmt und festgelegt. Der DFA arbeitet in den Bereichen SCOPE, SCORE, SCOPH, während die Fachtagung sich um SCOME, SCORP und SCORA bemüht. Der GeMSA-Beitrag soll ab 1999 erstmalig gemeinsam bestritten werden.
1999 Der Koorperationsvertrag mit der DÄV tritt zum 1.1. in Kraft. Zum ersten Mal lassen wir uns offiziell bundesweit im größeren Stil sponsorn! Der Vertrag ist zunächst auf zwei Jahre befristet.
Auf der Sommer-MV wird eine umfassende Satzungs-Reform verabschiedet. Unter anderem wurde eine neue Vorstandszusammensetzung festgelegt. Der DFA-Vorstand besteht nunmehr aus 7 Mitgliedern, dem 1. Vorsitzenden, dem 2, Vorsitzenden, dem Geschaftsführer, NEO, NORE, NPO sowie dem Leiter der Öffentlichkeitsarbeit.
Auf der Herbst-MV wird der "Verein der Freunde und Förderer des DFA" gegründet.
2000 Die Sommer-MV findet in Marburg und somit erstmalig nicht in Bonn statt.
Außerdem:
Seit seiner Gründungszeit ist der deutsche Famulantenaustausch zwar einige Male mit dem Hartmannbund umgezogen, aber seitdem geht alles seinen gewohnten und mehr oder weniger geregelten Gang. Das jetzige Büro ist übrigens das bisher größte (und wie Doris sagt auch das schönste!)
Hier noch einige kurze und interessante Details:
Noch als Bundeswehr Stabsarzt war Harald Hofer 1. Vorsitzender nachdem er von 1978 bis Mitte der Achtziger fast 10 Jahre dabei war und die Afrika und Asien Vorbereitungsseminare eingeführt hat.
Indirekt hatte die Mitarbeit im wfa weitreichende Folgen für Johannes Förster. Der ehemalige 1. Vorsitzende und NEO des wfa´s von 1990 und die damalige IFMSA Editorin Johanna aus Finnland sind nach einigen IFMSA Treffen inzwischen verheiratet, leben in Finnland und haben seit kurzem einen Sohn!
"Als Dank und Anerkennung für seinen unermüdlichen Einsatz für den deutscher Famulantenaustausch" wird Gerd Nett, dem Chairman des Organizing Committes der IFMSA General Assembley von 1993 danach vom Vorstand der "Orden" eines "Ehren LEO´s" verliehen. (der einzige dieser Art bisher!)