teaser bild

Benutzername:

Passwort:

Jetzt registrieren

Passwort futsch!?

;-)

Ein Arzt in Großbritannien Teil III

Die Arbeit als PRHO

Clemenz Henze

Die Arbeit als PRHO

© RainerSturm / PIXELIO
Als PRHO ist man Teil eines Teams und arbeitet für mehrere Consultant unterschiedlicher Spezialisierungen. Die Aufgaben als PRHO in General Medicine umfassen die täglichen Visiten – eigenständig oder im Team – und die anfallenden Stationsarbeiten. Als chirurgischer PRHO wird dieses um die peri-operative Versorgung ergänzt, die unter Umständen die Betreuung der Intermediate Care oder High Dependency Unit beinhaltet.

Im Operationssaal ist man selten eingeteilt, weil die Stationsarbeit vorgeht. Absprachen mit Kollegen oder schnelles Arbeiten sind allerdings üblich, und man ist ein meist gern gesehener und geachteter Gast im OP.

Während des Dienstes ist man zusätzlich für jegliche Aufnahmen zuständig und Träger des crash bleeps. In 24 Stunden hat ein ganzes Team Aufnahme, für das man stellvertretend alle Patienten initial versorgt, erste Diagnostik einleitet und betreut. Gegebenenfalls werden am Folgetag einzelne Patienten an spezialisierte Kollegen überwiesen, meistens jedoch betreut ein Team die ganze Bandbreite an Krankheiten. Dies gilt vor allem für kleine und mittlere Häuser, während man in großen Krankenhäusern eher stationsweise arbeitet.

Man sollte sich auf eine 1:3 bis 1:5 rota für Tagdienste und ca. 1:8 für Nachtdienste einstellen. Also jeden dritten bis fünften Tag sowie jedes dritte bis fünfte Wochenende Dienst und jede achte Woche eine Woche Nachtdienst.

Dienste in England

Kein Dienst sollte dabei länger als 13 Stunden dauern. Abweichungen hiervon sind möglich. Vor allem in kleineren Krankenhäusern ist es üblich, seine Patienten auf den verschiedenen Stationen aufzusuchen und unternimmt weite Wanderschaften. In größeren Häusern arbeiten die Teams eher auf einzelnen Stationen und betreuen dort die Krankheiten der Spezialisierung. Man ist einem Team und einem Consultant zugeteilt, der als Educational Supervisor fungiert. Mit dem Educational Supervisor sollten während der sechs Monate drei Treffen stattfinden. Während des ersten Treffens werden die Ziele und Erwartungen besprochen und festgelegt. Es folgt ein Treffen nach drei Monaten und am Ende der Vertragszeit, und es wird ein Resümee gezogen. Dieser Consultant ist konsequenterweise die erste Adresse, wenn man auf der Suche nach einer Referenz ist.

Die Ansprüche an einen Berufsanfänger sind vernünftig und dem Wissensstand angemessen. Man ist ermutigt bei jeglicher Unsicherheit zu fragen. Es finden mehrmals wöchentlich Fortbildungen statt, die besucht werden müssen um das Gros an üblichen und unüblichen Krankheiten aufzuarbeiten.

Im ersten Monat wird ein Grundkurs für Wiederbelebung angeboten, dessen Teilnahme ebenfalls Pflicht ist. Zusammen mit dem abgeschlossenen deutschen Studium hat man damit eine solide und vergleichbare Ausbildung, die einen als zukünftigen PRHO zuversichtlich stimmen sollte.
Weiter
auf Seite