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Ausbrennen der Seele beginnt ganz harmlos

Besonders häufig betroffen sind sogenannte helfende Berufe

MEDI-LEARN (Redaktion)

Burnout-Syndrom  (nach Burisch, Springer Medizin, 32006)

Vorphase: Enthusiasmus

Außergewöhnliches berufliches Engagement, starkes Verantwortungsdenken, Gefühl der Unentbehrlichkeit

Deutliches Nachlassen des
beruflichen Engagements

Distanzierung, Desillusionierung, Verlust des Einfühlungsvermögens, verminderte Effizienz,
negative Arbeitseinstellung, Konzentrationsstörungen, mangelnde Motivation und Kreativität

Emotionale Symptome

Schuldgefühl, Gefühl des Versagens, der Hilflosigkeit
und Verzweiflung, Ärger, Gereiztheit und Aggressivität, Enttäuschung, Gleichgültigkeit

Psychosomatische Reaktionen

Schlafstörungen, permanente Müdigkeit, häufige Erkältungen und ähnliche Infekte, Kopfschmerzen,
Magen-Darm-Beschwerden

Emotionale, soziale
und kognitive Folgen

Rückzug und soziale Isolierung im Berufs- und
Privatleben, Gleichgültigkeit und Desinteresse, Resignation, Verbitterung

Tabellarische Übersicht der Symptome und Folgen des Burnout-Syndroms

Es scheint wie gemacht für Ärzte – das Burnout-Syndrom. Mediziner sind vermutlich eine Berufsgruppe, die von diesem Prozess des „Ausbrennens“ am Arbeitsplatz häufig betroffen oder zumindest gefährdet ist. Oft geht diese  Symptomatik damit einher, dass Hilfe erst nach langem und schwerem seelischen Leiden in Anspruch genommen wird. Dabei wirkt der Anfang des Weges, der im fortgeschrittenen Stadium zur dauerhaften Berufsunfähigkeit führen kann, vielfach ganz harmlos: Der Kollege ist halt ein bisschen engagierter als andere, heißt es auf Station achselzuckend. Der will wohl schnell Karriere machen.

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