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Famulatur in Rom und Genua

Chirurgie auf Italienisch

Daniele Camboni

 

1. Motivation

Ich habe eine simple zu erklärende Motivation, ich bin Italiener. Allerdings bin ich in Deutschland geboren worden, somit hatte ich großes Interesse, nicht nur als "Passitaliener" durch die Welt zu leben, sondern auch mal in meinem Wurzelstaat auf einem anderem Niveau zu leben, als nur als Tourist oder Urlauber.Außerdem wollte ich mich mal ein wenig im italienischen Gesundheitssystem umschauen und mich damit auseinandersetzen.Ein weiteres großes Motiv war die Auffrischung und Erweiterung meines italienischen Wortschatzes.

Zu guter Letzt wollte ich mich aber auch in der " dolce vita" baden, was ich auch getan habe.


2. Vorbereitung

DFA - Bewerbung ausgefüllt und ab ging die Post. Allerdings musste ich bei meinem Wunschort ein wenig nachhelfen. Der freundliche DFA hat mir nämlich eine Famulatur organisiert, die ich ausschliesslich in Genua zu absolvieren hatte. Dies war nicht ganz nach meinem Geschmack.
Somit habe ich mich mit dem Äquivalent des DFAs in Italien (SISM) in Verbindung gesetzt. Dort habe ich eine kleine Bittstellung veranstaltet, d.h. ich habe um einen Ortswechsel gebeten, wenigstens für einen der zwei geplanten Monate.Mein Glück war dann, dass meine Bitte erhört wurde, somit wurde mir eine Famulatur in Rom im August und in Genua im September ermöglicht.Die vielleicht auch für Euch wirklich sehr nützliche Adresse lautet:


SISM

Segretario Italiano Studenti Medicina
Nuove Patologie- Policlinico S.Orsola
Via Massarenti, 9
40138 Bologna
Italy
Tel: 0039051399507
[email protected]

Man braucht keine Hemmungen zu haben, die Personen in diesem SISM-Büro sind alles Studenten, die auch perfekt englisch sprechen können.Sie sind überaus hilfsbereit und setzen alle Hebel in Bewegung, um das Unmögliche möglich zu machen.Außerdem wurden mir Kontaktpersonen in den Orten zugeteilt, mit denen ich mich im voraus in Verbindung gesetzt habe, um Organisatorisches zu klären.


3. Fachliche Eindrücke

Rom:
Ich hatte mich für eine neurochirurgische Station beworben, eine allgemeinchirurgische Station ist dann daraus geworden. Mit solchen Konditionen hatte ich gerechnet, somit hat mich das nicht gestört. Das Krankenhaus Umberto Primo ist das grösste Krankenhaus neben dem kirchlichen oder päpstlichen I Gemelli in Rom. Es imponiert durch seine alte, verschachtelte und imperialistische Bauart und durch seine Grösse, jendenfalls hatte es diese Wirkung auf mich.

Das Alter setzt sich im Inneren des Hauses fort. Meine Station, die Chirurgia generale uomini, bestand aus einem riesigem und hohem Raum, der durch Trennwände unterteilt wurde, so dass zwei bis vier Patientenbetten darin Patz fanden.

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