Famulatur in der Radiologie und Strahlentherapie
Hat sich insgesamt sehr gelohnt
Nina Hefendehl
Für viele löst das Thema Praxisfamulatur ein Gefühl des Unbehagens aus, Gedanken an eine ziemlich trockene und langweilige Zeit, die ganze vier Wochen andauern soll, in denen der Famulant sowieso nichts selbst machen kann, drängen sich auf. So erging es mir und deshalb dauerte es, bis ich mich endlich, als die Zeit drängte, dazu entschloss diese Famulatur anzugehen.
Auf der Suche nach einer guten Zeit
Nachdem mein Hausarzt aus meiner Heimatstadt Wuppertal mir suggerierte, dass der letzte Kontakt zu Famulanten in seiner eigenen Studienzeit gewesen sein muss und er mit mir nichts anzufangen wusste, mich aber aus Mitleid nicht abwimmeln wollte, gab ich mir einen Tag Bedenkzeit. Schließlich orientierte ich mich ganz anders und stöberte im Internet herum. Per Zufall stieß ich auf eine Homepage einer großen Radiologie Praxis, die neben Diagnostischer Radiologie auch über Strahlentherapie verfügte. Das klang für mich sehr interessant und meine Erwartungen an die Famulatur sahen nicht mehr so düster aus. Nach einer Anfrage per E –Mail bekam ich an darauf folgenden Tag prompt eine Zusage.
Der erste Tag
Die Praxis lag im Zentrum der Stadt direkt an einer orthopädischen Klinik. Ich sollte mich um 9 Uhr dort einfinden und beim Geschäftsführer melden. Es stimmt diese Praxis verfügt über einen Geschäftsführer, selbst Radiologe, unter diesen ca. zehn Fachärzte für diagnostische Radiologie tätig waren. Eine Zweigstelle in einem anderen Stadtteil, auch an einer Klinik gelegen, beherbergte die Praxis für Strahlentherapie. Ich wurde sofort an einen der Fachärzte zugeteilt, den ich dann zwei Wochen begleitete.
Kurze Vorstellung der Praxis RADPRAX
Die Praxis verfügt über alle erdenklichen Geräte, die eine radiologische Abteilung haben kann. Zunächst sei hier das digitale Röntgen erwähnt. Seit ca. zwei Jahren wurden das umständliche Entwickeln der Filme und das Aufhängen der Positiven an die Leuchtwand durch das schnelle digitale Röntgen abgelöst. Weiter gibt es die Abteilungen Computertomographie, Magnetresonanztomographie, PET- CT(eine Fusion aus Positronen Emissionstomographie und CT), Szintigraphien (Nuklearmedizin), sowie urologisches Röntgen. Inzwischen verfügt die Praxis auch über ein 3-D CT. Alles digital selbstverständlich. Die strahlentherapeutische Abteilung bestand aus zwei Bestrahlungsgeräten und einem Simulationsgerät. Hier waren drei Fachärzte für Radioonkologie und zahlreiche Röntgenassistentinnen tätig. Meine Famulatur war in drei Wochen Radiologie und eine Woche Strahlentherapie unterteilt.