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Wertvolle Hilfe zu Beginn

Studentische Fachschaften haben ein breites Aufgabenspektrum

Nina Dalitz (Redaktion MEDI-LEARN)

 

Liest man eine Liste mit „Aufgaben der Fachschaft“, so finden sich vage schwammige Begriffe wie „Wahrnehmung der Belange der Gesellschaft“ und „auf der Grundlage der verfassungsmäßigen Ordnung das staatsbürgerliche Verantwortungsbewusstsein ihrer Mitglieder zu fördern“. Das wahre Aufgabenfeld ist sehr viel pragmatischer und leistet dennoch seinen Beitrag für Studenten und Gesellschaft. Mitglieder können relativ frei arbeiten und sich in Organisation, politischer Einmischung und sozialem Service austoben.
Zur Fachschaft gehört erst einmal jeder eingeschriebene Student. Ein Berliner Medizinstudent gehört automatisch zur medizinischen Fachschaft an der Charité. Im normalen Sprachgebrauch wird der Begriff aber als Synonym für „Fachschaftsrat“ eingesetzt. Eine Fachschaft im engeren Sinn besteht also aus ein paar gewählten und besonders engagierten Kommilitonen. Sie haben ein Büro und sind telefonisch und per E-Mail erreichbar.
Die Arbeit der Fachschaft ist abhängig von den dort arbeitenden Studenten. Manche Fachschaften sind eher politische Organisationen, andere haben den Charakter einer Serviceeinrichtung. Praktischen Nutzen haben besonders der Verleih von Skripten, Altklausuren und Prüfungsprotokollen. Hier besteht das Problem, dass immer aktuelle Versionen beschafft werden müssen. Gelegentlich wird verliehenes Material trotz Pfand nicht zurückgebracht oder geklaut.
Ein weiterer Service ist, Veranstaltungen für die Erstsemester zu organisieren. Die Erstis haben noch keine Ahnung vom Fach und dem Campus und oft nicht einmal von der neuen Stadt oder dem Uni-Leben allgemein. Von der Fachschaft organisierte Ersti-Partys, Ersti-Wochen oder Ersti-Fahrten sind eine wertvolle Hilfe für die neuen Kommilitonen. Doch


Angebote für Studenten in allen Lebenslagen

nicht nur Erstis, auch alle anderen Semester können von der Arbeit ihrer Fachschaft profitieren. So gibt es je nach Uni Tutorien und Begleitkurse für „jüngere“ Semester, Fachschafts-Zeitungen und Veranstaltungen zur politischen Bildung. Sammelbestellungen machen Bücher und Werkzeuge günstiger. Auch die eine oder andere Party wird organisiert.
Die Fachschaft gibt aber nicht nur Sachen vor, organisiert und präsentiert. Sie sollte auch direkt auf die Belange ihrer Mitglieder eingehen. Egal, ob diese rein fachlich, finanziell, kulturell oder sozial sind. Dazu gehört die Förderung des Studentensports. Die Fachschaftler bieten Beratung an und klären Fragen zur Studienorganisation, zum Fach und zu sozialen Problemen. Dabei sollten sie besonders auf Studierende mit Kindern oder solche mit Behinderung eingehen.
Die Fachschaftsvertreter sind auch außerhalb des eigenen Fachbereichs aktiv. Sie kümmern sich um überregionale und internationale Belange, nehmen an Treffen teil und pflegen Partnerschaften. Meist sind sie es auch, die in Gremien ihres Fachbereichs arbeiten, auch wenn Gremien unabhängig von der Fachschaft gewählt werden. Dort vermitteln sie zwischen Studenten und Dozenten, sitzen im Parlament, gestalten Prüfungsordnungen und sprechen studentische Anliegen an.
Die Arbeit der Fachschaften untereinander unterscheidet sich sehr und hängt extrem vom Engagement einzelner Mitglieder ab. Sind einmal ein paar gute Leute dabei, zieht das weitere motivierte Kommilitonen an. Wie viel sie einbringen möchten und in welche Richtung die Arbeit gehen soll, können sie größtenteils selbst bestimmen. Die Fachschaften sind eine exzellente Möglichkeit, politisch aktiv zu sein und das Leben an der eigenen Uni zu beeinflussen. Engagierte Leute sind immer willkommen.

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