21.01.03

Ausgabe 151/03

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Die Onlinezeitung von Medi-Learn.net
Medi-Zeitung

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(in Kooperation mit dem Springer Verlag und der Deutschen Ärzte-Versicherung)


Eine Autorität ist ein Mensch, der einem über bestimmte Dinge mehr sagen kann, als man wissen will.
(unbekannt)


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 Editorial
  

Hallo,
es macht einfach Spass und ist eine gelungene Abwechslung im Klausurenstreß: Man kommt morgens in die Redaktion, schaltet mit verquollenen Augen den Rechner an und stellt fest, dass das virtuelle Fotoalbum wieder um einige Schönheiten reicher geworden ist. Kaum zu glauben, aber wahr: Innerhalb der letzten 2 Wochen wurden knapp 250 Bilder zum Fotowettbewerb eingesendet - Details findet Ihr unten im Artikel - ach ja, das Bild rechts stammt auch aus dem Wettbewerb - Titel: Diffuser HNO-OP.

Bild wird nur bei bestehender Internetverbindung gelanden! Nachladen? Bitte F5 druecken!

Des weiteren findet Ihr u.a. in dieser Ausgabe einen Artikel mit dem Titel "Nie wieder Ketanest" (die Überschrift spricht für sich) und einen Gastartikel zum Thema "Reine Nervensache" - wie lernt man die Neurologie am besten.
Bis zur nächsten Woche wünschen wir Euch viel Erfolg bei den Klausuren - immer dran denken, eine Klausur ist keine Weltuntergang ;-) - wir drücken die Daumen!

Bis bald
Jens, Marlies und Christian
Redaktion Medi-Learn

P.S.: Tipp der Redaktion: Die Webseite Rippenspreizer.de bietet ab sofort einen kostenlosen Newsletter rund um Cartoons und Fun in der Medizin. Jeder neue Abonnent bekommt Zugriff auf einen Exklusivcartoon - also am besten sofort eintragen [Rippenspreizer aufrufen].

  

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 Inhalt (jetzt auch anklickbar)
1.Medi-Pics: Das Fotoalbum
2.Reine Nervensache
3.Famulatur in Vellore, Südindien
  
4.Nie wieder Ketanest - eine passive Welt mit vielen Farben
5.Medi-Jobbörse: Die aktuellen Anzeigen
6.Gelauscht: Was ist los im Forum?
  
7.Gestöbert im Archiv der Onlinezeitung
8.Service: Inhalt Via medici Print 3-2003
9.Impressum / Abofunktionen / Mitarbeit

Für den Fall, dass die Onlinezeitung nicht korrekt angezeigt wird, ist sie nocheinmal komplett Online verfügbar! 
Hier die Adresse http://www.medi-learn.info/seiten/onlinezeitung/1/126/index.shtml
  

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 1. Medi-Pics: Das Fotoalbum

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Ein Bild sagt mehr als viele Worte. Viele Bilder sagen folglich mehr als lange Reden und Artikel: Schaut selbst, wieviele romantische, lustige, tierische, künstlerische, weltenbummlerische, winterliche, studentische, traumhafte Fotos Ihr bislang für www.medi-pics.de - das virtuelle Fotoalbum von Medi-Learn.net- eingereicht habt. Es macht einfach Spass, diese tollen Aufnahmen mit einer bunten Themenvielfalt anzuschauen.

   Bild wird nur bei bestehender Internetverbindung gelanden!

Danke - Eure bislang eingereichten Fotos sind einfach klasse! Über 250 Aufnahmen in www.medi-pics.de sind einen Blick wert.. Und das virtuelle Fotoalbum ist längst nicht an die Grenzen seiner Kapazität angelangt: Schickt uns sofern Ihr mögt weiter derartig tolle Fotos aus Urlaub, Alltag und Studium. Noch bis Montag nächster Woche, also bis zum 27. Januar 2002 eingereichte Fotos können am Fotowettbewerb teilnehmen. Dabei wird eine unabhängige Jury 3 Fotos auswählen und die Einsender mit Buchpreisen belohnen (Rechtsweg wie immer ausgeschlossen). Aber auch unabhängig vom Fotowettbewerb freuen wir uns über jede Aufnahme, die Ihr für das virtuelle Fotoalbum einreicht. Schaut einfach auf http://www.medi-pics.de vorbei, geniesst eine virtuelle Rundreise durch studentische Fotowelten, registriert Euch einen Benutzernamen zum Aufspielen neuer Bilder, zum Versenden von E-Cards mit Motiven aus Medi-Pics.de. Kurzum: Wir wünschen Euch viel Spass beim Anblick der Bilder und freuen uns auf weitere Einsendungen.

Ihr könnt Eure Fotos entweder auf http://www.medi-pics.de hochladen oder per Email an: fotos@medi-learn.net schicken. In jedem Falle: Jedes Bild, jeder Schnappschuss ist eine Bereicherung für das virtuelle Fotoalbum.

   
Autor(in): Redaktion Medi-Pics (fotos@medi-learn.net)
  
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Emailadresse zum Einsenden Eurer Fotos

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Das virtuelle Fotoalbum
  
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 2. Reine Nervensache

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Effektive Examens- und Prüfungsvorbereitung für die Neurologie
Die Neurologie zählt als „grosses kleines Fach“ zu den spannendsten aber auch lernintensivsten Fächern und avanciert so schnell zum „Angstfach“, wenn es auf Examen und mündliche Prüfungen zugeht. Errechnet man allein den Lernzeitanteil anhand der Fragen für das zweite Staatsexamen, so rangiert die Neurologie nach Innere, Pharma auf Platz drei gleichauf immerhin mit der Chirurgie (Lernzeitanteil 8%, Lerntage 11; Quelle Medilearn 2001). Die vielen komplizierten und zugleich faszinierenden Syndrome, Diagnose- und Therapiemöglichkeiten machen es Prüflingen oft schwer, sich nicht zu verzetteln und die examens- und prüfungsrelevanten Themen herauszufiltern:

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Wie bereitet man sich effektiv auf das schriftliche und mündliche Examen vor?
Hilfe verspricht hier die Neurologie selbst, namentlich die Abteilung Neurodidaktik, so stand es zumindest in der ZEIT: Lernen sei wie Sex (siehe Abbildung).
Text zur Abb.:
"Lernen Spezial "Auf der Suche nach dem Kapiertrieb" - Hirnforscher beweisen: Erkenntnis macht Lust, Lernen ist sexy. Nur in der Schule ist die Neurodidaktik noch nicht angekommen."
von Ulrich Schnabel
Lernen ist wie Sex. Sagt die Hirnforschung. Aber das glaubt natürlich keiner. Lernen gilt als saure Pflicht, öde und nervtötend. Dabei könnte nichts weiter von der Wirklichkeit entfernt sein: Erstens ist der Trieb nach Erkenntnis mit dem Sexualtrieb durchaus vergleichbar, woraus zweitens folgt, dass Lernen sexy ist, was drittens erklärt, warum unser Gehirn nichts lieber tut als eben das: Lernen."
Dass Lernen sexy ist und vielleicht sogar macht ist eine schöne Vorstellung. So fehlen nur noch eine effiziente Lernstrategie und ein Lernplan, um diese „Beziehung“ wirklich auszugestalten. Voraussetzungen für erfolgreiches Lernen sind ein klares Ziel („1+ oder durchkommen“), Motivation und eine Strategie: Alles, was beim Lernen Freude macht, unterstützt das Gedächtnis (Comenius). Bezüglich der Motivation lohnt sich tatsächlich auch ein Blick in Dieter Bohlens Aufzeichnungen, der schreibt nämlich:

"(...) Montags um acht saß ich wieder in der Statistikvorlesung, schwerste Mathematik, die kein Mensch kapierte, Semester-Durchfallquote siebzig Prozent. Aber mich trieb die Angst, dass meine alten Herrschaften über Nacht beim lieben Gott zum Harfespielen antreten müssten, weil sie immer ohne Rücksicht auf die Gesundheit wie die Bekloppten schufteten. Mutter lag permanent im Clinch mit ihrem Kreislauf. Kein Tag, an dem ihr nicht schwindelig wurde. Sie sah spidelig aus, wog nur noch achtundvierzig Kilo.
Ich sah mich von jetzt auf gleich vor dem Nichts stehen, keine monatliche Sicherheit mehr aus Oldenburg. Deshalb ackerte ich meinerseits wie ein Blöder, lernte jede freie Minute. (...)"
(Quelle: Nichts als die Wahrheit - Dieter Bohlen, Katja Kessler - ISBN: 3453861434)

Wieder was gelernt...
Der Mensch behält von dem, was er liest 10%, was er hört 20 %, was er sieht 30%, was er sieht und hört 50%, worüber er selbst spricht 70 %, und was er selbst ausführt 90%. Die Erfolgsformel, so die Neurodidaktik, heisst also Spass, Sehen, Hören und vor allem Sprechen und Handeln. Pädagogen nennen so was Lerngruppe, die in Medizinerkreisen trotz problemorientiertem Lernen und bedside-Kursen immer noch als „Kaffetrinken und Erholung vom Kreuzen gilt“.
Für die schriftliche Prüfung ist ein Lernplan unabkömmlich, der die persönlichen Vorkenntnisse im jeweiligen Fach, die zur Verfügung stehende Zeit, den prozentualen Fragenanteil und Wiederholungstage (ebenfalls prozentual) mit berücksichtigen sollte. Hilfen und Vorschläge hierzu gibt es unter www.medi-learn.de. Wichtig ist aber, dass man im Verlauf den Plan einhält und nicht zwischen den Fächern umherspringt, um den nachhaltigen Lernerfolg zu gewährleisten.

Checkliste schriftliche Prüfung
1. Fächerliste erstellen (nach GK)
2. Altfragen (www.medilearn.de, IMMPP.de)
3. Zeiteinteilung nach Gewichtung der Fächer
- Innere Medizin
- Chirurgie
- Klin. Pharmakologie
- Neurologie
- usw.
4. Kalendertage (nach Gewichtung)
5. Wiederholung ("prozentual")
6. "Real-time Examina" "Kreuzen/Lerngruppe"


Die mündliche Prüfung hingegen ist fast schwieriger, da sie weniger standardisiert abläuft und man weg vom passiven Lernen/Kreuzen und aktiv Inhalte präsentieren muss, ohne wirklich praktische Erfahrungen zu haben. Dafür ist es hilfreich, die häufigsten Fragetypen zu kennen, um dies für die jeweiligen Themen (Prüfungsprotokolle!) in der Lerngruppe einzuüben. Die häufigsten Frageformen in mündlichen Prüfungen laut Prüfungsprotokollen sind:
1. Offene Fragen zu: „Def-Ät-Sy-Di-Th-Verl“ einer Erkrankung.
2. Nachfragen: Vorsicht nur davon reden, was man kennt!
3. Fallbeispiele: Schritt für Schritt! 4. Differentialdiagnosen: Symptome/Syndrome trainieren („Standardsituationen“).
5. Fragen zu Befunden (Röntgenbilder, CT, EKG): Alles Beschreiben mit Systematik. Keine Diagnose!

Checkliste Strategien für die mündliche Prüfung
1. Häufige Probleme erkennen, seltenes ist selten und dazu werden immer die gleichen Sachen gefragt.
2. Probleme erkennen, die weniger häufig sind, aber
- ernste Konsequenzen haben
- diagnostisch und therapeutisch relevant sind (z. B. Epilepsie, Synkope)
3. Diagnosen kann man nur stellen, wenn man sie kennt.
4. "Reden und begreifen": Lerngruppe, peer group learning

Wichtig ist vor allem, die häufigen Probleme, Erkrankungen und DD zu kennen, da häufige Sachen auch häufig gefragt werden. Abschliessend gilt für jede Prüfung egal ob schriftlich, mündlich oder praktisch, dass Stress, Aufregung, Tunnelblick und zielloses Umherirren in Büchern kontraproduktiv sind. In solchen Situationen kann einem, wie so oft, St. Exupéry weiterhelfen:

Wenn Du ein Schiff bauen willst,
so trommle nicht Männer zusammen,
die Holz beschaffen, Werkzeuge vorbereiten, Holz bearbeiten und zusammenfügen,
sondern lehre sie die Sehnsucht nach dem weiten Meer.

In diesem Sinne sind weniger Lernen, Testate und Prüfungen als vielmehr der spannende Beruf des Arztes das Ziel-und der macht auch Spass.

Der Autor des Textes ist Mitarbeiter der Neurologie Pur Karten aus dem Börm Bruckmeier Verlag (Details siehe Anzeige unterhalb des Textes).

   
Autor(in): Börm Bruckmeier Verlag (info@media4u.com)
  
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 3. Famulatur in Vellore, Südindien

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Famulatur im Lande Mahatma Ghandis

Bewerbung/Organisation
Ich habe mich mehr als 6 Monate im voraus direkt bei mehreren Kliniken in Indien beworben. Es zeigte sich, daß die Zeit etwas knapp war, denn man benötigt eine Genehmigung vom indidischen Gesundheitsministerium. Ich hatte Glück und habe ein Zimmer im Hopital Anexe (auf dem Kliniksgelände) mit einem Australier geteilt.

   Bild wird nur bei bestehender Internetverbindung gelanden!

So waren die Wege zur Klinik, zum YMCA Canteen und in die Stadt sehr kurz. Es fällt eine wöchentliche Studiengebühr von 20 US$ an und eine einmalige Einschreibegebühr von ca. 40 US$. Das Zimmer kostet pro Tag 150 Rs, zu zweit also ca. 3,50 DM für mich.
Vellore Lonely Planet schreibt „Vellore, 4.5km from Chennai, is a dusty, semi-rural bazaar town“. Staub ist wirklich überall und Lärm auch, da fand ich die Beschreibung im Buch schon fast harmlos. Die Menschen auf den Straßen sind ein sehr buntes Volk aus hauptsächlich Hindus, Christen und Moslems, die aus ganz Indien und darüber hinaus das CMC aufsuchen.

CMC Hospital
Das CMC Hospital bildet ein gewisses Zentrum in Vellore. 7 km außerhalb, in Bagayam, befinden sich der Uni-Campus und weitere Unterkunftsmöglichkeiten auf einem idyllischen Grüngelände. Das CMC bildet pro Jahr 70 Studenten aus. Es ist eines der besten Krankenhäuser und Medical Schools Indiens mit allen Fachrichtungen und einer großen Poliklinik. Die Unterrichtssprache und die Kommunikation der Ärzte und Schwestern ist Englisch, auch wenn der Akzent erst einmal gewöhnungsbedürftig ist.
Ich habe je zwei Wochen in der Chirurgie und Pädiatrie famuliert.

Chirurgie
Die Station auf der ich famulierte, ist hauptsächlich gefäßchirurgisch mit vielen Krampfadern, Hernien, Laparoskopien und mit sehr vielen diabetischen Amputationen und Wundheilungsstörungen. Zwei mal die Woche sind in der Chirurgie OP Tage. Aber durch die Vielzahl der Studenten war es nur selten möglich, daß ich assistieren konnte. Zwei weitere Tage der Woche sind dem Outpatient Department (Ambulanz) vorbehalten, in denen man jede Menge „Humps and Bumps“, Hernien und natürlich Wundheilungsstörungen en masse sieht. OPD ist immer ein reines Chaos, wo teilweise mehrere Patienten gleichzeitig auf kleinstem Raum untersucht werden.
Nur durch permanentes Nachfragen meinerseits, was der Patient in Tamil, Hindi oder Telgul gesagt hat, konnte ich einigermaßen die Anamnese mitverfolgen. Der Kontakt zu den Patienten war dadurch sehr eingeschränkt. Die anderen zwei Tage der Woche sind Grand Round (Große Visite), also nur zuschauen und Verbände wechseln.

Child Health Care
In der Pädiatrie sind drei Tage OPD, die durch die Kinder noch chaotischer verlaufen, als in der Chirurgie. Das CMC ist in der Pädiatrie sehr für seine Erfolge in der Onkologie bekannt und hat hierfür eine eigene OPD und Station. Die anderen drei Tage sind Rounds, die sehr langwierig sind und man sich auch hier nur durch konstantes Nachfragen ein Bild machen kann. Die Hauptdiagnosen waren die verschiedensten pulmologischen Erkrankungen mit besonders vielen Bronchitiden und Empyemen. In der Zeit, als ich in Child Health war, grasierte in Vellore eine Dengue-Fieber-Epedemie mit den entsprechenden Patientenzahlen auf der Station und den manchmal tragischen Verläufen.

RUHSA
Zwei Tage habe ich noch in RUHSA verbracht, eine Out-Klinik, 50 km von Vellore entfernt, wo man das ganze Spektrum der Krankheiten sieht. Jeden Tag ist OPD und an mehreren Tagen werden kleine OPs unter „primitiven“ Bedingungen gemacht: Sectios, viele Tuben Ligaturen und Hernien. Hier konnte ich immer assistieren und bei den Tuben Ligaturen auch Skalpell und Nadelhalter selbst in die Hand nehmen.

Abschlussbemerkung
Insgesamt ist das CMC für indische Verhältnisse eine sehr moderne und gut organisierte Klinik. Die Ärzte besitzen ein hervorragendes Können, besonders bei der Diagnose mit wenigen technischen Untersuchungen. Aber leider war es nur selten möglich, mich in das Geschehen zu integrieren. Meist war ich nur Zuschauer.

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Die Deutsche Ärzte-Versicherung bietet im Sponsored Room bei Medi-Learn.net einen kostenlosen Länderinformationsservice an. Ihr könnt dort Material zur Vorbereitung Eures Auslandsaufenthaltes kostenlos per Post anfordern; u.a. ist auch Indien (passend zum Bericht) enthalten [zum Länderinfo-Service].

   
Autor(in): Elias Engelking (eliasengelking@yahoo.com)
  
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 4. Nie wieder Ketanest - eine passive Welt mit vielen Farben

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Ketanest – ein LSD-Derivat in der Gruppe der psychedelischen Narkosemittel erstmals synthetisiert 1956, seit 1960 als sog. "Space Pill", "Angel Dust" oder "Crystal" in der Drogenszene und seit 1965 im klinischen Einsatz, zeichnet sich vor allem durch seine dissoziative Anästhesie und dadurch gute Analgesie ohne signifikante Gefahr einer Atemdepression aus; Nebenwirkungen sind primär die sog. "Bad Dreams" und halluzinatorischen Sinnesfehlinterpretationen, die sich im allgemeinen gut durch Benzodiazepine wie z.B. Dormicum dämpfen lassen. Zumindest retrograd.

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Die subjektiv empfundene Wirkung von Ketanest lässt sich äußerst schwer in Worte fassen; wenige Sekunden nach der Injektion nahm mein Sichtfeld ein Hochformat an, die folgenden Minuten habe ich nur noch schemenhaft in Erinnerung. Das Umlagern auf die Vakuummatratze wurde mir durch die Wahrnehmung eines Schmerzschreies bewusst, allerdings waren Schmerz, der Schrei und meine eigene Person zu diesem Zeitpunkt derart weit voneinander entfernt, dass ich keinerlei Zusammenhang mehr erkennen konnte. Überhaupt nahm ich mich selbst nicht mehr wahr, alles um mich herum erschien passiv und zusammenhangslos mit mir zu geschehen. Verschiedene visuelle Elemente wie beispielsweise die Hubschrauberwinde, eine Gondel und ein Segelboot kreuzten mein Gesichtsfeld, kurz darauf verlor ich sämtliche Fixpunkte meiner Existenz.

Ich wusste weder was, noch wer oder wieso irgendetwas war. Selbst meine Identität war verschwunden und so taumelte ich als irgendetwas im multidimensionalen Raum ohne Herkunft, Gegenwart oder Zukunft. Leben und Tod, Zeit und Raum schienen verschmolzen und eine faszinierende Gleichgültigkeit lag über allen Eindrücken. So verwunderte es mich kaum, die Farbe Rot als Lebkuchengeruch wahrzunehmen oder alle Kontrastelemente schwarz umrandet wie in einem billigen Comic wahrzunehmen. Geräusche waren verzerrt und spiegelten sich in zarten Schwingungen meiner visuellen Eindrücke wider. Mir war weder heiß noch kalt und die verschiedenen Gesichter, die sich im weiteren Verlauf über mich beugten waren zu skurrilen und deformierten Visagen verkommen. Phasenweise wurde mir bewusst, dass es offenbar Schwierigkeiten mit dem Hubschrauberstart gab, irgendetwas von „dichtem Nebel“ wurde mir gewahr und ich bat um möglichst vorsichtiges Flugverhalten. Ehrlich gesagt war es mir zu diesem Zeitpunkt aber völlig egal, ob ich heile im Zielkrankenhaus ankomme oder an irgendeinem Bergmassiv zerschelle – in meinem aktuellen Zustand der Verwirrung machte es keinen Unterschied, weiterzuleben oder zu sterben. Es war mir schlichtweg egal. Dieser Kontroll- und Realitätsverlust gehört wohl zu den schlimmsten Eigenarten einer Ketanest-Anästhesie. Irgendwann bemerkte ich, wie ich Angaben zu meiner Person und meiner Anschrift machte, ohne aber diese Daten irgendwie zuordnen zu können. Nachdem das, was als eigenes Ich definiert werden konnte, mehrmals durch verschiedene Gänge, Kammern und Räume geschoben wurde und meine Wahrnehmung ausschließlich auf die entsprechenden Deckenplatten und Beleuchtungselemente beschränkt war, kam ich in der Notaufnahme langsam zu einem differenzierteren Bewusstsein.
Bei einem möglicherweise nächsten Mal würde ich mich für eine Opiatanalgesie inkl. ITN entscheiden. Auf das kleine bisschen Restkontrolle- und Wahrnehmung innerhalb der Ketanestanästhesie kann ich zukünftig gerne und dankend verzichten!

Erneute Angaben zur Person, ich war nackt – mein Becken und Thorax wurde abgetastet und Röntgengeräte surrten um meine untere Extremität herum. Ich machte Angaben zu Vorerkrankungen, meiner aktuellen Erkältung und dem Unfallhergang. Irgendwann besprach ein Chirurg mit mir das mögliche operative Vorgehen und ich unterschrieb verschiedene Formulare, deren Bedeutung mir ebenso unbekannt wie gleichgültig waren. Spinalanästhesie und Marknagelversorgung bei Zustand nach disslozierter Trümmerkeilfraktur des linken Femurs über eine Länge von 25 cm.

(...) die Fortsetzung über OP und Heimreise nach Deutschland folgt in den kommenden Ausgaben.

   
Autor(in): Daniel Lüdeling (daniel@luedeling.com)
  
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 5. Medi-Jobbörse: Die aktuellen Anzeigen

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Manchmal ist die neue AiP-Stelle, die Doktorarbeit oder der Nebenjob nur einen Blick und ein paar Mausklicks weit entfernt, manchmal bringt ein kostenlos eingetragenes Stellengesuch (z.B. für eine AiP-Stelle, einen Nebenjob oder die Doktorarbeit) unverhofft einen Anruf mit der Möglichkeit einer neuen Beschäftigung.

Auf http://www.medi-jobboerse.de treffen sich derzeit über 100 'Gesprächspartner', wenn es um die Suche nach oder Besetzung von offenen Stellen geht. Nochmals die Information an stellensuchende Studenten: Die Einträge sind kostenlos und mit keinen weiteren Folgezahlungen verbunden.
Wie immer in der Onlinezeitung, hier die aktuellen Stellenangebote und -gesuche in der kostenlosen Stellenbörse von Medi-Learn.net:

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    Die neuesten Einträge in der Medi-Jobbörse
   
Assistenzarztstellen: befriedigend mit Patienten arbeiten Stellenangebote/Assistenzarzt-Stellen
AiP-Stelle Raum Aachen gesucht Stellengesuche/AiP-Stellen
AiP Paediatrie in der Schweiz gesucht Stellengesuche/AiP-Stellen
Nebenjob gesucht - Biete sehr viel Erfahrung! Stellengesuche/Studentenjobs
ÄiP in der Dermatologie Stellengesuche/AiP-Stellen
Nephrologie und Rheumatologie Uni Göttingen Stellenangebote/AiP-Stellen
Nephrologie und Rheumatologie Uni Göttingen Stellenangebote/Assistenzarzt-Stellen
Fernsehsender sucht med. Werkstudenten für Telefon-Hotline Stellenangebote/Studentenjobs
ÄiP Augenheilkunde oder Innere in Norddeutschland Stellengesuche/AiP-Stellen
Hypoglykämierisiko bei körperlicher Belastung bei Diabetes mellitus und Insulintherapie Stellenangebote/Doktorarbeiten
Assistenzarzt in Reha-Klinik Stellenangebote/Assistenzarzt-Stellen

   
Autor(in): Redaktion Medi-Jobbörse (redaktion@medi-jobboerse.de)
  
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 6. Gelauscht: Was ist los im Forum?

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Mit mehr als 500 Beiträgen in der Woche findet man in den Medi-Foren zu fast allen Themen den richtigen Gesprächspartner. In der neuen Rubrik "Gelauscht" wollen wir Euch in der Onlinezeitung über einige der Diskussionsthemen auf dem Laufenden halten. Vielleicht findet Ihr das ein oder andere Thema, das Euch auch interessiert - ein Klick und Ihr seid mit dabei:

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Autor(in): Redaktion Medi-Learn.net (redaktion@medi-learn.net)
  
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 7. Gestöbert im Archiv der Onlinezeitung

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Seit mehr als 2 Jahren wird die Onlinezeitung an eine wachsende Zahl von Abonnenten verschickt, die über diese lange Zeit auch viele interessante Artikel beigesteuert haben. Wir haben uns in das Archiv begeben und stellen Euch in der neuen Rubrik 'Gestöbert' pro Woche jeweils einen interessanten Artikel vor. Diese Woche: 'Das Teddybärkrankenhaus - Spielzeug aus Fleisch und Blut' von Agnieszka Wolf.

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 8. Inhalt Via medici Print

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Schon seitdem es die Onlinezeitung von Medi-Learn.net gibt, veröffentlichen wir vorab den Inhalt der neuen Via medici - so auch dieses Mal. Die Ausgabe 1/03 erscheint in den nächsten Tagen. Hier nun der Inhalt:

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  • Via Perspektiven
    • TCM-Studienreise
      Medizin in China
    • Einmal Medizin – immer Medizin?
      Mut zum Ausstieg
    • Weiterbildungsplaner Orthopädie
      Knochenjob mit Feingefühl
    • Im Fokus: öffentliche Sektionen
      Informativ oder geschmacklos?
    • Stipendien und Fördergelder
      Sterntaler fürs Studium
    • Interview mit der Lepraärztin Ruth Pfau
      Es lohnt sich, es lohnt sich ...
Die neue Via medici gibt es in jeder medizinischen Fachbuchhandlung.

  • Ars Medici
    • Kasuistik Hochgebirgsunfall
      Rettung in der Steilwand
    • OP-Techniken: Sectio caesarea
      Ein Schnitt, ein Schrei, ein Leben
    • Notfall Subarachnoidalblutung
      Zeitbombe im Kopf
    • Rätsel-Kasuistik
      Depressiv durch Schmerzen?
    • Bildgebende Verfahren: Abdomenübersicht
      Der Schlüssel zum akuten Bauch
    • Faszination Wissenschaft: OP-Robotik
      Operateure aus Stahl
  • Via Multimedia
    • Innere-Lehrbücher im Test
      Von Anämie bis Zöliakie
    • Buchtipps
      Romane
    • Campo Medici

   
Autor(in): Redaktion Medi-Learn.net (redaktion@medi-learn.net)
  
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 9. Impressum / Abofunktionen / Mitarbeit

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Folgende Personen arbeiten regelmäßig oder zeitweise an der Onlinezeitung:
Ilka Markmann, Redakteurin, Marlies Lehmkuhl, Redakteurin, Daniel Luedeling, Redakteur, Peter Artz, Redakteur, Franziska Böhm, Redakteurin, Susanne Kirscht, Redakteurin, Andreas Bussmeyer, Redakteur, Jascha Hellberg, Redakteur, Christian Weier, Redakteur, Jens Plasger, Redakteur, Stan, Reporter für Extremeinsätze, Arne Beckendorf, Buchrezensionen und Lokal Hannover, Andrea Clemens, Lokalbereich Uni Köln, Astrid Stumpf, Lokalbereich Uni Münster, Benedikt Bader, Lokalbereich Uni München, Bettina Kiep, Lokalbereich Uni Mainz, Cordula Sachse, Lokalbereich Uni Greifswald, Daniela Prause, Lokalbereich Uni Göttingen, Eike Beyer, Lokalbereich Uni Essen, Eva Skalsky ,Lokalbereich Uni Zürich, Franziska Thieme, Lokalbereich Uni Innsbruck, Katharina Ruether, Lokalbereich Uni Regensburg, Kristina Krüger, Lokalbereich Uni Hannover, Pia Paul, Lokalbereich Uni Witten, Stefanie Schmölke, Lokalbereich Uni Frankfurt, Tobias Schmeinck, Lokalbereich Uni Münster

  
Anzahl der Abonnenten: 24.106
  

Mitarbeit:
Wenn Du Interesse an der Mitarbeit im Medi-Learn.net Team hast, schreib einfach eine Email an Ilka - von Ihr erfährst Du alles weitere: ilka.markmann@medi-learn.net 

  

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