Wenn einem das Wasser bis zum Hals steht, dann sollte man den Kopf nicht hängen lassen. (Jürgen Becker - deutscher Schriftsteller)
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Editorial
Hallo, Wochenenden sind immer vieeel zu kurz und damit Euch der Start in die neue Woche etwas leichter fällt, gibt es heute eine neue Onlinezeitung. Zunächst stellen wir Euch den Medi-Learn KickTipp vor, bei dem Ihr ins Wettfieber verfallen könnt. Weiter geht es mit einer neuen Folge der Erzählung 'Lernen im Waschsalon', die im Kurzgeschichtenformat Lernerfahrungen an einem besonderen Ort schildert.
Eine neue Rubrik gibt es unter dem Titel 'Wer war eigentlich...': hier dreht es sich im Plauderton um jeweils einen der vielen Eigennamen in der Medizin und insbesondere um die Frage, wer eigentlich als Mensch dahintersteckt. Schließlich gibt es wieder Tipps zur Doktorarbeit, die sich dem Thema 'Der ideale Doktorand' widmen. Und in den MedNews erfahrt Ihr, warum Liebe gut für das Herz ist.
Tja, und fast hätten wir das Wichtigste vergessen: Heute geben wir die Gewinner der Paris-Reise und der Aktion Famulaturberichte bekannt.
Bis zur nächsten Woche,
Jens, Lilian und Christian
Redaktion Medi-Learn.net
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Im Buch lese ich weiter. Ich habe mich bis zur Klinik vorgearbeitet. „1.Unspezifische Allgemeinsymptome ... Abgeschlagenheit ...nächtliches Schwitzen... Beim Nachdenken spüre ich plötzlich, wie sich die Bank erschwert. Ich blicke auf und registriere nun „meine Gesellschaft“, ein etwas untersetzter, nicht sehr gepflegt aussehender Mann, mit einer großen Zahnlücke grinst mich an. „Lassen Sie sich durch m i c h nicht stören...“ Ich lächele zurück und mein Blick geht wieder zurück Richtung Buch. Doch keine drei Wörter weiter steigt ein störender, aber ebenso von irgendwo mir vertrauter Geruch in meine Nase, er vermischt sich mit dem Geruch von Schweiß und abgetragener Kleidung meines Nachbarn.
Reflexartig verzieht sich meine Miene und meine Augen gehen gedankenartig zur Türe, ob man diese nicht öffnen könne. Ich versuche mich zu konzentrieren, doch nun nehmen meine Ohren auch noch ein Knistern und Schmatzen wahr... allmählich erahne ich die Vertrautheit jenes Duftes. Ich blicke nun doch auf zu meinem Nachbarn hin und siehe da, auf mein olfaktorisches Erinnerungsvermögen ist Verlass. Ich ertappe ihn bei einem genüsslichen Biss in einen Döner- die Hälfte fällt raus, ein Finger wird abgeleckt. „Sie müssen sich auch mal einen Döner beim Orient- Grill holen- eins müssen wir den Muselmännern lassen- Döner machen können sie wie Kinder!“ Ein grollendes Gelächter entreißt ihm, am Bart sehe ich ein wenig von der Paprikasauce. Auch diesmal lächele ich höflich- gequält.
Entschlossen widme ich mich wieder dem HEROLD- schließlich habe ich mir das Ziel gesetzt mit dem Kapitel heute noch fertig zu werden. Und es klappt- die Umwelt um mich herum vergessend, geht es weiter im Text, den wichtigen Aussagen verpasse ich einen gelben Anstrich- Gewissensberuhigung. Ein grau unterlegter Kasten zeigt mir ein „Merke“! auf. „Die Hände sind die Visitenkarte des Rheumatikers.“ Die Hände sind die Visitenkarte eines Rheumatikers- ich lasse diesen Satz durch meinen Kopf wandern. Wie sehen die Hände der Leute im Waschsalon aus? Sind sie tatsächlich eine Visitenkarte? Mein Blick fängt an zu wandern. Schielend versuche ich die Hände meines Dönernachbarns zu begutachten. Er hat Pranken, weit ausladende Pranken, der Handrücken ist stark behaart. Die Hände sind verschwielt- die Fingernägel schwarz und ungesund. Auf dem rechten Handgelenk entdecke ich eine Tätowierung: L O V E. Er scheint einen harten Job zu haben. Mein Blick schweift weiter- die Hände der Mutter, von der Ferne nicht gut zu sehen. Sie faltet inzwischen ein Bettlaken, ihr kleiner Sohn umklammert ihr Bein und quäkt. Ich höre ein energisches „Johnson, nein!“ Ihre Hände arbeiten flink, sie hat feine Hände. Ihre Fingernägel hat sie lackiert- ein intensives pink- nein- jetzt erkenne ich richtig, sie hat zwei Farben benutzt. Ein paar der Nägel schimmern nämlich auch türkis. Wer ist noch alles im Salon?
Mein Blick wandert weiter auf die gegenüber liegende Seite des Salons. Erst jetzt erkenne ich eine mir alte Vertraute- die Frau mit der „rosaroten Bonbonjacke“- so habe ich sie ins Geheimen getauft- ist mal wieder da. Sie hat wie immer ihre zwei Einkaufswagen voll Wäsche dabei. Das meiste davon sind Handtücher. Ich frage mich häufig, was sie mit so vielen Handtüchern macht. Ihr Blick ist stets grimmig- sie meidet den Kontakt. Ihre krause Dauerwelle ist stets die Gleiche. Die Frau mit der rosaroten Bonbonjacke ist eine sehr geschäftige Dame, sie mag es nicht still zu sitzen. Kaum im Salon angekommen, läuft sie geschäftig in einer stets gleich verlaufenden Wanderschleife- so als hätte sie die Automatismen in sich- den Weg zur Maschine zum Automaten, zur Maschine, zum Trockner, zur Schleuder und wieder zum Automaten. Es ist mir ein Rätsel, warum sie dies nicht in einem Gang erledigen kann. Sie hat kleine Füße, die Beine sind geschwollen, sie scheint Herzprobleme zu haben. Ihre Schritte sind klein und schlürfend, die Schuhe ähneln Pantoffeln. Ich versuche einen Blick auf ihre Hände zu werfen- sie huscht jedoch schnell an mir vorbei- sie schaut wieder einmal grimmig drein. Auf dem Rückweg sehe ich geschwollene, rote Hände mit Wurstfingern.
Mein Blick wendet sich von ihr ab und ich lese weiter im Buch. Ich komme zu dem Schluss, dass Hände nicht nur die Visitenkarte eines Rheumatikers sind. Weiter im Text komme ich gut voran. Ein plötzlicher Blick auf die Uhr lässt mich gewahr werden, dass beide Maschinen durch sein müssten. Ich gehe hin und ich hatte recht, eine Maschine ist durch, die andere läuft noch eine Minute aus. Zwei Körbe werden schon einmal gesichert, um die Wäsche in Empfang zu nehmen. Neben mir steht ein Maler- man erkennt ihn an seiner für seine Arbeit typischen Kleidung. Auch er öffnet die Türe und ich sehe, wie er Arbeitsklamotten und Tücher hervorholt. „Diese Maschine wird regelmäßig desinfiziert“ steht über jeder Maschinentüre. Ich versuche dem Glauben zu schenken, wobei ich meine Wäsche begutachte. Auch einmal im Jahr ist regelmäßig, alles eine Sache der Definition. Zum Glück ist nichts angefärbt.
Jetzt der Akt des richtigen Verteilens und Ausbalancieren der Schleuder. Jedes Mal ein Vorgang, der sehr viel Sorgfalt meinerseits erfordert, aber ebensoviel Zufallswahrscheinlichkeit bezüglich der Funktionswilligkeit seitens der Maschine. Ich werfe die 50 Cent für die Nr. 18 ein, beim Druck auf den Deckel halte ich einen Moment den Atem an. Es fängt an zu rumpeln und zu vibrieren, eine Sekunde, zwei Sekunden...es hat geklappt!...Doch zu früh gefreut- die Schleuder setzt aus und noch einmal wird alles umsortiert. Aber dann ist es erfolgreich!
Die Fortsetzung dieser Erzählung folgt in der nächsten Ausgabe der Onlinezeitung. Wer von Euch den Anfang der Geschichte verpasst hat, findet [hier den ersten Teil] der Artikelserie.
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Die Kicker rund um Jürgen Klinsmann haben jüngst gegen Brasilien mit einer passablen Leistung die Hoffnungen der Fans auf bessere Zeiten nicht enttäuscht. Auch bei Medi-Learn ist das runde Leder ein Thema, denn die Fussball- und Tipp-Begeisterten treffen sich im Medi-Learn KickTipp, den wir Euch heute vorstellen möchten.
Der KickTipp bei Medi-Learn
Ob Bundesliga, EM oder WM - ab sofort könnt Ihr bei Medi-Learn mittippen. Unter
der Leitung von 'Rugger' könnt Ihr hier Euer Fachwissen und Eure Tippsicherheit
unter Beweis stellen. Bitte meldet Euch unter Eurem Usernamen an, den Ihr auch
im Forum benutzt - so ist die Zuordnung einfacher. Ansonsten steht Euch das
Kicktipp-Forum für Fragen und Diskussionen rund um den KickTipp, Fußball und
andere Ereignisse zur Verfügung.
Die Spielregeln
Ohne Spielregeln geht natürlich nichts. Kurz und knapp erfahrt Ihr hier, welche
Richtlinien gelten und wie viele Punkte es für den jeweiligen Tipp gibt. Gerade
Anfänger sollten hier einen Blick riskieren. [
zu den Spielregeln ]
Die Tippübersicht
Wer wie getippt hat und welche Mannschaft an welchem Spieltag gegeneinander
spielt und vor allem wer bereits wie viele Punkte in der Vergangenheit gemacht
hat, findet Ihr auf der Tippübersicht.
[ zur Tippübersicht ]
Die Tippabgabe
Unter Tippabgabe habt Ihr die Möglichkeit Euren eigenen Tipp abzugeben. Spieltag
für Spieltag werden dort die verschiedenen Begegnungen abgefragt und Ihr könnt
Euren Tipp platzieren. [
zur Tipp-Abgabe ]
Die Gesamtübersicht
Die Gesamtübersicht verrät Euch wer wo steht, wie viele Punkte er am
jeweiligen Spieltag gemacht hat und wie viele Punkte er bei
der Bonusfrage bekommen hat.
[ zur Gesamtübersicht ]
Die Tabellen
Je nachdem welche Liga oder welches Turnier gerade getippt wird; hier findet Ihr
die passende detaillierte Tabelle mit Punktangabe, Tordifferenz und das ganze
aufgespaltet nach Heim- und Auswärtsspielen. [ zu
den Tabellen ]
Die Bonusfragen
Neben dem Tipp zum Ergebnis der Einzelspiele bzw. dem Torverhältnis der
einzelnen Spiele und Spieltage, könnt Ihr Eurer Glück bzw. Geschick bei den
Bonusfragen unter Beweis stellen. [
zu den Bonusfragen ]
Das KickTipp Forum
Sowohl Fragen rund um das KickTipp-Spiel, als auch Diskussionen über Fußball und
andere Ballsportarten können im KickTipp-Forum gestellt bzw. angeregt werden.
[ zum KickTipp-Forum ]
Wir würden uns freuen, Euch als neue KickTipper in der Community begrüssen zu
dürfen. Schaut einmal vorbei und gebt Euren Tipp ab!
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Nun ist es endlich, endlich soweit: Die Neugestaltung der Webseiten und der Examensservice haben uns enorm auf Trab gehalten. Und einige Dinge mussten leider etwas länger warten, z.B. zwei Gewinnspiele. Doch heute geben wir die glücklichen Gewinner des Paris-Gewinnspiels und der Famulaturberichte bekannt.
Paris-Gewinnspiel
Erinnert Ihr Euch? In der Ausgabe 220 der Onlinezeitung aus dem Mai 2005 hatten
wir die Schreibfreudigen unter Euch gebeten, zu Themen rund um das
Medizinstudium einen Erfahrungsbericht zu verfassen. Mehr als 20
Artikelschreiber, die wir natürlich auch mit Buchpräsenten belohnt haben und
weiter belohnen, haben sich daraufhin gemeldet. Und eine(r) von Ihnen hat ganz
besonderes Glück gehabt und zusätzlich zum obligaten Buchpräsent einen
Reisegutschein für 2 Personen bei Rainbow-Tours im Wert von max. 150€ für einen
Tripp nach Paris gewonnen.
Und dieser Reisegutschein geht an: Anne Hillenbrand.
Anne hatte uns einen Bericht zu ihrem Aufenthalt in der Schweiz eingereicht und sie traf das glückliche Los nicht nur ein Buchpräsent, sondern, Fortuna sei Dank, auch eine Reise nach Paris gewonnen zu haben. Herzlichen Glückwunsch Anne!
Famulatur-Gewinnspiel
Wo wir gerade so munter dabei sind, Gewinnspiele aufzulösen, darf das
Famulaturgewinnspiel natürlich nicht fehlen. In den Diskussionsforen gibt es im
'Forum Klinik' ein eigenes Unterforum für Famulaturberichte. Wir hatten im
Rahmen eines kleinen Gewinnspiels eine mögliche Belohnung für Eure Mühen, einen
Bericht zu verfassen, in Aussicht gestellt. Und heute können wir die
glücklichen Gewinner bekanntgeben:
Wir gratulieren den Gewinnern ganz herzlich. In den nächsten Tagen werden wir
per Email mit Euch in Kontakt treten, um den Versand bzw. die Übergabe der
Preise abzusprechen.
Ein kurzes Nachwort an potentielle Artikelschreiber in spe: Wir belohnen jeden Artikel, den wir in der Onlinezeitung oder auf den
Webseiten von Medi-Learn veröffentlichen, mit Buchpräsenten. Wenn Ihr also eine
Lücke im Bücherregal habt und ein wenig Lust am Schreiben besitzt, so könnt Ihr
das eine gerne mit dem anderen verbinden. Themen bietet das Medizinstudium ja
genug und meist ist es gar nicht so schwer einen Artikel zu verfassen. Interesse?
Nähere Infos findet Ihr hier.
In unserer Rubrik "MedNews" stellt Euch die Redaktion der StudMed aus dem Springer Verlag wöchentlich drei Nachrichten aus der Medizin zur Verfügung. Zum kompletten Artikel gelangt Ihr, wenn Ihr am Ende der Einleitungen auf "Mehr..." klickt. Die ausführlichen Artikel sind dann im Sponsored Room "StudMed" bei Medi-Learn zu finden.
>> Liebe ist gut für’s Herz (2-Sep-2004)
Liebe, Partnerschaft und befriedigende soziale Beziehungen sind offenbar gut für das Herz - auch im medizinischen Sinn. Schweizer Wissenschafter haben erstmals Paarbeziehungen im Fall der Herzerkrankung eines Partners unter die Lupe genommen. Fazit: Liebe und Unterstützung haben positive Auswirkungen auf den Krankheitsverlauf, allein Lebende dagegen ein mindestens vierfach erhöhtes Risiko, einen plötzlichen Herztod zu erleiden. Mehr...
>> Forscher wandeln Krebszellen wieder in normale Zellen um (2-Sep-2004)
Wissenschaftler sind den molekularen Ursachen der Krebsentstehung wieder ein Stück weiter auf die Spur gekommen. In Säugerzellen entdeckten sie einen molekularen Schalter, der einem Krebsgen beim Menschen ähnelt. In einer Zellkultur ist es den Forschern bereits gelungen, diesen Schalter umzulegen und auf diese Weise Krebszellen unschädlich zu machen. Mehr...
>> Herzinfarkte durch Luftverschmutzung und Lärmbelastung (2-Sep-2004)
Das Leben in der Stadt kann die Herzgesundheit gefährden: Das jedenfalls legt eine Reihe neuer Studien nahe, die auf dem Europäischen Kardiologenkongress in München präsentiert wurden. Die Risiken sind jedoch vom Einzelnen häufig kaum zu beeinflussen. Mehr...
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Kopf frei fürs Examen - Studienendfinanzierung
Große Sprünge können sich Studierende meistens nicht leisten. BAföG, Praktikums-Vergütung, Stipendien oder der Eltern-Zuschuss decken gerade einmal die nötigsten Ausgaben für Wohnung, Mensa und Freizeit. Besonders wichtig wird finanzielle Rückendeckung dann während der Examensvorbereitung. Gerade Examenskandidatinnen und –kandidaten sollten Kopf und Rücken frei haben und nicht auf Zeit raubende Jobs angewiesen sein.
Deshalb bietet ihnen die APO-Bank die Studienendfinanzierung, d.h. während des „Endspurts“ einen monatlichen Beitrag zu ihrem Lebensunterhalt, an.
Die Vorzüge
keine Bearbeitungsgebühren
100-prozentige Auszahlung des Kredits
freie Verfügbarkeit
niedriger Zinsaufwand
außerplanmäßige Tilgungen, z.B. bei unerwartetem Geldzufluss
Und noch ein Plus: Die von der Bank geleisteten Darlehensbeträge haben keinen Einfluss auf die BAföG-Berechnungen!
Wer kennt sie nicht, die zahlreichen Eigennamen von Krankheiten, Untersuchungstechniken etc., die einem das Leben schwer machen. In dieser neuen Rubrik möchten wir Euch historische Personen, die sich in Krankheitsnamen oder speziellen Untersuchungsmethoden verewigt haben, mal von einer anderen Seite vorstellen.
Wer war das eigentlich?
Die Lehrbücher sind mit klinischen Fakten zu Syndromen gefüllt, aber es wäre auch interessant zu erfahren, welcher Mensch sich als Namensgeber dahinter verbirgt. Heute starten wir mit der ersten Vorstellung. In den Artikeln sind die Namen der Personen, um die es sich handelt, lange gehiem geahlten, nur hin und wieder gibt es kleine Hinweise. Vielleicht wird daraus ein Gewinnspiel, bei dem es mittels Internetrecherche und Suchmaschine mit den Informationen aus dem Text den Namen zu erraten gilt und bei dem es ein kleines Buchpräsent zu gewinnen gibt.
Seine Arbeitsplatzbeschreibung: Vieles ging nicht ohne Widerstand und lautes
Geschrei
"Überall in den Ecken saßen schimpfende, spuckende Patienten herum,
absonderlich in ihren Manieren, absonderlich in ihrem Aufzug. Manche zeigten mit
allerlei Abfall gefüllte Taschen und musste man endlich einmal dem dringenden
Gebot der Hygiene folgend den Unrat entfernen, so ging es nicht ohne Widerstand
und lautes Geschrei." - so beschrieb er seinen eigenartigen und im Wortsinn
merk-würdigen Arbeitsplatz, an dem er manche Tages- und Nachtstunden zubrachte.
Die Menschen mochte er und auch die Naturwissenschaften faszinierten den
jugendlichen Pflanzensammler, der heute dem Namen nach weltberühmt ist, doch
zuvor ein Medizinstudium beginnen sollte und wollte. Das Studium hat er übrigens
mit ‚sehr gut’ abgeschlossen, doch nicht nur in den Noten, sondern auch in
anderen Gebieten leistete er herausragende Dinge.
Von Ohrschmalzdrüsen, Trinkfestigkeit und dem Schmiss
Doch er fing klein an, denn seine Dissertation widmete sich einem Bereich, der
heutigen Weltbürgern manchmal nur dadurch in die Aufmerksamkeit kommt, dass es
kribbelt, Reinigungsbedarf herrscht oder die Mitwelt dezente Hinweise gibt: Die
Ohrschmalzdrüsen waren das Thema, das ihm im Rahmen seiner Promotion die zwei
Buchstaben samt Punkt dahinter einbrachten. Auf immerhin 17 Seiten fand er Raum, sich diesem Thema zu widmen. Dass einige Bilder mehr sagen als
viele Worte, war auch sein Credo: Die Promotion schmücken 15 eigenhändige,
kunstvolle Zeichnungen des Doktoranden. Und wie es für einen Studenten der
damaligen Zeit üblich war, so promovierte er nicht nur, sondern er bewies -
laut Quellenlage - seine Fähigkeiten und Standfestigkeit auch auf Kneipenabenden
in der Studentenverbindung Corps Franconia, die ihm so manchen Kater eingebracht
haben mögen. Aus dieser Zeit stammt auch eine grosse Narbe über der rechten
Wange, die er sich in einem Fechtduell zugezogen hatte, sodass er es auf Fotos
und Porträts vorzog, diese Gesichtshälfte gerne in den Schatten zu stellen.
Bühnenreifes Krankengespräch auf den Brettern, die die Welt bedeuten
Nun wäre seine Promotion sicher längst vergessen, er ist auch schon geraume Zeit
verstorben, dennoch lebt er weiter: Zunächst auf den Brettern, die (für einige)
die Welt bedeuten, dem Theater. Wie kommt man von den Ohrschmalzdrüsen zum
Theater? Er berichtete zu Beginn des letzten Jahrhunderts vor einer erlauchten
Versammlung von Heilskundigen über das Schicksal einer Frau. Das Krankengespräch
mit dieser Frau, sie hieß Auguste Deter, die er laut Protokoll nach
jahrelanger fortschreitender Krankheit schließlich als „völlig verblödet“
titulierte, hatte er Wort für Wort exakt mitgeschrieben und später auch auf
besagter Versammlung angesehener Standesgenossen ausführlich präsentiert. Doch
damals schenkte keiner der medizinischen Relevanz dieses Phänomens Glauben,
das Versammlungsprotokoll verzeichnete die für ihn entmutigenden Sätze: „Es
besteht kein weiterer Diskussionsbedarf.“ Aber beinahe 100 Jahre später sieht
das die Fachwelt ganz anders und da er das Gespräch in allen Einzelheiten
notierte, war es ein leichtes, für einen Drehbuchautoren moderner Zeiten darauf
zurückzugreifen. Die Sache, um die es ging, hatte inzwischen auch den Erdball
umkreist und ruft allgemeines Interesse hervor, sodass die Theatersäle gut
gefüllt sind und auch auf Kongressen reges Interesse herrscht. Wenn er geahnt
hätte, dass seine Anamnese später einmal Grundlage eines Theaterstückes wäre –
er hätte sich sicher gefreut. Das Krankenhaus, in dem Besagter besagte Frau
kennenlernte, wurde übrigens vom Erfinder des Struwelpeters und späteren
Mentoren einer gesonderten Kinderpsychiatrie geleitet, doch dies nur am Rande.
Ein verqualmter Mikroskopiersaal, denn zu jedem Mikroskop gehört
'ne Zigarre
Doch nicht nur das Theater, auch Zigarren sind ein weiteres Thema, das Stoff für eine kleine Anekdote bietet: Der Rauch und die
Glimmstengel waren eine seiner Passionen. Es kam nicht selten vor, dass man im
studentischen Mikroskopiersaal neben jedem Mikroskop einen Aschenbecher fand.
Nicht für die Studenten - wohlgemerkt. Und noch seltener kam es vor, dass dieser
Aschenbecher nach dem Kurs unbenutzt zurückblieb, im Gegenteil: Er nahm sich
beim Erklären nicht nur die Zeit, ausführlich zu erläutern, was man so alles in
der ultrafeinen Welt mit geübten Blick als Student sehen kann, sondern auch die
Ruhe, nebenher bei jedem Studenten genüsslich einen Zigarillo zu rauchen,
während er erklärte.
Gleich und gleich gesellt sich gern
Bei ihm gingen einige in die Schule und aus seiner Schule hervor, die ebenfalls
den heutigen Schülern in der Medizin in Buchstabenform als Eigenname begegnen
wie Jacob oder Creutzfeldt. Und wie das bei Namensgebern so ist, gilt
auch hier: Gleich und gleich gesellt sich gern. Während seiner Tätigkeit in
Frankfurt war er Kollege von Franz Nissl, den moderne Lehrbücher heute ebenso
wenig verschmähen wie den Namen derjenigen Person, um die es sich in diesem
Artikel dreht. Beide wurden Freunde und verbrachten so manche Nacht gemeinsam -
am Mikroskop versteht sich. Und Freund Nissl schuf durch die Entwicklung von
brillanten Mikroskopiermethoden geradezu die Voraussetzungen für das Vorankommen
seines Freundes in Forschungsfragen.
Ein gesunder Optimismus - nicht nur für die Forschung
Man könnte ihn auch als Entdecker des Vergessens bezeichnen, denn er bezeichnete
die von ihm zuerst beschriebene Störung der Auguste Deter zunächst als
"Krankheit des Vergessens". Die Rede ist - mancher ahnt es vielleicht schon -
von Alois Alzheimer (1865-1915), der nicht nur einer Krankheit - die er zunächst
als "eigenartige Erkrankung der Hirnrinde" bezeichnete - den Namen verlieh,
sondern darüber hinaus auch als Mensch mit einer interessanten und
anekdotenreichen Biographie aufwartet. Lebenslustig, ein wenig besessen,
durchaus humorvoll und als "Der Irrenarzt mit dem Mikroskop" - so wurde er von
der Mitwelt beschrieben. Er verstarb an den Folgen einer verschleppten
Mandelentzündung, die in eine Endocarditis lenta mündete und schließlich zum
Tod in Urämie und Herzversagen führte. Die Städte Würzburg, Frankfurt,
Heidelberg, Tübingen, München und Breslau sind wichtige Lebensstationen dieses
Mannes, der den Optimismus als wichtiges Rezept für die Forschung ansah, sagte
er doch: "Nicht übermässige Bedenken und lähmende Verzagheit helfen den
Wissenschaften vorwärts und haben ihnen vorwärts geholfen, sondern ein gesunder
Optimismus, der in froher Zuversicht nach neuen Wegen der Erkenntnis sucht, da
er überzeugt ist, dass sie zu finden sein werden.". Dieser gesunde Optimismus
hilft sicher nicht nur in Forschungsfragen.
Vom Doktoranden wird in erster Linie Eigeninitiative und Bereitschaft zum selbständigen Arbeiten erwartet. Unabdingbare Voraussetzung hierfür ist häufiger Gesprächskontakt mit dem Betreuer, um die eigenen Fragen und Ideen mit dem Gesamtkonzept gut abstimmen zu können. Dies sollte in entscheidendem Maße vom Doktoranden selbst ausgehen. Wartet der Doktorand darauf, vom Betreuer nach Details gefragt zu werden, so wartet er oft vergebens.
Einerseits besitzt der Betreuer meist keine speziellen Detailkenntnisse, andererseits hat er in der Klinik noch andere Aufgaben und in der Regel mehrere zu betreuende Doktoranden. Wer sich einigermaßen in die Problematik eingelesen hat, kann durchaus gute Vorschläge machen und diese mit dem Betreuer diskutieren.
Hat ein Betreuer ein Thema zu vergeben, muss er von verschiedenen Aspiranten den auswählen, der ihm am geeignetsten erscheint. Am besten ist es, wenn das angebotene Thema in etwa den Interessen des Doktoranden entspricht. Es ist sinnlos, einen Doktoranden zu Tierversuchen überreden zu wollen, wenn er zu einer patientenorientierten Arbeit neigt. Ein Kandidat, der sich mit Dreitagesbart vorstellt, um sich für eine Arbeit zu bewerben, deren wesentlicher Teil in der Patientenrekrutierung durch direkten Gesprächskontakt besteht, ist für eine solche Aufgabe eher ungeeignet. Selbstverständlich kann er im Labor ein sehr kreativer und guter Mitarbeiter sein.
Wer auf eine bestimmte Arbeit bei einem bestimmten Betreuer fixiert ist, schränkt seine Möglichkeiten von vornherein sehr stark ein. Um diese spezielle Arbeit dennoch zu bekommen, sind Kenntnisse über das Arbeitsumfeld und den Arbeitsbereich des anvisierten Doktorvaters sehr hilfreich und erhöhen die Chancen. Auch das Angebot eines unverbindlichen Probelaufs erhöht die Aussichten die Wunscharbeit zu bekommen.
Die endgültige Entscheidung fällt jedoch zumeist auf emotionaler Ebene; wenn sich die Partner sympathisch sind, klappt’s – eine wichtige Voraussetzung für die weitere Zusammenarbeit.
Die
Inhalte dieser Artikelserie stammen aus dem folgenden Buch:
Titel:
Praktische Tipps für
die Medizinische Doktorarbeit
Autor:
Eva-Maria Baur,
Martin Greschner, Ludwig Schaaf
ISBN:
3540650261
Verlag:
Springer Verlag
Preis:
14,95
Euro
Neben den hier
veröffentlichten Kapiteln 1,2,8,9 und 14 stehen in dem Buch sehr viele weitere
Informationen zur Verfügung. Um Euch einen Überblick über die weiteren Inhalten zu
verschaffen, schaut Euch doch einfach einmal das Inhaltsverzeichnis an.
Mit mehr als 1.000 Beiträgen in der Woche findet man in den Medi-Foren zu fast allen Themen den richtigen Gesprächspartner. In der neuen Rubrik "Gelauscht" wollen wir Euch in der Onlinezeitung über einige der Diskussionsthemen auf dem Laufenden halten. Vielleicht findet Ihr das ein oder andere Thema, das Euch auch interessiert - ein Klick und Ihr seid mit dabei:
Folgende Personen arbeiten regelmäßig oder zeitweise an der
Onlinezeitung:
Ilka Markmann, Redakteurin, Marlies Lehmkuhl, Redakteurin, Daniel Luedeling, Redakteur, Peter Artz, Redakteur, Franziska Böhm, Redakteurin, Susanne Kirscht, Redakteurin, Andreas Bussmeyer, Redakteur, Jascha Hellberg, Redakteur, Christian Weier, Redakteur, Jens Plasger, Redakteur, Stan, Reporter für Extremeinsätze, Arne Beckendorf, Buchrezensionen und Lokal Hannover, Andrea Clemens, Lokalbereich Uni Köln, Astrid Stumpf, Lokalbereich Uni Münster, Benedikt Bader, Lokalbereich Uni München, Bettina Kiep, Lokalbereich Uni Mainz, Cordula Sachse, Lokalbereich Uni Greifswald, Daniela Prause, Lokalbereich Uni Göttingen, Eike Beyer, Lokalbereich Uni Essen, Eva Skalsky ,Lokalbereich Uni Zürich, Franziska Thieme, Lokalbereich Uni Innsbruck, Katharina Ruether, Lokalbereich Uni Regensburg, Kristina Krüger, Lokalbereich Uni Hannover, Pia Paul, Lokalbereich Uni Witten, Stefanie Schmölke, Lokalbereich Uni Frankfurt, Tobias Schmeinck, Lokalbereich Uni Münster
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