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Prüfungsprotokolle - Physikum detail

Prüfer : Prof. Dr. Eilers
Uni : Leipzig
Fach : Physiologie

Das folgende Prüfungsprotokoll wurde von einem Studenten
bei uns in die Datenbank eingetragen:


Durch die Corona-Pandemie gab es ein paar Änderungen im Ablauf. Wir sind zu viert angetreten, wurden aber einzeln geprüft. Ein Prüfling ist also für ca. 1 Stunde im Raum, wird in allen 3 Fächern hintereinander geprüft, während die anderen 3 vor der Tür warten. Die Ergebnisse haben wir auch erst erhalten nachdem alle durch waren. Prof. Eilers hatte den Prüfungsvorsitz und prüft immer als letztes.
Bei mir ging es los mit dem Schrittmacherpotential am Herzen. Ich sollte dieses kurz beschreiben und alle Kanäle benennen und deren Funktion. Ich habe gefragt ob ich dazu eine kleine Zeichnung machen durfte, das half mir mich zu ordnen und nichts durcheinander zubringen. Ich sollte dann anhand der Zeichnung erklären wann welcher Kanal öffnet usw. Er hat dann noch gefragt wofür das HCN bei den Kanälen steht, bzw. warum es L-Typ und T-Typ- Calciumkanäle gibt. Alles was mir dazu einfiel war natürlich falsch aber das war nicht weiter schlimm, er erklärte mir es mir kurz und wir machten weiter. Dann kam das Reizleitungssystem des Herzen. Wie ist es aufgebaut, welchen Sinn hat es. Wann sind zb QRS-Komplexe verbreitert, was sind AV-Blöcke usw. Aus irgendeinem Grund fing ich irgendwann noch an von Extrasystolen zu reden, das passte jedoch nicht zu seiner Frage. Er hatte dann immer wieder nachgefragt wie das denn jetzt damit zutun hat. Ich geriet in Erklärungsnot und gab zu, dass es mir nur in den Kopf geschossen ist, aber mit der eigentlichen Frage nichts zutun hat. Er fragte mich dann direkt "Sie nehmen ihre Aussage also zurück?" Ich antwortete prompt mit Ja, er lächelte, kritzelte irgendwas auf seinem Blatt und war zufrieden. Nachdem Herz nun durch war ging es weiter mit Lunge. "Sie finden einen Toten der an einem Herzinfarkt gestorben ist. Welches Volumen ist noch in Lunge vorzufinden und warum?" Dazu legte er mir ein Diagramm mit den verschiedenen Atemvolumina hin. Residualvolumen reichte ihm nicht, da dieses ja immer vorhanden ist. Ich bin dann auf die funktionelle Residualkapazität gekommen und erzählte noch ein bisschen darüber. Er wollte dann noch hören, dass Thorax immer das bestreben hat sich nach außen zu ziehen und über die Pleura die Lunge entsprechend offen gehalten wird. Es ging hier wirklich nur um das allgemeine Verständnis, keine Drücke oder sonstiges. Zum Abschluss kam dann noch "Sie haben jetzt noch eine Minute Zeit um über die Kußmaul-Atmung zu erzählen." Das ging mir leicht von der Hand und er hat dann auf die Minute pünktlich die Prüfung beendet.
Insgesamt ist er sehr nett und lässt einen viel selbst erzählen. Man darf sich nicht von seinen Zwischenfragen irritieren lassen und wenn man mal was nicht weiss am besten laut drüber nachdenken.