Abenteuer Zahnmedizin

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Buchtipps für die Semesterferien

Du kannst auch in den Semesterferien nicht genug bekommen von Zahnmedizin? Für diesen Fall haben wir dir eine kleine Liste mit Buchtipps für die dentale Durststrecke zusammengestellt.

Das Orale. Die Mundhöhle in Kulturgeschichte und Zahnmedizin
| Hartmut Böhme, Beate Slominski
Klappentext: Das vorliegende Buch zur kulturellen und medizinischen Bedeutung des Oralen und des Dentalen ist die erste Publikation dieser Art. Die getrennten Wissenschaftskulturen der Medizin und der Kulturwissenschaften werden in einem interdisziplinären Rahmen zusammengeführt. Angestrebt wird eine integrale Gesamtansicht nicht nur der Zahnmedizin, sondern auch der anthropologischen, kulturhistorischen, ästhetischen, linguistischen, medialen und psychodynamischen Dimension des Mundraums und der um ihn gruppierten Praktiken. In besonderer Weise wird das Buch geprägt durch die vielfältigen Beiträge, welche die bildenden Künste und die Literatur für die Entdeckung des dark continent der Mundhöhle geleistet haben.

Wenn du (z.B. mit deinem Professor) über das Buch diskutieren willst, solltest du dir vorher diese Rezension durchlesen und Sätze wie „Um den Anspruch einer alle Fachgrenzen transzendierenden Annäherung an das Phänomen des Oralen einzulösen und die obgenannte These zu plausibilisieren, bündeln die Herausgeber Beiträge namhafter Autoren jedweder Provenienz in mehreren Kapiteln, die sich unter Oberbegriffen wie Kultur- und Wissensgeschichte, Psychodynamik, Traum Wahn und Tod, Zahnmedizin im kulturellen Kontext etc. dem Mundraum und seiner Bedeutungsfracht widmen.“ auswendig lernen. Das hinterlässt sicher Eindruck 😉 .

 

 

Zahnarztlügen: Wie Sie Ihr Zahnarzt krank behandelt
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Dorothea Brandt, Dr. Lars Hendrickson

Klappentext: Ein Buch, das Sie vor dem nächsten Zahnarzttermin lesen sollten! Trotz moderner Zahnmedizin, Zahnbürste und Fluorid haben 95 % der Deutschen die Krankheit Karies. Fast die Hälfte leidet an Parodontitis.Warum haben Sie Löcher im Zahn? Warum sind Sie krank? Die Journalistin Dorothea Brandt und der Arzt Lars Hendrickson beleuchten eine heillose Zahnmedizin und zeigen, wie Sie sich davor schützen können. Denn: Karies ist heilbar.“Das heillose System Zahnheilkunde hält uns gefangen. Es hält uns krank, es schadet den Zähnen und es ist gefährlich. 98% meiner zahnärztlichen Kollegen sind Abzocker.“ Lars Hendrickson „Diese Lektüre nimmt die Angst vor dem Zahnarzt, denn Karies und der Weg zum Zahnarzt ist kein unabwendbares Schicksal.“ 

Ein bisschen Masochismus gehört zum Lesen wohl dazu, schließlich rechnen die Autoren hier mit deinem (zukünftigen) Berufsstand ab. Mit ein wenig professionellem Hintergrundwissen wirst du mit den meisten Thesen der Autoren aber locker umgehen können.

 

Zahnarzt in Auschwitz. Häftling 141129 berichtet
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Benjamin Jacobs

Klappentext: Dieses Buch ist einzigartig unter den Holocaust-Memoiren. Es ist die Geschichte von Berek Jakubowicz (heute: Benjamin Jacobs), einem angehenden jüdischen Dentisten, der 1941 aus seinem polnischen Heimatort in ein Arbeitslager der Nazis deportiert wurde und bis in die letzten Kriegstage Gefangener des Deutschen Reiches blieb. Per Viehwaggon oder Zwangsmarsch zwischen Arbeits- und Konzentrationslagern hin und her geschoben, war Jakubowicz unter anderem in Buchenwald und Dora-Mittelbau interniert, wo er und seine Mithäftlinge unter der Leitung von Wernher von Braun V1- und V2-Raketen montierten. Außerdem verbrachte er eineinhalb Jahre in Auschwitz, wo er dem berüchtigten Josef Mengele begegnete und den Tod seines Vaters miterleben mußte, nachdem dieser von einem Kapo zusammengeschlagen worden war. Im Mai 1945 gehörte Jakubowicz zu jenen 15.000 Lagerinsassen, die auf einem Fußmarsch zur Lübecker Bucht getrieben und auf drei dort vor Anker liegende deutsche Ozeandampfer verfrachtet wurden, u.a. auf die „Cap Arcona“. Bei einer der erschütterndsten und am wenigsten bekannten Tragödien des Zweiten Weltkriegs wurden diese „schwimmenden Konzentrationslager“ durch die britische Luftwaffe bombardiert und versenkt; nur 1.600 Gefangene überlebten. Jacobs ist davon überzeugt, daß er sein Überleben in jenen vier von Greueln und Hunger geprägten Jahren dem Besitz einiger Dentalgeräte sowie rudimentärer Kenntnisse der Zahnmedizin verdankt. Die Nazis bedienten sich seiner Fähigkeiten, indem sie ihn zunächst die Zähne der Lagerinsassen, später die der SS-Offiziere behandeln ließen. In Auschwitz zwang man ihn sogar dazu, Leichen den Kiefer aufzubrechen, um Goldzähne und -füllungen zu entfernen. Die Geschichte von Berek Jakubowicz ist mit Schlichtheit und großer Menschlichkeit geschildert. Die fesselnde Erzählweise, der Detailreichtum und der breite Erfahrungsschatz des Autors machen dieses Buch zu einer unverzichtbaren Quelle für das Studium des Holocaust.

Dieses Buch ist keine heitere Strandlektüre – lesenswert ist dieser Erfahrungsbericht aber allemal.

 

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