Abenteuer Zahnmedizin

Beta-Version des MEDI-LEARN Bereiches für Studienbewerber, Zahnmedizinstudenten und junge Zahnärzte

Ich packe meinen Koffer…

Er ist ein kleines Mysterium, dieser ominöse „Koffer“ der Zahnmedizin-Studenten.
Bereits vor dem Studium hören potenzielle Bewerber von dieser Tragevorrichtung, gefüllt mit allem, was der Zahnmedizin-Student zum Überleben braucht. Auch der Wert des Zahni-Koffers ist Gegenstand von Sagen und Legenden. Man könnte meinen, er sei mit Goldbarren gefüllt angesichts der Summen, die für den Koffer bezahlt werden.

Wir wollen ein klein wenig Klarheit in das Mysterium Zahni-Koffer bringen…

Was ist der Zahni-Koffer?
Stell dir den Zahni-Koffer mehr wie eine Werkzeugkiste vor, nicht wie einen Reisekoffer. Darin verstaust du das Werkzeug, das du für die zahntechnischen Arbeiten im Studium brauchst. Jede Uni hat eine bestimmte Liste von Materialien, die du dir besorgen müsst, um am Technisch Propädeutischen Kurs (TPK) teilzunehmen. So kommen wir auch gleich zur nächsten Frage…

Wann brauche ich den Koffer?
Den Koffer wirst du benötigen, sobald du anfängst, zahntechnische Arbeiten selbst anzufertigen. In aller Regel wird das der TPK sein. An vielen Unis findet dieser Kurs im ersten Semester statt, an einigen auch später. Beide Fälle haben ihre Vor- und Nachteile. Findet der TPK schon im 1. Semester statt, musst du gleich zu Studienbeginn tief in die Tasche greifen. Stellst du jedoch fest, dass Zahnmedizin „nichts für dich ist“, verkaufst du den Koffer wieder und hast nur relativ wenig Zeit „verloren“. Anders sieht es aus, wenn du dir den Koffer erst später zulegen musst. Die Umstellung von der eher „kopflastigen“ Arbeit am Schreibtisch (z.B. dem Büffeln von Biochemie, Anatomie und Co.) zur eindeutig handwerklichen Tätigkeit im TPK ist nicht zu unterschätzen. Dem einen gefällt es, dem anderen nicht.

Wo bekomme ich den Koffer her?
Oftmals hat deine Fachschaft einen „Deal“ mit einem Dental-Depot vor Ort. Dort stellt man dir dann ein Komplett-Paket zusammen, sodass du dich um nichts mehr kümmern musst, sondern nur noch deinen Sparstrumpf leeren musst.
Die Alternative ist der Kauf von gebrauchten Koffern deiner Kommilitonen. Dabei lässt sich eine große Menge Geld sparen. Aber du solltest einige wichtige Dinge beachten, wenn du gebrauchte Werkzeuge und Materialien kaufen willst:

  • Besorg‘ dir eine aktuelle Liste der Materialien, die die Uni-Klinik vorgibt. Manchmal wechseln die Abteilungen zu Produkten anderer Hersteller (z.B. einen anderen Artikulator). Immer nur das kaufen, was auch wirklich gebraucht wird!
  • Schau‘ dir an, was du kaufst. Ein gipsverkrusteter Vakuum-Anrührbecher oder abgebrochene Instrumente sorgen für Frust, wenn du es zu spät bemerkst.
  • Manche Materialien (z.B. Einbettmassen oder Kunststoffe) haben Verfallsdaten. Sind diese überschritten, lassen sie sich mitunter nicht mehr verarbeiten.
  • Frag‘ Kommilitonen, was sie für ihre (gebrauchten) Koffer bezahlt haben.

Was kostet er?
Leider gibt es nicht den Universalkoffer für alle deutschen Unis. Die Preisschwankungen sind zum Teil enorm, je nachdem, ob gewisse Dinge selbst gekauft werden müssen oder von der Uni verliehen werden. Ein Artikulator kostet je nach Ausführung neu ca. 500-800 Euro. Müssen Winkelstücke gekauft werden, musst du schon mit ca. 1000 Euro rechnen (Neupreis). Am besten fragst du einen Kommilitonen aus dem vorherigen Semester nach der aktuellen Preislage. Wenn du dir Geräte gebraucht kaufst, kannst du in der Regel einiges sparen.

Einen Kommentar schreiben


WordPress SEO fine-tune by Meta SEO Pack from Poradnik Webmastera