Abenteuer Zahnmedizin

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Der Meth-Mund

Erstmals seit Langem ist die Zahl der Drogentoten in Deutschland im vergangenen Jahr wieder angestiegen. Hauptursache ist die zunehmende Verbreitung so genannter „Legal Highs“ und der berüchtigten „Modedroge“ Crystal Meth. Die Folgen von Crystal Meth-Konsum zeigen sich in besonderer Weise auch an den Zähnen; der Begriff des „Meth Mouth“ hat sich bereits etabliert.

Crystal Meth (oder einfach „Crystal“) ist der Szenename für Methylamphetamin. Die berauschende Wirkung des Stoffs ist bereits seit über 100 Jahren bekannt. Besondere Aufmerksamkeit erlangte die Droge auch, weil sie eine wichtige Rolle der hochgelobten TV-Serie Breaking Bad spielt. Hier stellt der Protagonist, ein Chemielehrer, Meth in reiner Form her. In der Realität ist Crystal, das vor allem in osteuropäischen Drogenküchen hergestellt wird, oft hochgradig verunreinigt. Die Droge hat ein hohes Abhängigkeitspotenzial, was in Kombination mit der zerstörerischen Wirkung rasch zum massiven körperlichen Verfall der Abhängigen führt.

Ein typische Folge des Konsums ist der „Meth-Mund„. Dieser Begriff bezeichnet die fortgeschrittene kariöse Zerstörung der Zähne von Meth-Konsumenten. Eine Nebenwirkung der Droge ist die Verminderung des Speichelflusses, was die Zähne für Kariessäuren angreifbar macht. Außerdem fördert die Droge das Zähneknirschen (Bruxismus). Die Mundhygiene wird von den Abhängigen zusätzlich vernachlässigt.

 

„Meth-Mund“, Bildquelle: wikipedia

 

Crystal-Meth-Abhängige sind in jeder Gesellschaftsschicht zu finden. Eine Reportage des Vice-Magazins beschreibt, wie ein Arzt zum Junkie wurde.

 

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