Abenteuer Zahnmedizin

Beta-Version des MEDI-LEARN Bereiches für Studienbewerber, Zahnmedizinstudenten und junge Zahnärzte

„Teddy hat ein gebrochenes Herz“

– „Oh, hat er Liebeskummer?“

– „Nein, er ist durch eine Fensterscheibe geflogen.“
(TBK Kiel 2015)

So oder zumindest ähnlich klingen die Unfallberichte der meist jungen und besorgten  „Eltern“, die in den kommenden Wochen wieder den ein oder anderen Teddy-Doc dazu zwingen werden, sich das Lachen zu verkneifen, wenn  Kinder  mit ihren Kuscheltieren die zahlreichen Teddybär-Krankenhäuser in ganz Deutschland aufsuchen werden.

Das Projekt „Teddybärkrankenhaus“, welches von der Bundesvertretung der Medizinstudenten in Deutschland e.V. ins Leben gerufen wurde, ist ein ehrenamtliches Projekt, das von Medizin-, Zahnmedizin-, Pharmazie- und Ökotrophologiestudenten an vielen Hochschul-Standorten in Deutschland regelmäßig durchgeführt wird.
Ziel soll es sein, den Kindern die Angst vor dem Arztbesuch zu nehmen.

Die bestehenden Krankheiten sind mindestens genauso vielfältig wie die vertretenen Arten.
Vom Papagei, der nicht mehr Nachplappern kann, über ein Pferd mit schlimmen Bauchschmerzen, bis zum Wolf mit gebrochenem Bein ist alles dabei.

23-60638612-23-60637656-1399399298 (Quelle: http://img.svz.de/img/politik/crop6470141/4396137898-cv16_9-h335/23-60638612-23-60637656-1399399298.jpg)

Um nun den Beschwerden auf den Grund zu gehen, wird ein Anamnesebogen ausgefüllt, der Patient grundlegend untersucht (bei akuten Fällen müssen auch manchmal eine Blutentnahme oder ein Röntgenbild sein) und anschließend auch ein Rezept ausgestellt, was in der Apotheke eingelöst werden kann.
Bei allen Schritten weichen die Kinder ihren Lieblingen nicht von der Seite und halten die ganze Zeit deren Hände. Selbst in den OP werden die Kuscheltiere begleitet, aber natürlich erst, wenn die Kinder sich OP-Kittel und –Haube angezogen haben.

Während die „Humanis“ die allgemeine Untersuchung, die Ökotrophologen den Vortrag über gesunde Ernährung und die Pharmazeuten die Versorgung mit wichtigen Medikamenten (Obst, Weintrauben, Pflastern etc.) übernehmen, bekommen es die Zahnis mit heftigen Zahnschmerzen und vergesslichen Patienten zu tun, die sich einfach nicht merken können, wie lange man Abends die Zähne putzen muss und auch eigentlich gar nicht wissen, wieso das überhaupt so wichtig ist.

Also werden Geschichten über Zahnteufelchen wie Hacky & Dicky und Karius & Baktus erzählt und das große Gebiss herausgeholt, an welchem noch einmal das Zähneputzen gezeigt und geübt wird.

Und schon versprechen sogar die Kinder, dass sie das Zähneputzen ab jetzt  lieber  jeden Abend machen wollen.
Wenn Sponsoren mit an Bord sind, bekommt jedes Kind auch noch eine tolle Zahnbürste.

Falls ihr Lust habt, das Teddybärkrankenhaus an eurer Universität zu unterstützen, informiert euch doch am besten auf der Fachschafts-Homepage der Humanmediziner.

Folgende Unis veranstalten in den kommenden Wochen ihre TBKs:

Aachen: 21.-24. Juni 2016
Berlin: 11.-13. Mai sowie 13.-15. Juni 2016
Bonn: 18.-20. Mai 2061
Kiel 23.-26. Mai 2016
u.v.m.

Alle Standorte findet ihr hier.

Falls ihr einen kleinen Einblick in eure mögliche Arbeit haben wollt, bietet euch dieses Video der Universität Halle/Saale eine Möglichkeit dazu.

Auch wir wissen, dass gerade in der Vorklinik die Zeit relativ knapp ist, hoffen aber, dass ihr trotzdem Lust habt und euch vielleicht gerade deswegen die Zeit nehmt,  dieses tolle Projekt zu unterstützen –
denn „Kindermund tut Wahrheit kund“, was definitiv für den einen oder anderen Lacher sorgen wird und außerdem freut sich kein Mensch so schön, wie ein Kind.

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