Abenteuer Zahnmedizin

Beta-Version des MEDI-LEARN Bereiches für Studienbewerber, Zahnmedizinstudenten und junge Zahnärzte

Chancen auf dem Arbeitsmarkt

[…] Eine gute Lage kann auch Judith Wüllerich, Arbeitsmarktexpertin bei der Bundesagentur für Arbeit, bestätigen: „Der Arbeitsmarkt für angestellte Zahnärzte stellt sich gut dar. Die Beschäftigung steigt, die Arbeitslosigkeit geht trotz Wirtschaftskrise zurück, und die Nachfrage ist gegenüber dem Vorjahr angewachsen. Für Berufeinsteiger bieten sich also durchaus gute Chancen.“ Im Jahre 2009 wurden der Bundesagentur 320 freie Stellen für Zahnärzte gemeldet, nach 280 beziehungsweise 300 offenen Stellen in den beiden Vorjahren. Seit 2007 ist die Zahl der sozialversicherungspflichtig beschäftigten Zahnärzte jährlich um jeweils 1.000 auf heute 9.000 gestiegen. Die angestellten Zahnärzte arbeiten beispielsweise in Zahnkliniken oder an Hochschulen. Laut dem Statistischen Bundesamt verlassen jährlich rund 2.500 Zahnmedizinabsolventen die Universitäten. Trotzdem meldet die Bundesagentur für 2009 gerade einmal 480 arbeitslose Zahnärzte.

Dies liegt unter anderen daran, das sich die große Mehrheit der Absolventen nach ihrem Studium und in der Regel nach einer zweijährigen Assistenzzeit selbstständig macht: Rund 90 Prozent der Absolventen eröffnen laut Angaben der Bundeszahnärztekammer (BZÄK) eine eigene Praxis oder schließen sich mit Kollegen in einer Gemeinschaftspraxis zusammen. Die Zahl der niedergelassenen Zahnärzte ist dabei von knapp 54.000 im Jahr 2000 auf rund 57.000 im Jahr 2008 gestiegen.

Ein Vorteil der Selbstständigkeit ist die relativ freie Zeiteinteilung. Dies kommt auch den Frauen entgegen, die nach einer Studie des Instituts der Deutschen Zahnärzte (IDZ) in Köln künftig in der Mehrheit innerhalb ihrer Zunft sein werden: Von den rund 57.000 niedergelassenen Zahnärzte 2008 waren gut 22.000 weiblich. Bis zum Jahr 2030 wird sich dieses Verhältnis nach Aussagen des IDZ voraussichtlich stark ändern: Die Zahl männlicher Zahnärzte werde um 30 Prozent sinken, während sie bei den weiblichen Kollegen um 63 Prozent steigen soll. „Für Frauen mit Familien und Kindern werden vermehrt Teilzeitangebote und Jobsharingbedürfnisse entstehen“, so auch die Prognose von BZÄK-Präsident Dr. Peter Engel. Zahnmedizin biete sich für Frauen geradezu an, „denn der Beruf eines Zahnarztes kann in vielen verschiedenen Formen ausgeübt werden, die sowohl den Patientenbedürfnissen nach flexiblen Öffnungszeiten als auch den persönlichen Bedürfnissen der Behandler entsprechen“, so Peter Engel.

Quelle: www.abi.de, www.bzaek.de

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